George Balanchine , John Neumeier , Jerome Robbins

Balanchine | Neumeier | Robbins

Ballett

"Stravinsky Violin Concerto", 1972 für das nun schon legendäre Strawinski-Festival des New York City Ballet entstanden, zählt zu den Hauptwerken des russisch-amerikanischen Choreographen George Balanchine. Gemeinsam mit dem aus einer früheren Schaffensperiode stammenden "Thema und Variationen" repräsentiert es Eckpfeiler seiner künstlerischen Entwicklung. Ergänzt wird der Ballettabend durch Werke von John Neumeier ("Bach Suite III") bzw. Jerome Robbins ("The Concert").

23 März 2018
Freitag
19:30 - 21:45
1 Pause
Preise C in den Kalender übernehmen

Besetzung | 23.03.2018

Stravinsky Violin Concerto

Dirigent Simon Hewett
Choreographie George Balanchine
Musik Igor Strawinski
 
Solovioline Rainer Honeck
Tänzerin 1 Olga Esina
Tänzerin 2 Nina Poláková
Tänzer 1 Roman Lazik
Tänzer 2 Masayu Kimoto
 

Thema und Variationen

Choreographie George Balanchine
Musik Peter I. Tschaikowski
Kostüme Christian Lacroix
Einstudierung Nanette Glushak
 
Solistin Kiyoka Hashimoto
Solist Jakob Feyferlik
 

Bach Suite III

Choreographie und Kostüme John Neumeier
Musik Johann Sebastian Bach
 
Solistin 1 Olga Esina
Solist 1 Vladimir Shishov
Solistin 2 Fiona McGee
Solist 2 Richard Szabó
 

The Concert

Choreographie Jerome Robbins
Musik Frédéric Chopin
Orchestrierung Clare Grundman
Bühne Saul Steinberg
Kostüme Holly Hynes
Licht Ronald Bates
 
Klavier Igor Zapravdin
Die Ballerina Maria Yakovleva
Der Ehemann Eno Peci
Die Ehefrau Franziska Wallner-Hollinek
Ein schüchterner Jüngling Arne Vandervelde
 

Inhalt

In dem Ballett „The Concert“, das den Abend „Balanchine | Neumeier | Robbins“ abschließt, macht sich der Choreograph Jerome Robbins in liebevoller Weise über das Verhalten des Publikums beim Hören eines Klavierkonzerts lustig. Ungehemmt geben sich da, angeregt von der Musik Chopins, die Besucher ihren Phantasien hin. Dieses Phantasieren verleitet zu einem Gedankenspiel, nämlich jenem, Choreographen und Komponisten des Abends – es sind dies Künstler aus völlig verschiedenen Zeiten und Ländern – bei einem einzigartigen Zusammentreffen vereint zu erleben!

Unter den Choreographen betritt George Balanchine als erster den Ort des Treffens. Nicht nur quantitativ – sein Œuvre umfasst über 400 Werke –, auch qualitativ würde ihm keiner seiner Kollegen den Vorrang streitig machen. An seiner Seite und in völliger Eintracht die von Balanchine so geliebten Komponisten: Peter Iljitsch Tschaikowski und Igor Strawinski. Der Choreograph, der selbst Musik studiert hatte, sah es dabei als einen Akt der Courtoisie an, die Bezeichnungen der herangezogenen Kompositionen – „Thema und Variationen“ von Tschaikowski und „Violin Concerto“ von Strawinski – auch als Balletttitel zu belassen.

In dem fiktiven Treffen folgen zwei Herren, deren Geburtsdaten mehr als 250 Jahre auseinander liegen. Voran und ehrfurchtgebietend Johann Sebastian Bach, dahinter keineswegs eilfertig und durchaus mit eigener Würde dem großen Alten begegnend: John Neumeier. Der mittlerweile fast zum Deutschen gewordene Amerikaner zollt mit seiner „Bach Suite III“ dem Komponisten Hommage.

Schließlich das letzte Paar des Zusammentreffens: Jerome Robbins und Frédéric Chopin. Selbst die optimistisch vorwärts schauende Einstellung des Amerikaners lässt die melancholische Aura rund um den von ihm verehrten Polen nicht verschwinden. Und so wie die Phantasien der Zuschauer in „The Concert“ wie Schmetterlinge eingefangen werden, verflattern auch jene Gedanken, die um die Choreographen und Komponisten des Abends kreisen.