Pietro Mascagni , Ruggero Leoncavallo

Cavalleria rusticana / Pagliacci

Oper

23 März 2019

Besetzung | 23.03.2019

Cavalleria rusticana

Dirigent Giacomo Sagripanti
Regie und Ausstattung Jean-Pierre Ponnelle
 
Santuzza Elīna Garanča
Turiddu Yonghoon Lee
Alfio Paolo Rumetz
 

Pagliacci

Dirigent Giacomo Sagripanti
Regie und Ausstattung Jean-Pierre Ponnelle
 
Canio (Pagliaccio) Fabio Sartori
Nedda (Colombina) Marina Rebeka
Tonio (Taddeo) George Petean
 

Inhalt

Cavalleria Rusticana – Pietro Mascagni

Vorgeschichte

Turridu war vor seiner Einberufung zum Militärdienst mit Lola verlobt. Als er wieder heimkehrt, muß er enttäuscht feststellen, dass Lola insziwschen die Frau des wohlhabenden Alfio geworden ist. Turiddu versucht, sich mit Santuzza zu trösten…

Ostermorgen in einem sizilianischen Dorf

Turddiu singt für Lola, zu der er wieder Beziehungen aufgenommen hat, ein Ständchen. Der Frühling erfreut die Dorfbewohner. Santuzza sucht, von innerer Unruhe getrieben, Turiddu bei dessen Mutter Lucia, die am Dorfplatz eine Ausschank betreibt. Alfio, der geschäftlich unterwegs war, kehrt zurück und besingt die Treue seiner Frau. Osterglocken rufen die Dorfbewohner zum Frühgottesdienst.
Santuzza, die sich wegen ihrer Beziehung zu Turiddu sündig fühlt und daher außerhalb der Kirche geblieben ist, ahnt dessen Untreue und vertraut ihre Sorgen Turiddus Mutter an. Er wird zur Rede gestellt und rettet sich in Ausflüchte. Als aber dann Lola vorbeigeht, vergißt er Santuzza und deren Vorwürfe, stößt sie von sich und läuft Lola nach. Santuzza verflucht ihn. Zutiefst gekränkt und in ihrer Ehre verletzt, verrät sie Alfio das ehebrecherische Verhältnis seiner Frau zu Turiddu. Alfios Zorn mündet in einem Racheschwur. Jetzt erst erkennt Santuzza verzweifelt, welch tragische Entwicklung sie eingeleitet hat.

Intermezzo sinfonico

Nach der Kirche lädt Turiddu zum traditionellen Umtrunk ein. Auch Alfio bietet er einen Becher an. Dieser lehnt schroff ab. Turiddu erkennt, dass Alfio über den Ehebruch Bescheid weiss. Es kommt zur Duellaufforderung nach sizilianischem Ritual. In seiner aufkeimenden Todesangst erbittet Turiddu den Segen seiner Mutter und ersucht sie, Santuzza zu schützen. Dann stellt er sich dem Zweikampf am vereinbarten Ort.
Der Ruf « Turiddu wurde ermordet ! » beendet die Tragödie.


Pagliacci - Ruggero Leoncavallo

Prolog

Tonio, ein Komödiant, in der Commedia Taddeo-Darsteller, erläutert anstelle des Dichters als Prologus dem Publikum in programmatischen Umrissen das Stück : Der Autor wolle, auch wenn er sich Masken bediene, diesmal nichts anderes als ein Maler sein, dessen Thema das wahre Leben ist, Doch man solle nicht beim Tanz der Masken verweilen, sondern sich in die Seelen der Menschen versenken.

ERSTER AKT

Die Handlung spielt am Tage Mariä Himmelfahrt (15. August).
1. Szene. – Canios Komödiantrupppe zieht ein, herzlich begrüßt von der Bevölkerung. Ausser Nedda, der Frau des Prinzipals zählen noch Peppe und Tonio zur Theatergruppe. Canio kündigt für heute abend seine Vorstellung an. Als Tonio Nedda vom Wagen helfen will, drängt ihn Canio eifersüchtig weg. Die Komödianten werden zum Umtrunk eingeladen. Jemand meint scherzhaft, Tonio bleibe nur deshalb gerne zurück, um mit Nedda ein Stelldichein zu haben. Canio reagiert heftig : Er spielt zwar in den Komödien tölpelhaft den betrogenen Ehemann, im wirklichen Leben aber würde er Untreue nicht hinnehmen.
Glocken rufen zum abendlichen Kirchgang.

2. Szene. – Nedda ist durch die kaum verhüllte Drohung Canios beunruhigt. Sie fühlt sich durch dessen Eifersucht eingeengt, möchte ihrem unsichtbaren Käfig entfliehen und so frei wie ein Vogel sein...
Tonio hat sie belauscht. Er will Nedda seine Liebe aufzwingen, wird aber höhnisch abgewiesen. Voller Zorn, Rache androhend, macht er sich davon.

3. Szene. – Silvio, ein junger Bauer, in den sich Nedda verliebt hat, taucht auf. Er beschwört sie, Canio zu verlassen und mit ihm noch heute nacht zu fliehen. Nach anfänglichem Zaudern willigt sie ein, ohne zu ahnen, dass Tonio beide belauscht hat und eiligst Canio aus der nahegelegenen Osteria herbeiruft. Als Nedda ihren Liebhaber gerade verabschiedet, stürzt der vor Eifersucht rasende Canio hervor. Es gelingt Silvio, unerkannt zu entkommen. Nun wendet sich Canios Wut gegen Nedda. Er bedroht sie mit seinem Messer und verlangt, dass Nedda den Namen ihres Freundes verrate. Sie aber schweigt. Peppe kann Canio das Messer entreißen und somit das Ärgste verhüten. Auch wird gleich das Publikum erscheinen, um die Vorstellung zu sehen. Nur mühsam beruhigt sich Canio und macht sich für die Aufführung zurecht.

Intermezzo

ZWEITER AKT

1.Szene. – Kurz vor Beginn der Commedia : Tonio schlägt die große Trommel, erwartungsvoll stellen sich die Zuschauer ein, darunter auch Silvio. Nedda, die das Geld einsammelt, warnt ihren Geliebten vor Carnios Eifersucht.

2. Szene. – Das Spiel von Colombina, Arlecchino, Taddeo und Pagliaccio beginnt. Als Nedda in ihrer Colombina-Rolle dem Ständchensänger Arlecchino zum Abschied dieselben Worte zuruft, die sie Silvio nachgerufen hat, verwischen sich für Canio Spiel und Wirklichkeit. Außer sich vor Eifersucht, fordert er auf offener Bühne, den Namen von Neddas Liebhaber zu nennen. Colombina/Nedda versucht, wieder das Theaterstück aufzunehmen, aber Canio gebärdet sich immer bedrohlicher. Auch das Publikum beginnt zu ahnen, dass es hier um mehr als um Theater geht. Als Nedda hartnäckig schweigt, sticht Pagliaccio/Canio auf sie ein und tötet sie. Ihr Hilferuf, an Silvio gerichtet, hat zur Folge, dass sich Canio dem herbeieilenden Burschen zuwendet und auch ihn tödlich trifft. – « La commedia è finita » - Das Spiel ist aus.