Auf der Bühne stehen drei Personen, die miteinander interagieren. Eine Frau zieht mit einer Schnur, die an einem Jungen befestigt ist, während sie eine Schürze trägt und lächelt. Im Hintergrund sind unscharfe Figuren und eine dunkle, verschlungene Kulisse zu sehen, die eine spannende Atmosphäre schafft.
Engelbert Humperdinck

Hänsel und

Gretel

Oper

Märchenspiel in drei Bildern

Text Adelheid Wette

Sprache Deutsch

Über das Werk

Das klassische Märchen der Geschwister Hänsel und Gretel, die sich im dunklen Wald verirren. Ihre Abenteuer führen sie zu einem verlockenden Lebkuchenhaus, das von einer bösen Hexe bewohnt wird.

Die Kinder werden von der Hexe gefangen genommen, aber mit Mut und List gelingt es ihnen, sie zu überlisten und zu besiegen. Am Ende finden sie den Weg nach Hause zurück und werden von ihren erleichterten Eltern empfangen. Die Oper ist voller magischer Momente, hinreißender Musik und einer zeitlosen Botschaft über Mut, Zusammenhalt und den Sieg des Guten über das Böse.

Hänsel und

Gretel

Handlung

London, Weihnachten um 1890. Eine viktorianische Familie versammelt sich im Wohnzimmer gemütlich um den Christbaum. 

Der Vater überrascht alle mit einem geheimnisvollen, neuartigen Gerät, einer Laterna magica, die allerlei unbekannte und wunderbare Bilder an die Wand projiziert und zugleich dieTür zu einer fremden, märchenhaften Welt öffnet ...

Statt die ihnen aufgetragenen Arbeiten zu verrichten, vertreiben sich die von Hunger geplagten Geschwister Hänsel und Gretel in der heimatlichen armseligen Hütte singend und tanzend die Zeit. 

Sehnsüchtig erwarten sie den Abend und damit die Rück- kehr der Eltern, denn diesmal soll es endlich wieder einmal vor dem Schlafengehen etwas zu essen geben: Aus der Milch, die eine Nachbarin als Geschenk vorbeigebracht hat, wird die Mut- ter, so die Hoffnung der beiden Kinder, einen Reisbrei kochen. Als aber die Mutter schließlich tatsächlich heimkommt, kippt die Stimmung schlagartig. 

Vor lauter Zorn darüber, dass Hänsel und Gretel, anstatt Besen zu binden und Strümpfe zu stricken, den Tag miteinander spielend verbracht haben, eilt sie auf die Kinder zu, um sie zu verprügeln. Dabei stößt sie irrtümlich den Topf mit der Milch vom Tisch. Hänsels Gekicher über ihr Ungeschick, die Scherben am Boden und die vergossene Milch lassen die Mutter den Kopf verlieren – sie treibt die Kinder zum Erdbeerpflücken in den angrenzenden Wald hinaus. Allein zurückgeblieben, klagt sie über die Armut und den Hunger ihrer Familie und schläft müde ein. 

Geweckt wird sie von ihrem fröhlichen, etwas angetrunkenen Mann, der ausnahmsweise seine gesamte Ware verkaufen konnte und aus dem Erlös einen großen Vorrat an unterschiedlichsten Lebensmitteln erworben hat. Doch die Freude währt nur sehr kurz – bestürzt darüber, dass seine Kinder allein hinausgeschickt wurden, erzählt er seiner Frau von der menschenfressenden Knusperhexe am Ilsenstein, einer besonders dunklen und verrufenen Stelle im Wald. Voller Sorge stürzen die Eltern aus der Hütte, um Hänsel und Gretel noch vor Einbruch der Dunkelheit zu finden und heimzubringen.

Während Hänsel Erdbeeren sammelt und den mitgebrachten Korb bis zum Rand anfüllt, windet Gretel einen Kranz. 

Glücklich darüber, diesmal den mütterlichen Auftrag erfüllt zu haben, verlieren sie sich in allerhand Spielen und vergessen, rechtzei- tig nach Hause zu gehen. Zu allem Überfluss essen die beiden, ohne es zu merken, nach und nach alle gesammelten Erdbeeren auf. 

