© Berthold Fabricius

Simone Young

Simone Young gehört seit vielen Jahren zu den bedeutendsten Dirigenten unserer Zeit. Sie studierte in ihrer Heimatstadt Sydney, kam durch ein Stipendium an die Kölner Oper wo sie alsbald auch als Kapellmeister auftrat und wurde dann von Daniel Barenboim an die Staatsoper Unter den Linden in Berlin geholt. Zu dieser Zeit entwickelte sich auch sehr schnell ihre internationale Karriere, die sie innerhalb weniger Jahre an alle bedeutenden Opernhäuser und zu den wichtigsten Orchestern der Welt führte. 2005 bis 2015 war sie Intendantin der Staatsoper Hamburg und Generalmusikdirektorin der Philharmoniker Hamburg. In diesen Jahren widmete sie sich fast ausschließlich ihren Aufgaben in Hamburg und dirigierte ein breites musikalisches Spektrum in Premieren und Repertoirevorstellungen von Mozart über Verdi, Puccini, Wagner und Strauss bis zu Hindemith, Britten und Henze. Sowohl an der der Staatsoper als auch bei den Philharmonikern Hamburg konnte sie mit Uraufführungen und zahlreichen Deutschen Erstaufführungen große Erfolge verbuchen. Der Anteil von zeitgenössischer Musik in den Philharmonischen Programmen wurde in ihrer Amtszeit zu einer Selbstverständlichkeit. 2001 bis 2003 war sie Künstlerische Leiterin der Australian Opera und führte in dieser Position damals sowohl die Opernhäuser in Sydney und Melbourne. Von 1998 bis 2002 bekleidete sie auch die Position der Chefdirigentin des Bergen Philharmonic Orchestra. Von 2007 bis 2012 war sie Erste Gastdirigentin des Lissabonner Gulbenkian Orchesters und von 2017-2020 Erste Gastdirigentin des Orchestre Chambre de Lausanne. Simone Young wird neue Chefdirigentin des Sydney Symphony Orchestra. Sie tritt ihr Amt 2022 an, im Jahr davor wird sie als designierte Chefdirigentin mehrere Konzerte in Sydney leiten. Als Wagner- und Strauss-Dirigentin hat sich Simone Young schon zu Beginn ihrer Karriere international einen Namen gemacht: Sie übernahm die musikalische Leitung mehrerer kompletter Zyklen des »Ring des Nibelungen« an der Wiener Staatsoper, der Staatsoper Unter den Linden in Berlin sowie die Leitung einer Neuproduktion an der Staatsoper Hamburg. An der Münchner Staatsoper dirigierte sie u.a. »Elektra«, »Salome«, »Die Frau ohne Schatten«, »Ariadne auf Naxos«, »Die Meistersinger von Nürnberg«, »Die Walküre« und die Neuproduktion »Palestrina«. An der Wiener Staatsoper, wo sie 1993 mit großem Aufsehen debütierte, dirigierte sie ein breites Repertoire, darunter auch die großen Werke von Richard Wagner und Richard Strauss, die weltweit beachtete Wiederentdeckung der Neuproduktion von Halevys »La Juive« (1999) aber auch zahlreiche Werke des italienischen Repertoires. Nach einer durch ihre Hamburger Tätigkeit bedingte mehrjährige Pause kehrte sie in der Saison 2011/2012 mit einer gefeierten Wiederaufnahme von Strauss´ »Daphne« nach Wien zurück, wo sie seither auch wieder regelmäßig zu erleben war und in den kommenden Jahren sowohl mit Neuproduktionen als auch Wiederaufnahmen regelmäßig auftreten wird. Engagements führten die Dirigentin an die führenden Opernhäuser der Welt, unter anderem auch an die Opéra National de Paris, das Royal Opera House Covent Garden in London oder die Metropolitan Opera New York. Neben ihrer umfangreichen Operntätigkeit machte sich Simone Young gleichermaßen auch auf dem Konzertpodium einen Namen und arbeitete mit den führenden Orchestern zusammen.

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