Schwanensee

Ballett

Es ist das berühmteste Ballett aller Zeiten: die traurige Geschichte vom Prinzen Siegfried, der sich mitten in der Nacht tief im Wald in die Schwanenprinzessin Odette verliebt, ihr ewige Treue schwört, jedoch durch die bösen Kräfte des Zauberers Rotbart und Odettes Gegenspielerin Odile getäuscht wird.

Als Inbegriff des romantischen Tanzmärchens zählt bis heute jene St. Petersburger Choreographie, mit der Marius Petipa und Lew Iwanow 1895 der wegweisenden Partitur Piotr I. Tschaikowskis erstmals gerecht wurden – eine Fassung, die dem aus der Sowjetunion stammenden Ausnahme-Tänzer Rudolf Nurejew drei Jahre nach seinem legendären Absprung in den Westen 1964 als Basis seines Wiener »Schwanensees« diente. 89 Vorhänge bei der Uraufführung brachten die Produktion ins Guinness-Buch der Rekorde. Mit über 240 Vorstellungen und zwei Verfilmungen – 1966 mit Margot Fonteyn und Rudolf Nurejew sowie 2014 mit Olga Esina und Vladimir Shishov – erreichte sie ein Millionenpublikum.

02 März 2019
Samstag
19:00 - 22:00
2 Pausen
Preise B in den Kalender übernehmen

Besetzung | 02.03.2019

Dirigent Paul Connelly
Choreographie und Inszenierung Rudolf Nurejew
Musik Peter I. Tschaikowski
Ausstattung Luisa Spinatelli
Licht Marion Hewlett
Einstudierung Manuel Legris
 
Prinz Siegfried Roman Lazik
Odette/Odile Liudmila Konovalova
Der Zauberer Rotbart Andrey Teterin
Die Königin, des Prinzen Mutter Oxana Kiyanenko
Die Gefährtinnen und Gefährten des Prinzen Anita Manolova
Rikako Shibamoto
Scott McKenzie
Richard Szabó
 

Inhalt

I. AKT

Prinz Siegfried feiert seinen Geburtstag mit zahlreichen Gästen. Morgen soll er unter den Schönen des Landes eine Braut wählen. Zum Zeichen der Reife erhält er von seiner Mutter eine Armbrust. Allein geblieben, fühlt sich Siegfried von einem Schwarm vorüberziehender Schwäne seltsam angezogen. Dunkle Ahnungen überkommen ihn. Obwohl es schon Abend wird, geht er auf die Jagd.

II. AKT

Zauberer Rotbart herrscht über einen Schwarm weißer Schwäne. Diese sind verzauberte Mädchen. Nur in der Nacht dürfen sie ihre menschliche Gestalt annehmen. Eine von ihnen ist die Schwanenprinzessin Odette. Ihr und ihren Freundinnen ist Siegfried immer tiefer in den Wald gefolgt. Im Zauber der schwebenden Tänze der Gefährtinnen verlieben sich die beiden. Odette offenbart, dass nur ein Mann, der ihr ewige Treue gelobt, sie aus dem Zauberbann Rotbarts erlösen kann. Siegfried schwört, dieser Mann zu sein. Der Tag bricht an, die Mädchen gehen zum See zurück, wo sie sich wieder in Schwäne verwandeln. Rotbart hält Siegfried davon ab, ihnen zu folgen.

III. AKT

Die Brautwahl am Hofe der Königin ist in vollem Gange. Aber keine der sechs Prinzessinnen, die Siegfried vorgestellt werden, vermag sein Herz zu rühren. Da tritt eine schöne, schwarzgekleidete Fremde in Begleitung eines stolzen Edelmannes ein. Siegfried ist verwirrt; er glaubt, in diesem mysteriösen Geschöpf, das einem schwarzen Schwan gleicht, seine geliebte Odette wiederzuerkennen.

Nachdem die Gäste sich mit Tänzen aus ihrer Heimat Spanien, Italien, Polen und Ungarn präsentiert haben, bittet Siegfried die Fremde zum Tanz und verkündet, dass er sie zur Braut wähle. Triumphierend zeigt sich der Zauberer Rotbart unter seiner Maske. Die von Siegfried Erwählte ist Odile, Rotbarts Tochter. Siegfried muss erkennen, dass er getäuscht wurde. Auf der Suche nach Odette stürzt er in den Wald.

IV. AKT

Die weißen Schwäne tanzen ihre elegischen Reigen. Vergebens versuchen sie, Odette zu trösten. Atemlos taucht Siegfried auf. Obwohl Odette weiß, dass alle Hoffnung auf Erlösung verloren ist, verzeiht sie ihm. Doch Rotbart führt seine Rache zu Ende: Er lässt den See über die Ufer treten, Siegfried stirbt in den Wellen.