John Neumeier

Verklungene Feste | Josephs Legende

Ballett

Mit "Josephs Legende" kehrte 2015 eine klanglich berauschende Ballettmusik an die Wiener Staatsoper zurück. Spätestens seit der für das Wiener Staatsopernballett 1977 von John Neumeier erstellten Fassung, zählt das Werk zum Kreis jener Stücke, die man zwingend mit dem "Wiener Ballett" verbindet. In der Neufassung (2008) richtete Neumeier den Fokus noch stärker auf den Kern und die Botschaft. "Verklungene Feste" komplettieren die Werkfolge zu einem Richard Strauss gewidmeten Ballettabend.

17 Dezember
Sonntag
14:00 - 16:15
1 Pause
Preise C in den Kalender übernehmen

Besetzung | 17.12.2017

Verklungene Feste

Dirigent Gerrit Prießnitz
Choreographie und Inszenierung John Neumeier
Kostüme Albert Kriemler
Umsetzung Bühnenbild Heinrich Tröger von Allwörden
 
Tänzerin 1 Nina Poláková
Tänzer 1 Vladimir Shishov
Tänzerin 2 Liudmila Konovalova
Tänzer 2 Andrey Teterin
Tänzerin 3 Kiyoka Hashimoto
Tänzer 3 Alexandru Tcacenco
Tänzerin 4 Franziska Wallner-Hollinek
Tänzer 4 Mihail Sosnovschi
Tänzerin 5 Nikisha Fogo
Tänzer 5 Dumitru Taran
 

Josephs Legende

Dirigent Gerrit Prießnitz
Choreographie und Inszenierung John Neumeier
Kostüme Albert Kriemler
Umsetzung Bühnenbild Heinrich Tröger von Allwörden
 
Joseph Géraud Wielick
Der Engel Roman Lazik
Potiphars Weib Patricia Friza
Potiphar Eno Peci
 

Inhalt

Verklungene Feste

Zunächst sieht man die Spuren einer Abendgesellschaft, die sich bereits verabschiedet hat. Nur ein Mann sitzt noch gedankenverloren neben einer von gebrauchten Champagnergläsern übersäten Tafel, aus der sich langsam eine Frau herausschält. Man hat ordentlich getrunken und rauschhaft gefeiert, es gilt, den Moment einer aufdämmernden Leere schnellstmöglich zu überwinden. Im Banne der Ernüchterung bilden sich Fluchtpunkte, hinausdrängend aus einer beengt empfundenen Gegenwart ins Reich der Geschichte. Erinnerungen tauchen auf an Schönheit, Jugend und ein glückhaftes Dasein. Doch die Zeit gelebter Dekadenz ist vorbei, „the Party’s over“, vergangen ist die Unbekümmertheit und Ausgelassenheit unbedingter Lebensfreude, die in vielen Begegnungen aufschien und unwiederbringlich verloren ist. Geblieben ist ein Repertoire an Stimmungen und Bewegungen, die das Leben einmal ausmachten. – Mitten im Zweiten Weltkrieg orchestriert Richard Strauss Stiltanze aus dem 18. Jahrhundert, Klavierstücke aus der Feder des französischen Barockkomponisten Francois Couperin, und schafft eine Musik, die sich zwischen den Zeiten bewegt.

Josephs Legende

Joseph träumt von einem Engel. Joseph wird entführt. An Potiphars Hof feiert man ein Fest. Potiphars Weib weigert sich, daran teilzunehmen. Joseph wird hereingetragen und an Potiphar als Sklave verkauft. Joseph tanzt für Potiphar. Von diesem Tanz, durchwirkt von seltsamen Visionen, ist Potiphars Weib zutiefst betroffen. Die Gäste verlassen das Fest. Joseph schläft in der leeren Halle ein. Wieder träumt er von dem Engel. Potiphars Weib fühlt sich zu Joseph hingezogen. Ihre Faszination steigert sich zu äußerster Leidenschaft. Potiphar überrascht sein Weib, als sie versucht, Joseph zu verführen. Fälschlich halt er Joseph für den Verführer und ordnet an, ihn zu foltern. Enttäuscht und seelisch verletzt schlägt Potiphars Weib auf Joseph ein. Plötzlich jedoch, im Augenblick von Josephs größter Not, vollzieht sich in ihr eine Wandlung. Sie stellt sich gegen Potiphar und dessen Wut und schützt Joseph. Der Engel erscheint, nimmt Joseph mit sich fort und führt ihn seiner Berufung zu. Potiphars Weib bleibt einsam zurück.

Nächste Vorstellungen

17 Dezember
Sonntag
19:30 - 21:45
1 Pause
Preise C in den Kalender übernehmen
20 Dezember
Mittwoch
19:30 - 21:45
1 Pause
Tickets kaufen Preise C in den Kalender übernehmen