Jules Massenet

Manon

Oper

1731 brachte Abbé Prévost seinen berühmten Roman über Manon Lescaut heraus: eine junge Frau, die zwischen Liebe und der Gier nach Reichtum hin- und hergerissen wird und sich wie ihren Geliebten ins Unglück stürzt. Die einst skandalöse Geschichte inspiriert bis in die Gegenwart Komponisten, Choreografen und andere Künstler zu Interpretationen des Stoffes, so schrieben unter anderem Massenet, Puccini und Henze Manon-Opern. 1884 brachte Massenet seine Fassung des Sujets in Paris heraus – und es gelang ihm ein Wurf, der bis heute in den internationalen Spielplänen seinen Platz findet. In unserer aktuellen Serie gestalten Juan Diego Flórez und Nino Machaidze das Liebespaar Des Grieux und Manon – und erzählen die zeitlose Geschichte voller Tragik und Leidenschaft neu.

Trailer
07 März 2020

Besetzung | 07.03.2020

Dirigent Frédéric Chaslin
Inszenierung Andrei Serban
Ausstattung Peter Pabst
 
Manon Lescaut Ailyn Pérez
Chevalier Des Grieux Jean-François Borras
Graf Des Grieux Jongmin Park
Lescaut Orhan Yildiz
 

Inhalt

In einer Gastwirtschaft auf einer Durchzugsstation in Amiens vergnügen sich der reiche Guillot de Morfontaine sowie der Steuerpächter Brétigny mit den drei Freundinnen Pousette, Javotte und Rosette. Als das Nahen einer Gruppe Reisender angekündigt wird, versammeln sich die Neugierigen der nächsten Umgebung, unter ihnen der Gardist Lescaut, der seine Cousine Manon abholen und ins Kloster geleiten soll. Tatsächlich befindet sich die junge Manon unter den Angekommenen und bezaubert durch ihre Schönheit alle Umstehenden, so auch Guillot, der dem Mädchen gegen eine Liebschaft ein Leben in Luxus anbietet. Manon weist das Angebot zwar ab, fühlt sich aber vom Reichtum unwiderstehlich angezogen. Da erscheint der Chevalier Des Grieux. Kaum erblickt der junge Adelige das Mädchen, ist er auch schon unsterblich in sie verliebt. Manon, die an ihm ebenfalls Gefallen findet, flieht mit ihm nach Paris. Die Zeit, die die jungen Liebenden miteinander verbringen, ist jedoch sehr kurz, da Manon dem Werben des reichen Brétigny schließlich nachgibt. Der Chevalier Des Grieux wird darüber hinaus auf Befehl seines Vaters, des alten Grafen Des Grieux, gewaltsam entführt, um wieder auf den rechten Weg gebracht zu werden. Einige Zeit später erfährt Manon zufällig, dass der junge Des Grieux knapp davor ist, in den Priesterstand zu treten. Sie sucht ihn daraufhin im Kloster Saint-Sulpice auf. Nach nur wenigen verführerischen Worten ist er Manon abermals erlegen und flieht mit ihr. Da Manon den Luxus nach wie vor nicht missen möchte, ist Des Grieux bereit, im zwielichtigen Hotel Transsylvanie seine finanzielle Lage im Glücksspiel aufzubessern. Der dort anwesende Guillot inszeniert einen Skandal, bezichtigt Des Grieux des Falschspiels und holt die Polizei, die Manon und Des Grieux verhaftet. Letzterer wird zwar durch seinen Vater wieder in Freiheit gesetzt, Manon aber soll nach Amerika verbannt werden. Doch die Strapazen im Gefängnis haben sie gebrochen. Sie stirbt auf dem Weg zum Hafen in den Armen Des Grieux'.

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