© Wiener Staatsoper GmbH / Ashley Taylor

Andrey Kaydanovskiy

Geboren in Moskau (Russland). Nach Beendigung seiner Ausbildung an der Bolschoi-Ballettakademie in Moskau, am Ballettkonservatorium in St. Pölten, an der John-Cranko-Ballettakademie in Stuttgart und an der Ballettschule der Wiener Staatsoper wurde er 2007 an das Ballett der Wiener Staatsoper und Volksoper engagiert. 2015 wurde er zum Halbsolisten ernannt. In der Saison 2018/2019 ließ sich Kaydanovskiy karenzieren, um sich unter anderem seinen choreographischen Projekten zu widmen.

Zu seinen wichtigsten Rollen zählen die Hexe Madge in Pierre Lacottes „La Sylphide“, Zauberer Rotbart in Rudolf Nurejews „Schwanensee“, Gamache in dessen „Don Quixote“, Hilarion in Elena Tschernischovas „Giselle“, Blaubarts Alter Ego in Stephan Thoss‘ „Blaubart“, Egeus in Jorma Elos „Ein Sommernachtstraum“, Der Tod/ Arthur Schnitzler in Ashley Pages „Ein Reigen“, Witwe Simone in Frederick Ashtons „La Fille mal gardée“, Monsieur G.M. in Kenneth MacMillans „Manon“, Graf Larisch in MacMillans „Mayerling“, Rose in Michael Corders „Die Schneekönigin“, das Schicksal in Patrick de Banas „Marie Antoinette“ sowie Partien in Paul Lightfoots und Sol Leóns „Skew-Whiff“, Jerome Robbins „Glass Pieces“, George Balanchines „Rubies“ und „Stravinsky Violin Concerto“, „Twyla Tharps „Variationen über ein Thema von Haydn“, Alexander Ekmans „Cacti“, Jean-Christophe Maillots „Vers un pays sage“, Thierry Malandains „Mozart à 2“ und Natalia Horecnas „Contra Clockwise Witness“, wo er die Partie der Seele, sowie jene der Prinzipien mitkreierte.

Für das Wiener Staatsballett war er auch choreographisch tätig („Zeitverschwendung“ und „Das hässliche Entlein“, beide 2013), in seiner ersten eigenen Choreographie "Drei Unbekannte" (2009) tanzte er selbst mit, ebenso in "Love Song" (2014). 2016 feierte sein Stück "Tea or Coffee" am Stanislavsky Theater in Moskau Premiere. Im Jänner 2017 kreierte er für das Bundesjugendballett in Hamburg das Stück "Reversal" zu einer Auftragskomposition von Michel van der Aa. Am 28. April folgte die Uraufführung von „Der Feuervogel“ für das Wiener Staatsballett. Am 30. Juni 2017 wurde im Rahmen von „Ballettabend – Junge Choreographen“ sein Stück „Discovery“ für das Bayerische Staatsballett uraufgeführt. Am 14. Juni 2018 hatte sein Stück „Perfect Example” für das Tschechische Nationalballett Premiere. Für das Moskauer Stanislavsky Theater kreierte er des Weiteren das Stück „Pyjamaparty“, das am 27. Oktober 2018 zur Premiere gelangte und 2020 in fünf Kategorien für die „Goldene Maske“ nominiert wurde.

2019 choreographierte er die Balletteinlagen für das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker. Anlässlich der Weitergabe des Fanny-Elßler-Rings am 19. Mai 2019 an Rebecca Horner kreierte er für sie das Solo „Seit ich ihn gesehen“ (Musik: Robert Schumann, op. 42).

Auszeichnungen: Im Juni 2015 wurde er beim Choreographischen Wettbewerb im Rahmen des Internationalen Tanzfestivals TANZOLYMP mit dem Special Prize als „Best Dance Theatre Performer and Choreographer“ ausgezeichnet. Im März 2016 erhielt er den „Deutschen Tanzpreis 2016“ in der Kategorie „Zukunft“ als Choreograph. 2017 wurde er mit seinem Stück „Tea or Coffee“ für den renommierten russischen Theaterpreis „Die goldene Maske“ in den zwei Kategorien zeitgenössischer Tanz und Choreographie nominiert.