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Das Opernstudio der Wiener Staatsoper

Mit dem Beginn der Amtszeit von Bogdan Roščić und Philippe Jordan 2020/21 hat die Wiener Staatsoper ein Opernstudio gegründet, um herausragende Gesangstalente zwei Jahre lang gezielt und praxisnah zu fördern.

Ein solches Programm ermöglicht der Staatsoper nicht nur eine frühe, intensive Beziehung zur Elite der nächsten Sängergeneration, sondern fordert das Haus auch, sich mit fundamentalen Fragen zu Qualität, Tradition und umfassender Ausbildung singender Darsteller auseinanderzusetzen.

Das neue Opernstudio der Wiener Staatsoper ist ein für die Nachwuchsarbeit an einem großen Repertoirehaus unverzichtbares Projekt, um die sängerische Exzellenz zu fördern und zu erhalten.

Das Nachwuchsprogramm unter der Künstlerischen Leitung des Baritons Michael Kraus richtet sich an Künstlerinnen und Künstler mit abgeschlossener Gesangsausbildung, deren Talent und Können eine Karriere auf internationalem Niveau erwarten lassen. Während der zweijährigen Ausbildung im Opernstudio werden die im Studium erworbenen Kenntnisse vertieft und die Studiomitglieder haben die Möglichkeit, mit etablierten Künstlerinnen und Künstlern zu arbeiten und von ihrer reichen Erfahrung zu profitieren. 

Die jungen Sängerinnen und Sänger erhalten ein auf ihre persönlichen Bedürfnisse zugeschnittenes musikalisches und szenisches Ausbildungsprogramm und treten daneben auf der Bühne der Wiener Staatsoper in kleinen und mittleren Partien auf. Die Mitglieder des Opernstudios erhalten eine monatliche Ausbildungsvergütung.
Eine Kooperation mit der Musik und Kunst Privatuniversität Wien (MUK) ermöglicht den Studiomitgliedern den Besuch einzelner Lehrveranstaltungen der MUK im Rahmen eines kostenfreien außerordentlichen Studiums. Meisterkurse, Probenbesuche, Bewegungstraining und Workshops sowie die Mitwirkung in eigenen Studiokonzerten in Wien und ganz Österreich runden die Ausbildung ab. 

Die Wiener Staatsoper verfügt über ein umfangreiches Netzwerk internationaler Künstlerinnen und Künstler, die von Zeit zu Zeit nach Wien kommen bzw. auch in Wien leben. Das Opernstudio der Wiener Staatsoper ist in der glücklichen Lage, von diesem Netzwerk profitieren zu dürfen und lädt erfahrene Kolleginnen und Kollegen ein, ihr Wissen an die nächste Generation weiterzugeben, sei es in Form von Meisterkursen oder individuellen Coachings nach Maßgabe ihrer Zeit. Auf diese Weise waren bereits KS Linda Watson, KS Adrian Eröd, KS Bo Skovhus und Daniela Fally zu Gast im Studio. Prof. Helmut Deutsch gab einen sehr erfolgreichen Meisterkurs für Liedgestaltung. Dieses Netzwerk wird in Zukunft kontinuierlich erweitert, wie auch die Kooperation mit den beiden Wiener Musikuniversitäten mdw und MUK ausgebaut werden soll.

Nach Abschluss des Programms sollen die jungen Künstlerinnen und Künstler über die notwendigen Voraussetzungen und Fähigkeiten verfügen, um Teil einer erfolgreichen neuen Generation des internationalen Opernlebens werden zu können.

Ab 1. Mai 2023 nimmt die Wiener Staatsoper Bewerbungen für das Opernstudio ab der Saison 2024/25 entgegen. Es können sich junge Sängerinnen und Sänger mit abgeschlossener Gesangsausbildung bewerben, die nach dem 1.1.1994 geboren sind.
Einsendeschluss: 30. Juni 2023.

Der Bewerbungsprozess gliedert sich in drei Runden. In der ersten Runde wird anhand folgender eingesandter Materialien eine Vorauswahl getroffen:

→ künstlerischer Lebenslauf mit Foto
→ 3 Opernarien in verschiedenen Stilen, mindestens eine davon als Video und eine auf deutsch
→ Passkopie
→ Repertoireliste (gesungene und studierte Rollen)

In einer zweiten Runde werden stimmliche, künstlerische und charakterliche Voraussetzungen für den Beruf des Opernsängers anhand von Arbeitsproben geprüft, bevor in der Finalrunde eine endgültige Auswahl getroffen wird.

