17. Das neue Opernfoyer

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Weiterführende Informationen:

2019 beauftragte die Bundestheater-Holding das Architektenbüro »BWM Architekten«, Gewinner des vorangegangenen Architektenwettbewerbes, mit der Realisierung des Besucherzentrums im neuen Opernfoyer; die Eröffnung erfolgte am 9. Dezember 2020.

Im Opernfoyer befinden sich das neu errichtete Café, ein Staatsopern-eigener Shop, eine Leseecke und die Bundestheaterkassen (früherer Standort: Operngasse 2). Das Geschehen im Raum wird durch einen, durch die zentrale Achse laufenden, gut 20 Meter langen Tisch organisiert. Tagsüber konzentrieren sich hier Information und Ticket-Service, nach Kassenschluss wird der Tisch zur Bar, der Raum verwandelt sich – einer Bühne gleich – zum Treffpunkt der lokalen Kultur- und Musikszene. Zu jeder Tageszeit ist das Opernfoyer ein Ort der Begegnung, der schwellenlos zum angeregten Verweilen einlädt.

Die Gestaltung dieses Raumes verrät das Anliegen der neuen Direktion, das Haus für alle zu öffnen, den stetigen Austausch zwischen Publikum und Interessierten zu fördern und einen Dialog der Kulturinstitution und des urbanen Lebens zu ermöglichen.


Die Inneneinrichtung orientiert sich sowohl an der ursprünglichen historischen Architektur wie auch am Geist der 1950er-Jahre, der Wiedereröffnungszeit. Die drei Fresken im oberen Bereich der Innenwand stellen Szenen aus Mozarts Die Hochzeit des Figaro dar. Sie stammen aus einem ursprünglich zwölfteiligen Freskenzyklus von Eduard Ritter von Engerth und befanden sich im sogenannten Kaisersaal (in etwa an der Stelle des heutigen Marmorsaales). Nach der Zerstörung des Hauses 1945 konnten drei dieser Fresken gerettet und in mühevoller Kleinarbeit in den Bereich des heutigen Opernfoyers übertragen werden.