Rudolf Nurejew

Raymonda

Ballett

Rudolf Nurejews "Raymonda" zur Musik von Alexander Glasunow kehrte unter Manuel Legris wieder auf den Spielplan der Wiener Staatsoper zurück. Die Liebesgeschichte um die junge Raymonda und den Ritter Jean de Brienne steckt voller Dramatik, die aber trotz der zwischenzeitlichen Entführung von Raymonda durch das heldenhafte Handeln ihres geliebten Ritters einen glücklichen Ausgang nimmt. Zusammen mit den Balletten Tschaikowskis bildet das Werk den Höhepunkt des „zaristischen Ballettrepertoires“.

11 März 2018
Sonntag
16:00 - 19:15
2 Pausen
Preise C in den Kalender übernehmen

Besetzung | 11.03.2018

Dirigent Kevin Rhodes
Inszenierung Rudolf Nurejew
Bühnenbild und Kostüme Nicholas Georgiadis
Licht John B. Read
 
Raymonda, Gräfin de Doris Liudmila Konovalova
Gräfin Sibylle, Tante der Raymonda Alena Klochkova
Die Weiße Dame Gloria Maass
Clémence, Raymondas Freundin Nikisha Fogo
Henriette, Raymondas Freundin Natascha Mair
Ritter Jean de Brienne, Raymondas Verlobter Leonardo Basílio
Andreas II., König von Ungarn Igor Milos
Abderachman, Sarazenischer Fürst Mihail Sosnovschi
Bernard de Ventadour, Provencalischer Troubadour Scott McKenzie
Béranger, Aquitanischer Troubadour Richard Szabó
Der Seneschall Peter Karolyi
 

Inhalt

RAYMONDA

Die Handlung spielt im 13. Jahrhundert auf einem Schloss in der Provence. In Erwartung der Rückkehr ihrer Ehemänner und Verlobten, die im Heiligen Land kämpfen, versuchen die adeligen Damen und Edelfräulein, ihre Einsamkeit bei Liedern der Troubadoure zu vergessen.

AKT I

Ouvertüre

Im Schloss wird eine Hochzeit vorbereitet. Die kinderlose Gräfin Sibylle de Doris will ihren Besitz in gute Hände geben und hat deshalb beschlossen, ihre Nichte Raymonda mit dem Ritter Jean de Brienne zu verheiraten.

Pas de quatre

Henriette und Clémence, Raymondas Freundinnen, sowie Béranger und Bernard beschäftigen sich amüsiert mit dem Brautkleid.

Auftritt der Gräfin

Die Gräfin tadelt das lustige Treiben der jungen Leute, da doch vor den Toren der Stadt eine Sarazenenarmee steht. Sie ruft die Weiße Dame an, deren Geist dem Schloss seit undenklichen Zeiten beisteht: jedes Mal, wenn Gefahr droht, erscheint sie und beschützt das Haus Doris, doch bestraft sie auch jeden, der Pflicht und Ehre vergisst.

Auftritt des ungarischen Königs, später Raymondas

Der Seneschall meldet die Ankunft des Königs von Ungarn, Mitstreiter von Jean de Brienne. Der König übergibt Raymonda einen Brief, in dem Jean de Brienne seine baldige Ankunft mitteilt, zudem Geschenke ihres Bräutigams, den sie bis jetzt noch nie gesehen hat. Darunter befindet sich ein Wandteppich mit Jean de Briennes Porträt.

Pavane

Alle tanzen. Die Grazie der Damen steht im reizvollen Gegensatz zum Auftreten der Krieger.

Großer Walzer und Variation der Raymonda

Man tanzt in fröhlicher Ausgelassenheit.

Pas de cinq

Raymonda tanzt mit Henriette, Clémence, Béranger und Bernard.

Auftritt von Abderachman

Zur Überraschung aller betritt der Sarazenenfürst das Schloss und legt Raymonda prächtige Juwelen zu Füßen. Dann zieht sich Abderachman zurück, ebenso die Damen und Herren.

Romanesca

In Gedanken versunken, stimmt Raymonda einige Töne auf ihrer Laute an. Ihre Freunde versuchen sie zu zerstreuen.

Duo

Béranger und Bernard

Variation („Der Schleier“)

Raymonda tanzt mit ihrem Brautschleier.

Duo

Béranger und Bernard

Pas de cinq

Henriette, Clémence, Béranger und Bernard gönnen Raymonda Ruhe. Traurig nimmt sie Abschied von ihrer Mädchenzeit und schläft ein.

Erscheinung der Weißen Dame

In ihrem Traum sieht sie sich von der Weißen Dame zum Wandteppich geleitet, aus dem Jean de Brienne heraustritt.

Großes Adagio/Valse fantastique/Variation der Henriette/Variation der Clémence/Variation des Jean de Brienne/Variation der Raymonda/Coda

Liebesduett zwischen Raymonda und Jean de Brienne, umgeben von den Höflingen, von Henriette und Clémence.

Erscheinung des Abderachman

Der Traum wird zum Alptraum, als der Sarazenenfürst eindringt. In der Vision Raymondas wird Abderachman zu Jean de Brienne. Abderachman wiederholt mit Nachdruck seine Annäherungsversuche. Raymonda versucht zu widerstehen. Der Fremde wird zudringlich, fast gewalttätig.

Tagesanbruch

Das junge Mädchen erwacht.

AKT II

Marsch

Abderachman lädt die adelige Gesellschaft zu einem Fest ein, das er zu Ehren Raymondas gibt. Zu diesem Zweck hat er ein großes Zelt errichten lassen.

Pas de six und Variationen

Abderachman huldigt dem jungen Mädchen, das von seinen Freunden, Henriette, Clémence, Béranger und Bernard umgeben ist.

Sarazenen-Tanz/Arabischer Tanz: Variation des Abderachman/Sarazenen- Duo/Spanischer Tanz/Orientalischer Tanz: Variation des Abderachman

Das Fest nimmt seinen Anfang.

Bacchana

Den allgemeinen Taumel ausnützend, versucht Abderachman, Raymonda zu entführen.

Auftritt von Jean de Brienne

Der mutige Ritter erscheint gerade zur rechten Zeit, um seine Braut aus den Armen ihres Entführers zu retten. Jean de Brienne und Abderachman stellen sich zum Kampf. Der König befiehlt, ehrlich zu kämpfen.

Duell

Die zwei Krieger kämpfen zuerst zu Pferde, dann mit den Schwertern Mann gegen Mann.

Hymne

Während die Sarazenen ihren sterbenden Fürsten hinaustragen, feiert Jean de Brienne mit Raymonda und ihren Freunden den Sieg.

Pas de deux

Jean de Brienne und Raymonda sind endlich vereinigt.

AKT III

Festzug

Die Hochzeit von Jean de Brienne und Raymonda wird gefeiert.

Ungarischer Tanz

Grand Pas classique hongrois/Variation der Henriette/Pas de quatre der jungen Männer/Variation der Clémence und zweier Freundinnen/ Variation des Jean de Brienne/Variation der Raymonda/Coda

Galopp

Die Anwesenheit des Königs von Ungarn in diesem Schloss der Provence gibt Anlass zu einem ungarischen Divertissement.

Adagio/Apotheose