Werther

Musik Jules Massenet Text Édouard Blau & Paul Milliet & Georges Hartmann nach Johann Wolfgang von Goethe
→ Drame lyrique in vier Akten

10. Dezember 2020
Donnerstag
19.30 - 22.00
1 Pause
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Besetzung 10.12.2020

Musikalische Leitung Bertrand de Billy
Inszenierung Andrei Serban
Bühne und Kostüme Peter Pabst
Kostümmitarbeit Petra Reinhardt

Inhalt

Auch wenn Massenet mit »Werther« an den Triumph seiner »Manon« anschließen wollte, verweigerte er sich dem Diktat des Direktors der Pariser Opéra-Comique, der von ihm hinsichtlich Form und Stil eine Kopie der Erfolgsoper verlangte. Vielmehr suchte er nach neuen schöpferischen Wegen und Ausdrucksformen: So setzte sich Massenet einerseits mit dem Werk Richard Wagners auseinander und experimentierte andererseits mit der Orchestration. Unter anderem ergänzte er das Instrumentarium durch das solistisch eingesetzte Saxophon, wo­durch er protoimpressionistisch anmutende Klangfarben er­zielte. Die daraus resultierende Ablehnung des Werkes durch die Pariser Opéra-Comique führte dazu, dass sich Massenet nach einer anderen Bühne umsehen musste und ein Angebot der Wiener Hofoper annahm, an der »Werther« 1892 schließlich zur erfolgreichen Uraufführung gelangte. Anders als in der Goethe’schen Vorlage steht bei Massenet nicht nur die Titelfigur im Zentrum, sondern auch die dramaturgisch deutlich aufgewertete Charlotte. Thematisiert und musikalisch nachgezeichnet wird in der Oper somit neben der verzweifelten Liebe Werthers auch die komplexe psychologische Entwicklung dieser jungen Frau. Nicht zuletzt der sich dadurch ergebende große interpretatorische Gestaltungsraum sorgt dafür, dass sich die bedeutendsten Sängerinnen und Sänger jeder Generation der beiden Rollen annehmen: Piotr Beczała wird diese wichtige Partie seines Repertoires nun endlich erstmals in Wien verkörpern und Gaëlle Arquez ihr weltweites Rollendebüt als Charlotte feiern.

Diese Produktion wird gefördert von: