EINFÜHRUNG »CARMEN«

Nach mehr als 40 Jahren bringt die Wiener Staatsoper eine neue Carmen-Produktion – in der brillanten und packenden Inszenierung Calixto Bieitos – auf die Bühne. Als Vorbereitung zur Premiere am 21. Februar (Live-Stream ab 18 Uhr, live zeitversetzt auf ORF III um 20.15 Uhr) bieten wir - da die ursprünglich geplante Martinee am 31. Jänner nicht vor Publikum stattfinden konnte - eine Aufzeichnung einer außergewöhnlichen Einführungsmatinee.

Staatsopern-Direktor Bogdan Roščić spricht mit Solistinnen und Solisten (Anita Rachvelishvili, KS Piotr Beczala, Erwin Schrott und Vera-Lotte Boecker) sowie dem Dirigenten Andrés Orozco-Estrada über das Werk und die Neuproduktion, dazu gibt es ein Interview mit Regisseur Calixto Bieito. So bekommen Sie tiefere Einblicke in die Oper, lernen die Sichtweisen der Künstlerinnen und Künstler kennen und können die Vorstellung noch intensiver genießen. Als besonderes Zuckerl gibt es musikalische Einlagen von Piotr Beczala, Anita Rachvelishvili und Erwin Schrott.

Ein kurzer Überblick zur Besetzung
 

ANITA RACHVELISHVILI

→ Carmen

Die georgische Mezzosopranistin Anita Rachvelishvili gehört zu den führenden Sängerinnen der Welt. Mit ihrem Debüt an der Mailänder Scala im Jahr 2009 gelang ihr als Carmen ein Sensationserfolg, der sie über Nacht zu den international gefragtesten Künstlerinnen machte: Innerhalb kürzester Zeit folgten ihre Debüts an vielen der wichtigsten Opernhäuser der Welt. Heute singt sie die zentralen Rollen ihres Fachs unter anderem an der New Yorker Met, der Bayerischen und Berliner Staatsoper, der Semperoper, der San Francisco Opera, der Lyric Opera of Chicago, am Royal Opera House Covent Garden in London, in Paris, Verona und Salzburg. An der Wiener Staatsoper sang sie bisher die Amneris in Aida.


KS PIOTR BECZAŁA

→ Don José

Von Publikum und Kritikern gleichermaßen gefeiert ist der in Südpolen geborene Piotr Beczała einer der gefragtesten Tenöre unserer Zeit und regelmäßiger Gast an den bedeutendsten Opernhäusern und bei den wichtigen Festivals der Welt: So singt er unter anderem an der Scala, in London, am Mariinskij-Theater in St. Petersburg, bei den Bayreuther Festspielen, in San Francisco, New York, München, Berlin, Salzburg und in Dresden. Im Haus am Ring debütierte er 1996 und sang hier bislang rund 100 Abende, unter anderem Tamino, Belmonte, Rodolfo, Werther, Cavaradossi, Lohengrin, Prinz (Rusalka), Gustaf III., Duca, Don José und Maurizio (Adriana Lecouvreur). Er ist österreichischer Kammersänger und erhielt 2014 den ECHO Klassik als »Sänger des Jahres«.


ERWIN SCHROTT

→ Escamillo

Geboren in Montevideo, begann der weltweit gefeierte Bassbariton Erwin Schrott seine Opernkarriere bereits im Alter von 22 Jahren. Heute tritt er regelmäßig an den renommiertesten internationalen Opernhäusern zwischen New York und Mailand auf. Zuletzt sang er unter anderem Attila, Méphistophélès, Procida, Scarpia, Don Giovanni, Dulcamara, Alidoro, Enrico VIII und die vier Bösewichter in Les Contes d'Hoffmann. An der Wiener Staatsoper hörte man Erwin Schrott unter anderem als Graf und Figaro in Le nozze di Figaro, als Leporello, Escamillo und Méphistophélès. Erwin Schrott widmet seine Zeit und Arbeit verschiedenen Wohltätigkeitsorganisationen, die Kindern in Not helfen.


VERA-LOTTE BOECKER

→ Micaëla

Vera-Lotte Boecker studierte Gesang an der Hochschule für Musik Hanns Eisler sowie an der Universität der Künste in Berlin. 2017/18 trat sie ins Ensemble der Komischen Oper Berlin ein, wo sie ein breites Repertoire sang, so trat sie unter anderem als Violetta, Pamina, Musetta, Ann Trulove, Lydia (Frühlingsstürme) und Autonoe (Die Bassariden) auf. Außerdem sang sie in Stuttgart, Peking, Tokyo, Paris, New York, am Bolschoi-Theater in Moskau und an der Staatsoper Hamburg. Internationales Aufsehen erregte sie 2016 zu den Münchner Opernfestspielen, als sie in der Neuproduktion La Juive kurzfristig neben Roberto Alagna die Partie der Eudoxie übernahm. Vera-Lotto Boeckers breites Repertoire reicht von Mozart bis George Benjamin, in dessen international viel beachteter Oper Written on Skin sie die Partie der Agnès gesungen hat. An der Wiener Staatsoper debütierte sie in Elektra und sang mit großem Erfolg die Fusako in der Premiere von Das verratene Meer.


SLÁVKA ZÁMEČNÍKOVÁ

→ Frasquita

Die junge Sopranistin stammt aus der Slowakei. Als neues Ensemblemitglied triumphierte sie im Oktober als Norina.


SZILVIA VÖRÖS

→ Mercédès

In einem breiten Repertoire zu Hause, singt die ungarische Mezzosopranistin nun bereits ihre vierte Staatsopern-Premiere.


PETER KELLNER

→ Zuniga

Zu den zahlreichen Rollen, mit denen der Bass seit 2018 an der Staatsoper reüssiert, kommt nun erstmals der Zuniga hinzu.


MARTIN HÄSSLER

→ Moralès

Zuletzt sang das neue Ensemblemitglied erfolgreich Falke und in der Staatsopern-Erstaufführung von Henzes Verratenem Meer.


CARLOS OSUNA

→ Remendado

Der mexikanische Tenor ist seit zehn Jahren Ensemblemitglied der Staatsoper. Bislang sang er hier weit über 350 Vorstellungen.


MICHAEL ARIVONY

→ Dancaïre

Der vielversprechende junge Bariton gehört dem neugegründeten Opernstudio an. Carmen ist nach Madame Butterfly seine zweite Premiere im Haus.