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Parsifal-Symposium

am 03. April 2024
Sie befinden sich auf der Detailseite der Vorstellung vom 03. April 2024.
→ Der Schrei des leidenden Gottes: Wagners musikalische Christus-Deutung

Gustav Mahler-Saal

Besetzung 03.04.2024

Mit Ulrike Kienzle

Inhalt

DER SCHREI DES LEIDENDEN GOTTES: WAGNERS MUSIKALISCHE CHRISTUS-DEUTUNG

Mit ULRIKE KIENZLE

In Wagners eigenwilliger Theologie verbinden sich Momente der christlichen Überlieferung, der jüdischen Gnosis und des Buddhismus zu einer Synthese. Christus ist zwar als dramatis personae nicht anwesend, aber Handlung und Symbolik sind ganz auf die Gestalt des »unerlösten Erlösers« bezogen. In der Musik der sogenannten Heilandsklage, die von Beginn bis zum Ende in die Partitur verwoben ist wie ein kostbarer Goldfaden in das Gewirk eines Teppichs, spricht sich Wagners Verständnis des leidenden Gottes unmittelbar aus. Der Vortrag untersucht diesen verborgenen Diskurs anhand von zahlreichen Klangbeispielen.


Diese Veranstaltung wird gratis angeboten und findet in deutscher Sprache statt. Eintrittskarten sind auch an den Bundestheaterkassen erhältlich. 


ULRIKE KIENZLE, Musik- und Literaturwissenschaftlerin, ist Privatdozentin für Musikwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Sie wurde 1998 mit einer Arbeit über Franz Schrekers Oper Der ferne Klang und die Wiener Moderne promoviert und habilitierte sich 2005 mit ihrem Buch ... dass wissend würde die Welt! Religion und Philosophie in Richard Wagners Musikdramen. Unter ihren zahlreichen Veröffentlichungen finden sich Bücher, Aufsätze und Vorträge über Richard Wagner, Franz Schreker, Robert Schumann und Giuseppe Sinopoli sowie über die Musikästhetik von der Goethezeit bis zur Gegenwart. Ihre aktuellen Forschungsschwerpunkte sind die Musik der Romantik und das Musikleben der Stadt Frankfurt. Sie kuratierte Ausstellungen über Wolfgang Amadeus Mozart sowie über Robert und Clara Schumann. 2013 entdeckte sie ein verschollenes Streichquartett von Max Bruch. Für das Deutsche Romantik-Museum in Frankfurt kuratierte sie die Musikstationen und gestaltete eine Musikspur. Ihre Vortragsreihe »Kienzles Klas- sik: Musikseminare für Wissbegierige« in der Alten Oper Frankfurt sind eine feste Institution im Frankfurter Musikleben. Gemeinsam mit dem Tenor Julian Prégardien leitet sie die Brentano-Akademie Aschaffenburg mit Festivals, Workshops und innovativen Formaten rund um Clemens Brentano und die musikalische Romantik. Sie ist eine international ausgewiesene Wagner-Spezialistin.