Als Hänsel und Gretel entsetzt neue suchen wollen, merken sie voller Angst, dass sie sich im abendlichen Dunkel des Waldes verlaufen haben. Da erscheint das gute Sandmännchen und streut ihnen Sand in die Augen. Eng umschlungen schlafen Hänsel und Gretel nach dem Abendgebet ein. In einem schönen Traum, in dem 14 Engel vorüberschweben, erhalten sie eine beruhigende Ahnung von Tod und neuem Leben.

Am nächsten Morgen werden Hänsel und Gretel vom Taumännchen geweckt und entdecken das Knusperhäuschen der Hexe. Als Hänsel ein Stückchen vom Knusperhäuschen abbricht, ertönt von innen die Stimme der Hexe. 

Da jedoch weiter nichts Bedrohliches geschieht, beginnen die Kinder am Häuschen zu naschen, solange, bis die Hexe herauskommt. Zwar gibt sie sich anfangs freundlich, doch wird bald ihr wahres Gesicht offenbar: Sie bannt Hänsel und Gretel durch einen Zauber und sperrt Hänsel in einen Käfig, um ihn zu mästen. 

In übersprudelnder Vorfreude auf das Verspeisen der Kinder besteigt die Hexe ihren Besen und fliegt auf ihm sitzend in größter Ekstase einige Zeit durch die Lüfte. Nach ihrem Hexenritt versucht sie Gretel zu überreden, in den Backofen zu schauen. Ihr Vorhaben, das ahnungslose Mädchen in den Backofen zu stoßen und zu einem Lebkuchen zu backen, misslingt, da sich Gretel, von ihrem Bruder gewarnt, dumm stellt und die Hexe bittet, ihr zu zeigen, auf welche Weise sie in den Backofen zu schauen habe. Ungeduldig geht die Hexe auf Gretels Vorschlag ein und beugt sich weit in den Backofen hinein. 

In diesem Moment wird sie von Hänsel und Gretel hineingestoßen und muss elendiglich zugrunde gehen. Kaum ist die Hexe tot, werden die zahlreichen Lebkuchenmännchen, die rund um das Knusperhäuschen gestanden sind, zu lebenden Kindern. Sie alle waren einst in die Fänge der Hexe geraten und im Backofen zu Lebkuchen verwandelt worden. Doch nun ist der Zauber gebrochen. Hänsel und Gretel streicheln die Kinder und lösen mithilfe des Zauberstabes den letzten Bann: Jubelnd umtanzen die dankbaren Kinder ihre beiden Retter. Wenig später treffen die Eltern von Hänsel und Gretel, die die ganze Nacht nach ihren Kindern gesucht hatten, auf die glückliche Schar. Dankbar und voller Freude singt man gemeinsam: »Wenn die Not aufs Höchste steigt, Gott der Herr sich gnädig zu uns neigt!«

1. & 2. Bild ca. 60 min
Pause ca. 20 min
3. Bild ca. 45 min

Es ist die gelungene Mischung aus volksliedhafter Einfachheit und der komplexen Musiksprache der direkten Wagner-Nachfolge, aus schlichter Melodik und kunstvoller Orchesterbehandlung, aus sozialkritischem Realismus und atmosphärischem Zauber, die den großen Reiz dieser Vertonung der bekannten Geschichte der Gebrüder Grimm ausmacht. 

Seit der Uraufführung 1893 weckt Engelbert Humperdincks Märchenoper »Hänsel und Gretel« in Generationen von Kindern die Leidenschaft für das Musiktheater. Aber auch große Komponistenkollegen – wie Richard Strauss, Gustav Mahler oder Johannes Brahms – zeigten sich begeistert von diesem Werk. Und so wendet sich auch die Inszenierung der Wiener Staatsoper gleichermaßen an Kinder wie Erwachsene und führt durch wundersame Projektionen einer Laterna magica mitten in das märchenhafte Geschehen hinein.

