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Luisa Spinatelli

Die Mailänder Bühnen- und Kostümbildnerin Luisa Spinatelli ist Absolventin der Accademia di Belle Arti di Brera und entwarf ihr erstes Bühnenbild 1965 für das Ballett »Francesca da Rimini« an der Scala di Milano. Während ihrer Zeit als Assistentin von Ezio Frigerio wurde die Zusammenarbeit mit Giorgio Strehler zur großen Inspiration für ihre weitere Laufbahn. Auf dem Gebiet des Balletts entstanden Designs für mehrere Produktionen von Carla Fracci und Beppe Menegatti. 1986 begann ihre ebenso intensive wie umfangreiche Zusammenarbeit mit Roland Petit, darunter sein Ballett »Die Fledermaus«, welches 2009 auch Eingang in das Repertoire der Wiener Staatsoper fand. Zu ihren Ballett- und Opernausstattungen zählen außerdem Arbeiten für die Berliner Staatsoper, die Opéra de Paris, das Royal Ballet London, die Mailänder Scala und Oper Rom.

Mehrfach setzte sich Luisa Spinatelli im Laufe ihrer Karriere mit dem Ballett »Schwanensee« auseinander, das seit 2014 auch mit dem Wiener Staatsballett in ihrer neuen Ausstattung der Choreographie Rudolf Nurejews zu sehen ist. 1999 wurde sie für ihre Designs zu Patrice Barts Produktion des Klassikers für den Prix Benois nominiert. Zu Luisa Spinatellis weiteren Auszeichnungen zählen der Premio Positano Léonide Massine (1989), der Premio Quadrivio (1990), der Premio Grosso Lodi (1992) und der Akiko Tachibana-Preis Tokio (2005). Für das Wiener Staatsballett schuf sie zuletzt die Bühne und Kostüme für »Le Corsaire« (2016) und »Sylvia« (2018), beide in der Choreographie von Manuel Legris.