Rigoletto

Musik Giuseppe Verdi

Besetzung 01.05.2019

Dirigent Giampaolo Bisanti
Regie Pierre Audi
Ausstattung Christof Hetzer
Licht Bernd Purkrabek
Dramaturgie Bettina Auer
Herzog von Mantua Joseph Calleja
Rigoletto Christopher Maltman
Gilda Andrea Carroll
Sparafucile Jongmin Park
Maddalena Nadia Krasteva
Giovanna Margaret Plummer
Il Conte di Monterone Alexandru Moisiuc
Marullo Igor Onishchenko
Borsa Leonardo Navarro
Il Conte di Ceprano Marcus Pelz
La Contessa di Ceprano Lydia Rathkolb
Page Ileana Tonca

Inhalt

»Es gibt kein richtiges Leben im falschen«, lautet einer der bekanntesten Sätze Adornos. Präzise trifft er auf Verdis »Rigoletto« zu: Als Mitläufer des leichtfertigen Herzogs wird der Hofnarr Rigoletto zum Täter und versucht gleichzeitig, seine Tochter Gilda vor der sie umgebenden Welt abzuschirmen. Doch umsonst: Das Lavieren endet in einer Katastrophe, Gilda wird entführt, verführt und opfert schließlich für den haltlosen Herzog ihr Leben. Verdi gelang mit seiner Adaption von Victor Hugos Skandalstück »Der König amüsiert sich«, das nach einmaliger Aufführung in Frankreich ein halbes Jahrhundert verboten war, einer seiner bezwingendsten musiktheatralischen Entwürfe. Besondere Popularität erlangte die Canzone des Herzogs »Oh, wie so trügerisch«, die uns auch außerhalb des Opern-Kontextes und bis in die Niederungen der Fernsehwerbung hinein geläufig ist. Wobei auch dieser Ohrwurm ein besonders eindrucksvolles Beispiel für die Meisterschaft des Musik­dramatikers Verdi liefert: Denn gerade dieser scheinbar heiterste Moment wird durch finsterste Farben grundiert. Im anschließenden berühmten Quartett des vierten Aktes hebt sich der leichtsinnige Flirt des Herzogs mit der verführerischen Maddalena vom Schmerz der betrogenen Gilda und dem Hass ihres Vaters ab. Der US-ameri­kanische Bassbariton Quinn Kelsey wird als Rigoletto in einer seiner Paraderollen sein Staatsopern-Debüt geben, Nina Minasyan singt als Gilda ebenfalls erstmals im Haus am Ring.