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Clarisse Praun-Maylunas

Clarisse Praun-Maylunas studierte Archäologie und zeitgenössischen Tanz in Wien und Paris sowie Bühnenbild an der Akademie der bildenden Künste Wien. Es folgte eine Zeit des Experimentierens in den Bereichen Tanz, Choreographie, Bühne, Kostüm und Archäologie in Wien, Paris, New York und Ephesos, in der sich die Arbeit als Kostümbildnerin sehr bald als die dominierende erwies. Es folgten zahlreiche Designs für Oper, Ballett, Disney-Musicals und Schauspiel im gesamten deutschsprachigen Raum – darunter die Theater in Frankfurt, Berlin, München und Wien – aber auch in Paris, Avignon, Rom und Amsterdam.

Ein besonderes Interesse Clarisse Praun-Maylunas gilt dem zeitgenössischen Theater. Sowohl unter ihren Schauspiel-, als auch ihren Opernproduktionen finden sich zahlreiche zeitgenössische Stücke und Uraufführungen: im Sprechtheater u.a. von Thomas Bernhard, Gert Jonke und Polly Stenham, in der Oper u.a. von Komponisten wie Otto M. Zykan, H. K. Gruber, Kurt Schwertsik, Gottfried von Einem oder Giorgio Battistelli. Im Tanzbereich arbeitete sie mit Choreographen wie Ismael Ivo, Liz King oder Elio Gervasi. Eine enge Zusammenarbeit verbindet sie mit dem Wiener Ensemble von Karl Welunschek.

Darüber hinaus schuf Clarisse Praun-Maylunas zahlreiche Raum-Inszenierungen und -Installationen für Museen, darunter Ausstellungen über D’Annunzio (Rom, Catania, Viterbo), über Schmuck in Wien sowie zuletzt in der Orangerie von Schloss Schönbrunn »Musica Femina«, wofür Clarisse Praun-Maylunas auch Skulpturen in Form von metallenen Kostümen kreierte. Am Max Reinhardt Seminar Wien unterrichtet sie Kostümbild.