Elena Tschernischova nach Jean Coralli, Jules Perrot, Marius Petipa

Giselle

Ballett

Adolphe Adams "Giselle" gilt zu Recht als ein Hauptwerk der Ballettromantik. Die Sage von den Wilis aufgreifend, ist dieses Werk aufgrund der ideal gelungenen Umsetzung eines ganz von Tanz durchdrungenen Stoffs ein bis heute gültiges Modell für die Darstellung des Aufeinanderprallens der Welten des Realen und Irrealen geblieben. Getanzt wird die 1993 von Elena Tschernischova für Wien geschaffene Fassung, die auf der Choreographie von Jean Coralli, Jules Perrot und Marius Petipa beruht.

22 September
Freitag
19:30 - 21:45
1 Pause
Preise C in den Kalender übernehmen

Besetzung | 22.09.2017

Dirigent Valery Ovsyanikov
Choreographie und Inszenierung Elena Tschernischova
Bühnenbild Ingolf Bruun
Kostüme Clarisse Praun-Maylunas
 
Giselle Nina Poláková
Herzog Albrecht Denys Cherevychko
Hilarion Eno Peci
Myrtha Rebecca Horner
 

Inhalt

AKT I

In einem Dorf in einer Weingegend zeigt sich Herzog Albrecht, nachdem er Mantel und Degen, die Zeichen seiner höfischen Herkunft, in einer Hütte versteckt hat, in Verkleidung eines Bauernburschen. Er ist gekommen, um dem Bauernmädchen Giselle den Hof zu machen; beide gestehen einander ihre Liebe. Eifersüchtig beobachtet der Wildhüter Hilarion, der meint, Rechte auf Giselle zu haben, die Szene. Giselle fordert vorbeikommende Winzerinnen zum gemeinsamen Tanz auf, auch Albrecht wird in diesen Tanz miteinbezogen. Die Mutter versucht Giselle zu zügeln und erzählt warnend vom Schicksal der Wilis, jener noch vor der Hochzeit gestorbenen Mädchen, die dazu verurteilt sind, jede Nacht zu tanzen. Giselle verwirft diese dunklen Ahnungen. Der Herzog von Kurland macht mit seiner Tochter Bathilde, der Verlobten Albrechts, auf einer Jagd bei Giselles Haus halt. Dem Herzog ist dieser Ort nicht fremd: Ein Liebesabenteuer, dem Giselle entsprossen war, hatte ihn einst hierhergeführt. Der Herzog, der das Geheimnis um Giselles adlige Abkunft nur mit ihrer Mutter teilt, gestattet seiner legitimen Tochter, die vom Charme Giselles entzückt ist, dieser ihre Kette zu schenken. Während der Herzog und Bathilde im Haus Rast halten, feiern die Winzer eine reiche Ernte. Giselle wird zur Königin der Weinlese gekrönt. Gemeinsam mit Albrecht, der sich vor der Jagdgesellschaft verborgen gehalten hatte, schließt sie sich dem Tanz eines Bauernpaares an. Hilarion, der Albrechts Degen gefunden hatte, beschließt, den Rivalen öffentlich bloßzustellen. Sein Plan glückt. Verwundert fragt Bathilde ihren Verlobten, was ihn denn in dieser Verkleidung hierherführe; eine plötzliche Laune, antwortet Albrecht. Da muss Giselle erkennen, dass sie getäuscht wurde, dass die Liebe Albrechts nur vorgegeben und bloßes Spiel war. Giselles Verstand beginnt sich zu verwirren, sie beginnt zu rasen und sinkt schließlich tot zu Boden. Albrecht ist zutiefst erschüttert.

AKT II

Hilarion sucht im Wald Giselles Grab auf. Die Mitternachtsstunde ist gekommen. Da blitzen plötzlich Irrlichter auf. Entsetzt flieht Hilarion. Myrtha, die Königin der Wilis, erscheint. Kraft ihres Zauberzweiges holt sie die Wilis aus ihren Gräbern. Schließlich folgt auch Giselle diesem magischen Ruf. Sie wird in die Gemeinschaft der Wilis aufgenommen. Auch Albrecht hat sich an Giselles Grab eingefunden und will daran trauern. Immer wieder erscheint ihm Giselle; es gelingt ihm jedoch nicht, sie festzuhalten. Währenddessen wird Hilarion von den Wilis verfolgt. Sie zwingen ihn, sich zu Tode zu tanzen. Ihr nächstes Opfer soll Albrecht sein. Giselle fleht bei Myrtha um Gnade. Vergebens: Die Königin der Wilis befiehlt Giselle, zu tanzen, um Albrecht vom schützenden Kreuz wegzulocken. Die List gelingt. Albrecht vermag Giselles Tanz nicht zu widerstehen und folgt ihr. Schon beginnen seine Kräfte zu erlahmen. Da läuten die Morgenglocken, und die aufgehende Sonne bannt die Zaubermacht der Wilis. – Giselle entschwindet, gebrochenen Herzens sinkt Albrecht zu Boden ...

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