Bitte beachten Sie, dass Bewerbungen ausschließlich über das Bewerbungsformular entgegengenommen werden können, das ab 1. Mai 2023 online verfügbar sein wird. 
Bewerbungen per Email können nicht berücksichtigt werden


Bogdan Roščić, Direktor Wiener Staatsoper:

»Es ist bekannt, dass ein großes Repertoire-Haus wie die Wiener Staatsoper ohne ein exzellentes Ensemble nicht erfolgreich geführt werden kann. Dieses Ensemble wiederum muss in Philippes und meiner Sicht ergänzt werden durch ein Studio für junge Künstler, die darüber in das Haus hineinwachsen und das Ensemble immer wieder erneuern können. Ein solches Programm ermöglicht dem Haus nicht nur eine sehr frühe, intensive Beziehung zu den weltweit Besten der jeweils nächsten Generation, sondern fordert das Haus auch, sich auseinanderzusetzen mit fundamentalen Fragen zu Qualität, Tradition und umfassender Ausbildung singender Darsteller. Natürlich bietet die Staatsoper den Teilnehmern ideale Bedingungen, nicht nur durch ihren Rang, sondern auch durch die Breite des gebotenen Repertoires. Ich bin zuversichtlich, dass unser Programm sehr schnell eines der weltweit wichtigsten werden und schon bald spektakuläre Früchte tragen wird.«






Philippe Jordan, Musikdirektor Wiener Staatsoper:

»Die Arbeit mit jungen Sängerinnen und Sängern war und ist für mich immer eine verantwortungsvolle und inspirierende Herausforderung. Es gilt einerseits eigene Erfahrungen weiterzugeben und musikalischer Mentor zu sein, andererseits kann man sich von der Frische und jugendlichen Neugier begeistern lassen. Wir werden im Studio der Wiener Staatsoper eine neue Generation entdecken und fördern, die das Opernleben in der Stadt prägen und die Opernwelt zukünftig mitgestalten wird, davon bin ich überzeugt.«










Michael Kraus, Künstlerische Leitung Opernstudio: 

»Ich freue mich über das mir von Bogdan Roščić und Philippe Jordan entgegengebrachte Vertrauen, zusammen mit einer internationalen Gruppe von Coaches und Mentoren meine Erfahrungen an die nächste Sängerinnen- und Sängergeneration weiterzugeben. Das Studio der Wiener Staatsoper wird den besten jungen Sängern ermöglichen, ihre Berufslaufbahn an einem der bedeutendsten Opernhäuser der Welt erfolgreich zu beginnen.«

Mit Beginn der Saison 2022/23 beginnt bereits die zweite Generation des Opernstudios der Wiener Staatsoper. Ausgewählt wurden 12 junge Sängerinnen und Sänger sowie zwei Pianisten:

Jenni Hietala → Sopran (Finnland)
Stipendiatin der Hildegard Zadek Stiftung

Daria Sushkova → Mezzosopran (Russland)
 

Katleho Mokhoabane → Tenor (Südafrika)
 

Jack Lee → Bariton (Großbritannien)
 

Richard Fu → Pianist (USA)

Miriam Kutrowatz → Sopran (Österreich)
 

Ted Black → Tenor (Großbritannien)
 

Lukas Schmidt → Tenor (Deutschland)
 

Jusung Gabriel Park → Bassbariton (Südkorea)
Stipendiat WCN (World Culture Networks)

    

Piotr Jaworski → Pianist (Polen)

Alma Neuhaus → Mezzosopran (USA)
 

Agustín Gómez → Tenor (Argentinien/Spanien)
 

Nikita Ivasechko → Bariton (Ukraine)
Stipendiat der Czerwenka Privatstiftung

Stephano Park → Bass (Südkorea) 

Aus über 1000 Bewerbungen für den 1. Jahrgang des Opernstudios der Wiener Staatsoper wurden dreizehn junge Sängerinnen und Sänger für das Ausbildungsprogramm ausgewählt:

© Peter Mayr

Ilja Kazakov* → Bass (Russland) 
* Stipendiat der Czerwenka Privatstiftung

Mag. Uta Sander, MAS

Organisatorische Leitung

studio(at)wiener-staatsoper.at

Das Opernstudio der Wiener Staatsoper wird dankenswerterweise gefördert von:

Czerwenka
Privatstiftung

Martin Schlaff



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