Gottfried von Einem

Dantons Tod

Oper

Über viele Jahrzehnte belebten nicht weniger als vier Opern sowie fünf Ballette (darunter jeweils zwei Uraufführungen) von Gottfried von Einem den Spielplan der Wiener Staatsoper. Anlässlich des 100. Geburtstags des – wie er sich gerne selbst bezeichnete – „Componisten“ kehrt nun jenes Werk zurück an das Haus am Ring, mit dem ihm 1947 bei den Salzburger Festspielen der große internationale Durchbruch gelungen war: Dantons Tod. Von Einem hatte die Büchnersche Revolutions-Trag.die kongenial für das Musiktheater neu erschaffen und gemäß dem Postulat seines Lehrers Boris Blacher das Musikalische und Theatralische so ineinander verschränkt, dass die Zuhörer die dramatischen Begebenheiten auf musikalischem Wege optimal vermittelt bekommen.

22 Mai 2019
Mittwoch
Keine Pause
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Besetzung | 22.05.2019

Dirigent Michael Boder
Regie und Licht Josef Ernst Köpplinger
Bühnenbild Rainer Sinell
Kostüme Alfred Mayerhofer
Choreographische Mitarbeit Ricarda Regina Ludigkeit
 
George Danton Tomasz Konieczny
Camille Desmoulins Benjamin Bruns
Hérault de Séchelles Michael Laurenz
Robespierre Thomas Ebenstein
Lucile Olga Bezsmertna
 

Inhalt

1. Teil

Robespierre hat die Macht an sich gerissen und lässt unentwegt Gegner hinrichten. Sein einziger Gegner auf Augenhöhe ist Danton – dementsprechend könnte nur er im Konvent gegen den tyrannischen Extremisten vorgehen. Doch dafür scheint Danton die Zeit noch nicht gekommen.

Desungeachtet verhöhnt Danton Robespierre in einem persönlichen Gespräch wegen dessen zur Schau getragenen Tugendhaftigkeit. Umso leichter folgt Robespierre dem Ratschlag des jungen Fanatikers Saint-Just, Danton und seine engsten Verbündeten, Hérault de Séchelles und Camille Desmoulins, festnehmen zu lassen.

Obwohl Danton frühzeitig von der drohenden Verhaftung erfährt, weigert er sich zu fliehen und liefert sich somit indirekt Robespierre aus. 

2. Teil

Danton und seine Freunde sind im Gefängnis. Auf die Hilfe der Massen, die ursprünglich geschlossen hinter Danton gestanden sind, kann er sich nicht mehr wirklich verlassen – die offizielle Meinung beginnt sich bereits, zumindest teilweise, gegen ihn zu wenden.

Vor dem Revolutionstribunal kann sich der von seinen Gegnern gefürchtete Rhetoriker Danton gekonnt verteidigen, sodass er kurzzeitig wieder Oberhand gewinnt. Doch Saint-Just legt gefälschtes Belastungsmaterial gegen die Beschuldigten vor. Danton klagt daraufhin Robespierre, Saint-Just und ganz allgemein die „Raben des Wohlfahrtsausschusses“ des Hochverrats an. Die Zuhörer sind gespalten und die Gefangenen werden mit Gewalt abgeführt.

Vor dem versammelten Volk werden Danton und seine Freunde guillotiniert – die Hinrichtung wird vom der Menge jubelnd gefeiert und mit gebrüllten „Heil!“-Rufen quittiert. 

Desmoulins irrsinnig gewordene Gattin Lucile besiegelt, nach ihrem Lied vom Schnitter Tod, mit den Worten „Es lebe der König“ auch ihr eigenes Schicksal.

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