Nabucco

Musik Giuseppe Verdi Text Temistocle Solera
→ Dramma lirico in vier Teilen

Besetzung 14.01.2021

Musikalische Leitung Paolo Carignani
Inszenierung Günter Krämer
Bühne Petra Buchholz Manfred Voss
Kostüme Falk Bauer
Licht Manfred Voss
Nabucco Plácido Domingo
Ismaele Freddie De Tommaso
Zaccaria Riccardo Zanellato
Abigaille Anna Pirozzi
Fenena Szilvia Vörös

Inhalt

Mit »Nabucco« gelang Verdi 1842 nicht nur der Durchbruch, es war auch sein erstes Bühnenwerk, das bereits ein Jahr nach der Mailänder Weltpremiere in Wien zur Aufführung gelangte – unter persönlicher Leitung des Komponisten. Ins permanente Repertoire der Wiener Staatsoper fand »Nabucco« dennoch erst 2001. Doch seither zählt das Stück um die Zerstörung Jerusalems durch Nebukadnezar und die Verschleppung der Juden ins babylonische Exil auch an diesem Haus zu Verdis am häufigsten gezeigten Opern. Die Popularität ist nicht allein dem berühmten Gefangenen-Chor, sondern auch den monumentalen Gestalten des größenwahnsinnigen Gewaltherrschers und seiner erotisch frustrierten und umso machtbesesseneren Stieftochter Abigaille geschuldet. Mit dieser melodisch und rhythmisch mitreißenden Partitur trat der junge Verdi das Erbe seiner Vorgänger Rossini, Bellini und Donizetti an. Neben Simon Boccanegra zählt Nabucco zu den wichtigen Partien Plácido Domingos, die er seit seinem Fachwechsel weltweit interpretiert. An seiner Seite debütieren drei junge, international gefragte Sänger: Anna Pirozzi singt nach Salzburg und München erstmals auch hier die Abigaille, der italienische Bass Riccardo Zanellato stellt sich als Zaccaria dem Staatsopern-Publikum vor, und Freddie De Tommaso gibt nach dem Pinkerton im September seinen ersten Wiener Ismaele.