Ein junges Mädchen und ein Junge stehen neben einem großen Lebkuchenhaus. Das Haus ist bunt gestaltet mit Zuckerdekor und hat eine feierliche Atmosphäre. Beide Kinder wirken überrascht und neugierig, während sie sich hinter dem Haus verstecken.
Eine Figur in einem blauen Kleid hält einen großen, lilafarbenen Regenschirm. Im Hintergrund sind ein voller Mond und Wolken vor einem nachtblauen Himmel dargestellt. Am Boden liegt eine weitere Person, die sich ankrümmt.
Eine Frau in einem blutbefleckten Kleid steht an einem Tisch und greift in die Luft, während sie mit einer dramatischen Geste spricht. In einem Käfig sitzt ein junger Mann, der besorgt aussieht. Der Hintergrund ist düster und unheimlich.
Eine Person steht mit einem Korb in der Hand, sieht überrascht aus und hat eine Hand an ihrem Mund. Sie trägt eine bunte Weste und hat lockige Haare. Im Hintergrund sind verzweigte Silhouetten von Bäumen und ein blauer Himmel zu sehen.
Eine Gruppe von Tänzerinnen in weißen Kleidern steht auf einer Bühne, umgeben von blauen Lichttönen und großen weißen Ballons, die wie Wolken aussehen. Sie halten Ballons in den Händen und zeigen in eine Richtung, während eine kreative, träumerische Atmosphäre geschaffen wird.
Die Szene zeigt zwei Kinder, die gebannt auf eine Schattenprojektion einer Hexe auf einem großen, runden Hintergrund schauen. Die Umgebung ist festlich dekoriert mit einem Weihnachtsbaum und bunten Geschenken in einem behaglichen Raum.
Eine Bühnenaufführung zeigt ein künstlerisch gestaltetes Haus mit einer offenen Vorderseite. Darin sitzen drei Figuren: eine Person kniet, während zwei andere auf einem Stuhl sitzen, umgeben von Requisiten wie Besen und Werkzeugen. Der Hintergrund ist in blau gehalten, mit komplexen Baumstrukturen.
Ein Bühnenbild zeigt zwei Schauspieler: eine Frau, die am Tisch steht und geheimnisvoll zu einem Mann sitzt, der nachdenklich wirkt. Der Mann trägt einen braunen Anzug und greift sich an die Brust. Im Hintergrund sind Besen und andere Requisiten sichtbar.
Eine Frau kniet auf der Bühne und hält einen Blumenstrauß in den Händen. Sie wirkt glücklich und konzentriert, während sie die Blumen betrachtet. Im Hintergrund sind stilisierte, dunkle Baumsilhouetten und ein blauer Himmel erkennbar, die eine zauberhafte Atmosphäre schaffen.
Eine Person in einem auffälligen, blauen Kostüm hält einen blauen Regenschirm und eine Flasche. Der Hintergrund zeigt kahle Bäume vor einem grünlichen Himmel. Die Figur strahlt eine magische und mystische Atmosphäre aus.
Eine Gruppe von Kindern in Nachthemden steht auf einer Bühne, während zwei Darsteller im Vordergrund auftreten. Die Kulisse zeigt eine mystische Waldlandschaft mit dunklen Ästen und einem blauen Hintergrund, der eine geheimnisvolle Atmosphäre schafft.
Eine Szene aus einem Theaterstück: Ein Mädchen in einem bunten Kleid sitzt auf einem Tisch, mit einem Messer in der Hand. Ein Junge kniet neben ihr, lächelnd, während ein weiteres Mädchen unter dem Tisch kauert und besorgt aussieht. Der Hintergrund ist düster und mystisch.

Häufige Fragen

Tickets für unsere Stehplätze können am Vorstellungstag ab 10 Uhr online oder an den Bundestheaterkassen erworben werden. Besitzer*innen einer BundestheaterCard können Stehplätze bereits am Tag vor der Vorstellung online buchen.

Zusätzlich steht für reguläre Abendvorstellungen ein fixes Kontingent an Stehplatztickets ab 80 Minuten vor Vorstellungsbeginn an unserer Stehplatzkassa (Eingang Operngasse) zur Verfügung.

Unsere Opern werden in den Originalsprachen gesungen – diese sind je nach Werk unterschiedlich.

An jedem Sitzplatz können Untertitel in verschiedenen Sprachen über einen eigenen Untertitel-Bildschirm ein- oder ausgeschaltet werden. Neben der Originalsprache der Oper können Sie aus bis zu acht Sprachen wählen: Deutsch, Englisch, Italienisch, Französisch, Russisch, Japanisch, Spanisch, Chinesisch (Mandarin).

Bei einer Vorstellungsänderung können Sie Ihre Tickets selbstverständlich zurückgeben oder umtauschen.

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Bei einem Nicht-Einlass in den Saal durch Zuspätkommen (auch nach der Pause) ist eine Rückgabe oder ein Umtausch des Tickets nicht möglich.

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