Camille Saint-Saëns

Samson et Dalila

Oper

Inhaltlich basiert die Oper Samson et Dalila auf der biblischen Geschichte Samsons aus dem Buch Richter. Saint-Saëns entwarf ein Werk, das aus der biblischen Geschichte nur einen Ausschnitt wählt: die Liebesgeschichte. Damit verschob sich der dramaturgische Schwerpunkt der ursprünglichen Handlung in Richtung eines Beziehungsdramas, an dessen Rändern sich Fragen zu Gesellschaft und Freiheit, Glaube und Berufung gruppieren. Interessiert hat den Komponisten auch hier, wie so oft, der einsame Raum rund um die Protagonisten – ein Thema, das er tief in seinem Herzen trug. Nach rund einem Vierteljahrhundert steht diese französische Meisteroper nun wieder auf dem Spielplan der Wiener Staatsoper.

18 Mai 2018
Freitag
19:00 - 21:45
1 Pause
Preise G in den Kalender übernehmen Werkeinführung 30 Minuten vor der Vorstellung im Gustav Mahler-Saal

Besetzung | 18.05.2018

Dirigent Marco Armiliato
Regie Alexandra Liedtke
Bühnenbild Raimund Orfeo Voigt
Kostüme Su Bühler
Choreographie Lukas Gaudernak
Licht Gerrit Jurda
 
Dalila Elīna Garanča
Samson Roberto Alagna
Oberpriester des Dagon Carlos Álvarez
Abimélech Sorin Coliban
ein alter Hebräer Dan Paul Dumitrescu
Kriegsbote der Philister Leonardo Navarro
erster Philister Jörg Schneider
zweiter Philister Marcus Pelz
 

Inhalt

„Danach verliebte sich Samson in eine Frau im Tal Sorek; sie hieß Dalila. Die Fürsten der Philister kamen zu ihr und sagten: Versuch ihn zu betören und herauszufinden, wodurch er so große Kraft besitzt und wie wir ihn überwältigen können.“ So erzählt die Bibel die Geschichte des übermenschlich starken Samson, der über seine Liebe zu Dalila sowohl seine Kraft als auch seine Verbundenheit zu Gott und seinem Volk einbüßt. Und in seinem Freiheitskampf scheitert. Saint-Saëns erzählt die Handlung gleichzeitig als Konflikt zweier Völker sowie zweier Menschen. Und er entwirft eine zeitlose Geschichte, die zwischen inniger Liebessehnsucht und ekstatischem Bacchanal aufgespannt ist. Mit dem Protagonistenpaar wiederum gelangen ihm Prototypen des Opernrepertoires: Starke Figuren, changierend zwischen Liebe, Verrat und Tod.

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