Gianluca Capuano

Geboren in Mailand, studierte Gianluca Capuano Orgel, Komposition und Dirigieren am Konservatorium seiner Heimatstadt. Danach spezialisierte er sich an der »Scuola Civica« in Mailand auf Alte Musik. Darüber hinaus schloss ein Philosophie-Studium an der Universität Mailand mit Auszeichnung ab. Als Solist und Dirigent trat er in ganz Europa, den Vereinigten Staaten, Russland und Japan auf. 2006 gründete er das Instrumenten- und Vokalensemble »Il canto di Orfeo«, mit dem er ein breites Spektrum des Barockrepertoires aufführt und mit einigen der besten Instrumentalisten und Sänger zusammenarbeitet. Mit seinem Vokalensemble wirkte er aber auch in Opern wie »Die Soldaten« von Zimmermann am Teatro alla Scala in Mailand mit. 2016 erlangte er internationale Anerkennung, als er kurzfristig einsprang, um »Norma« mit Cecilia Bartoli für das Eröffnungskonzert des Edinburgh Festivals zu dirigieren. Eine enge Zusammenarbeit mit der Sängerin resultierte aus diesem Erfolg, so trat er gemeinsam mit ihr in Paris (am Théâtre des Champs-Elysées) und in Baden Baden, in Monte Carlo, Dortmund, Hamburg, Amsterdam, Versailles und Luxemburg auf. Weitere Engagements der letzten Zeit sind: Vivaldis »Catone in Utica« mit Concerto Köln an der Oper Köln; Händels »Orlando« an der Semperoper Dresden, eine Neuproduktion von »Così fan tutte« an den Häusern der OperaLombardia; »Idomeneo« am Maggio Musicale Fiorentino; eine Neuproduktion von »La clemenza di Tito« in Karlsruhe; eine Neuproduktion von »L'incoronazione di Poppea« in Nantes; Spontinis »Le metamorfosi di Pasquale« an La Fenice in Venedig; Gassmanns »Gli uccellatori« an der Oper Köln und »La finta giardiniera« in Zürich. Im Sommer 2017 gab er sein Debüt bei den Salzburger Festspielen und dirigierte Neuproduktionen von »Ariodante« und »La donna del lago«, beide mit Cecilia Bartoli und den Les musiciens du Prince – Monaco. Weitere Engagements in jüngster Zeit: Cimarosas »Il matrimonio segreto« und Händels »Il trionfo del tempo« an der Oper Köln; »La Finta Giardiniera« an der Oper Zürich; »Weinachtsoratorium« in Hamburg; erneut »Ariodante« an der Oper Monte Carlo; Glucks »Orfeo ed Euridice« an der Oper Rom; Caldaras »La morte di Abel« bei den Salzburger Festspielen; »Guillaume Tell« bei den Choregies d'Orange, »L‘elisir d'amore“ am Teatro Real Madrid; Mozarts Requiem in Bari. Pläne für die Saison 2020/2021 beinhalten »Il barbiere di Siviglia« am Teatro Massimo in Palermo; »Cenerentola«, »Iphigénie en Tauride« und »L'Italiana in Algeri« am Opernhaus Zürich; »Le Comte Ory« in Monte Carlo; »Alcina« in Glyndebourne; »Don Pasquale« bei den Salzburger Festspielen; Händels »Agrippina« an der Scala und »Così fan tutte« in Hamburg.