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© Andreas Hechenberger

Christoph Koncz

Christoph Koncz zählt zu den herausragenden Musikern seiner Generation. 1987 als jüngster Sohn einer österreichisch-ungarischen Musikerfamilie in Konstanz geboren, erhielt er im Alter von vier Jahren seinen ersten Violinunterricht. Bereits zwei Jahre später wurde er an die Wiener Musikuniversität aufgenommen, wo er 2005 zusätzlich sein Dirigierstudium bei Mark Stringer begann. Meisterkurse bei Daniel Barenboim, Daniel Harding und David Zinman ergänzen seine künstlerische Ausbildung. International bekannt wurde Christoph Koncz schon als Neunjähriger durch seine Rolle als Wunderkind Kaspar Weiss im kanadischen Kinofilm »The Red Violin«, dessen Filmmusik mit einem Oscar ausgezeichnet wurde.

Auf sein Dirigierdebüt bei der Mozartwoche Salzburg 2013 folgten Auftritte in den Philharmonien in Berlin, Köln und München, dem Wiener Konzerthaus, KKL Luzern, im Concertgebouw Amsterdam und bei den Salzburger Festspielen. Seit 2019 ist Christoph Koncz Chefdirigent der Deutschen Kammerakademie Neuss am Rhein und wurde zudem zum Ersten Gastdirigenten des französischen Originalklang-Ensembles Les Musiciens du Louvre ernannt. Außerdem dirigierte er Orchester wie u.a. das Orchestre de la Suisse Romande, Philharmonia Orchestra London, Orchestre Métropolitain de Montréal, Hong Kong Philharmonic, das New World Symphony Orchestra Miami, Danish Chamber Orchestra oder Orchestra Ensemble Kanazawa. 2021/22 kehrte er zum Philharmonia Orchestra London und Verbier Festival Chamber Orchestra zurück, gab sein Debüt an der Opéra National de Bordeaux sowie am Opernhaus Zürich in Christian Spucks Ballettproduktion »Monteverdi«.

Christoph Koncz verfügt über ein vielfältiges Repertoire vom Barock bis heute. Besonders geschätzt wird er für seine Interpretation der Werke Wolfgang Amadeus Mozarts. Seine Einspielung sämtlicher Violinkonzerte Mozarts als Solist und Dirigent mit Les Musiciens du Louvre erschien 2020 bei Sony Classical. Hierbei handelt es sich um die erste Aufnahme dieser Werke auf jener Mittenwalder Barockgeige, die Mozart einst selbst in Salzburg besessen und gespielt hat.

Als Violinist arbeitete Christoph Koncz seit seinem Nordamerika-Debüt als Zwölfjähriger mit dem Montreal Symphony Orchestra unter Charles Dutoit mit Dirigenten wie Sir Neville Marriner, Dmitry Sitkovetsky, Gábor Takács-Nagy oder Marc Minkowski zusammen. Als gefragter Kammermusiker zählen Leonidas Kavakos, Joshua Bell, Vilde Frang, Renaud Capuçon, Antoine Tamestit, Clemens Hagen, Gautier Capuçon, Andreas Ottensamer und Rudolf Buchbinder zu seinen musikalischen Partnern. Seine Konzerttätigkeit führt ihn in zahlreiche Länder Europas sowie in den Nahen Osten, nach Asien, Australien, Nord- und Südamerika. 2008 wurde Christoph Koncz im Alter von nur 20 Jahren Stimmführer der 2. Violinen bei den Wiener Philharmonikern.

Mit der Produktion »Goldberg-Variationen« des Wiener Staatsballetts gibt Christoph Koncz in der Spielzeit 2022/23 sein Debüt am Pult des Wiener Staatsopernorchesters in der Wiener Staatsoper.

Vorstellungen mit Christoph Koncz