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Parsifal-Symposium

am 03. April 2024
Sie befinden sich auf der Detailseite der Vorstellung vom 03. April 2024.
→ Der neue Wiener „Parsifal" in der Diskussion

Gustav Mahler-Saal

Besetzung 03.04.2024

Mit Thomas Macho Sergio Morabito

Inhalt

DER NEUE WIENER PARSIFAL IN DER DISKUSSION

Mit Ulrike Kienzle, Thomas Macho, Sergio Morabito und Patrick Primavesi und einem Impulsreferat von Melanie Unseld.


Diese Veranstaltung wird gratis angeboten und findet in deutscher Sprache statt. Eintrittskarten sind auch an den Bundestheaterkassen erhältlich. 


ULRIKE KIENZLE, Musik- und Literaturwissenschaftlerin, ist Privatdozentin für Musikwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Sie wurde 1998 mit einer Arbeit über Franz Schrekers Oper Der ferne Klang und die Wiener Moderne promoviert und habilitierte sich 2005 mit ihrem Buch ... dass wissend würde die Welt! Religion und Philosophie in Richard Wagners Musikdramen. Unter ihren zahlreichen Veröffentlichungen finden sich Bücher, Aufsätze und Vorträge über Richard Wagner, Franz Schreker, Robert Schumann und Giuseppe Sinopoli sowie über die Musikästhetik von der Goethezeit bis zur Gegenwart. Ihre aktuellen Forschungsschwerpunkte sind die Musik der Romantik und das Musikleben der Stadt Frankfurt. Sie kuratierte Ausstellungen über Wolfgang Amadeus Mozart sowie über Robert und Clara Schumann. 2013 entdeckte sie ein verschollenes Streichquartett von Max Bruch. Für das Deutsche Romantik-Museum in Frankfurt kuratierte sie die Musikstationen und gestaltete eine Musikspur. Ihre Vortragsreihe »Kienzles Klas- sik: Musikseminare für Wissbegierige« in der Alten Oper Frankfurt sind eine feste Institution im Frankfurter Musikleben. Gemeinsam mit dem Tenor Julian Prégardien leitet sie die Brentano-Akademie Aschaffenburg mit Festivals, Workshops und innovativen Formaten rund um Clemens Brentano und die musikalische Romantik. Sie ist eine international ausgewiesene Wagner-Spezialistin.


THOMAS MACHO forschte und lehrte von 1993 bis 2016 als Professor für Kulturgeschichte am Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin. 1976 wurde er an der Universität Wien mit einer Dissertation zur Musikphilosophie promoviert; 1984 habilitierte er sich für das Fach Philosophie an der Universität Klagenfurt mit einer Habilitationsschrift über Todesmetaphern. Von März 2016 bis Oktober 2023 leitete er das Internationale Forschungszentrum Kulturwissenschaften (IFK) der Kunstuniversität Linz in Wien. 2019 wurde er mit dem Sigmund Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung ausgezeichnet, 2020 mit dem Österreichischen Staatspreis für Kulturpublizistik. Er ist Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste, sowie seit 2023 Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Zu seinen neueren Monographien zählen: Das Leben ist ungerecht, St. Pölten/Salzburg 2010; Vorbilder, München 2011; Das Leben nehmen. Suizid in der Moderne, Berlin 2017; Warum wir Tiere essen, Wien 2022; Sehen ohne Augen, Ottensheim 2022.


SERGIO MORABITO studierte Angewandte Theaterwissenschaften in Gießen. 1993–2018 war er an der Staatsoper Stuttgart als Dramaturg und Regisseur, unter der Intendanz von Jossi Wieler 2011–2018 auch als Chefdramaturg tätig. Gemeinsam mit Wieler inszenierte Morabito in Stuttgart zahlreiche Opern, seit 2000 zudem Gastinszenierungen in u.a. Basel, Hannover, San Francisco, Amsterdam, Lyon, Berlin (Staatsoper und Deutsche Oper), Moskau (Novaya Opera), London (Covent Garden), Straßburg, Genf, Palermo, Dresden, Mannheim, Wien (Staatsoper) sowie bei den Salzburger Festspielen. Er publizierte mehrere Bücher (zuletzt: Opernarbeit, in der Opernwelt-Kritikerumfrage zum »Buch des Jahres 2020« gewählt), lehrte an den Universitäten Frankfurt, Leipzig und Stuttgart und beim Moskauer Territory-Festival, ist Mitglied der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste und Ehrenmitglied der Staatstheater Stuttgart; seit 2020/21 Chefdramaturg der Wiener Staatsoper.


PATRICK PRIMAVESI ist Professor für Theaterwissenschaft an der Universität Leipzig und Direktor des Tanzarchiv Leipzig e. V. Während des Studiums der (angewandten) Theaterwissenschaft und Germanistik in Berlin, Gießen und Frankfurt/Main assistierte er u. a. bei Einar Schleef (Mütter) und William Forsythe. Forschungsschwerpunkte: Praxis und Theorie von Theater, Tanz und Performance, Bewegung im urbanen Raum, Archive in digitalen Umgebungen. Buchpublikationen u. a.: Heiner Müller Handbuch (hg. mit H.-Th. Lehmann, 2003), Geteilte Zeit. Zur Kritik des Rhythmus in den Künsten (hg. mit S. Mahrenholz, 2005), Das andere Fest. Theater und Öffentlichkeit um 1800 (Habilitationsschrift, 2008), Stop Teaching! Neue Theaterformen mit Kindern und Jugendlichen (hg. mit J. Deck, 2014) und aktuell in Vorbereitung: Bewegungschöre / Körperpolitik im modernen Tanz (hg., gemeinsam mit der Gruppe LIGNA).


MELANIE UNSELD ist Professorin für Historische Musikwissenschaft am Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Sie studierte Historische Musikwissenschaft, Literaturwissenschaft, Philosophie und Angewandte Kulturwissenschaft in Karlsruhe und Hamburg. Nach ihrem Magister-Abschluss (1996) folgte die Promotion an der Universität Hamburg (»Man töte dieses Weib!« Tod und Weiblichkeit in der Musik der Jahrhundertwende, Stuttgart/Weimar 2001). Nach ihrer Habilitation und Tätigkeiten an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, wo sie 2008-2016 Professorin für Kulturgeschichte der Musik war, folgte sie 2016 dem Ruf nach Wien. 2019 wurde sie zum korrespondierenden Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften gewählt. Derzeit leitet sie das vom FWF geförderte Forschungsprojekt Musikerfamilien. Konstellationen und Konzepte.