Carl Maria von Weber

Der Freischütz

Romantische Oper in drei Aufzügen (fünf Bildern)

Oper

Wenige Stücke der Opernliteratur waren in ihrer Rezeptionsgeschichte einem derart intensiven und häufigen Paradigmenwechsel unterworfen wie Webers Freischütz: Galt er beispielsweise den einen als Schöpfer des natürlichen Volkstons, so den anderen gar als „deutschester“ Komponist (Wagner). Sahen diese das Gespenstische als zentrales Handlungselement, wollten jene das Schicksal oder gar die Natur, konkret den Wald, als eigentliche Hauptrolle erkennen (Pfitzner). Später verwies man gerne darauf, wie sehr Weber ganz grundsätzlich in der Nachfolge der französischen Revolutionsoper bzw. hinsichtlich der Verwendung des Volksliedtons in der Nachfolge Haydn und Beethoven stand. Ungeachtet all dieser Überlegungen gehört der Freischütz, diese im umfassenden Sinn „romantische Oper“, zum beliebten Kernbestand des deutschsprachigen Repertoires.

Trailer
14 Juni 2018
Donnerstag
19:00 - 22:00
1 Pause
Preise G in den Kalender übernehmen Werkeinführung 30 Minuten vor der Vorstellung im Gustav Mahler-Saal

Besetzung | 14.06.2018

Dirigent Tomáš Netopil
Regie Christian Räth
Ausstattung Gary McCann
Licht Thomas Hase
Video Nina Dunn
Choreographie Vesna Orlic
 
Agathe Camilla Nylund
Ännchen Daniela Fally
Caspar Alan Held
Max Andreas Schager
Ein Eremit Albert Dohmen
Samiel Hans Peter Kammerer
Ottokar Adrian Eröd
Cuno Clemens Unterreiner
Kilian Gabriel Bermúdez
 

Inhalt

Inhaltsangabe von Carl-Maria von Weber

Ein alter fürstlicher Förster will seinem braven Jägerburschen Max seine Tochter und Dienst geben, und der Fürst ist es zufrieden, nur besteht ein altes Gesetz, dass jeder einen schweren Probeschuss ausführen muss. Ein anderer boshafter liederlicher Jägersbursche, Caspar, hat auch ein Auge auf das Mädel, ist aber dem Teufel halb und halb ergeben. Max, sonst ein trefflicher Schütze, fehlt in der letzten Zeit vor dem Probeschusse alles, ist in Verzweiflung darüber und wird endlich dadurch von Caspar dahin verführt, sogenannte Freikugeln zu gießen, wovon sechs unfehlbar treffen, dafür aber die siebte dem Teufel gehört. Diese soll das arme Mädchen treffen, dadurch Max zur Verzweiflung und Selbstmord geleitet werden. Der Himmel beschließt es aber anders. Beim Probeschuss fällt zwar Agathe, aber auch Caspar, und zwar wirklich als Opfer des Satans, erstere nur aus Schrecken – warum, ist im Stück entwickelt. Das Ganze schließt freudig.


Der junge Komponist Max steht vor der Hochzeit mit Agathe, soll aber noch vor der Heirat seine Oper vollenden, an der er schon seit geraumer Zeit arbeitet. Doch trotz größten Ringens kommt der von Versagensängsten geplagte Max mit dem Werk so gut wie nicht vom Fleck. Visionen und Halluzinationen suchen ihn heim, die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit scheinen zu verschwimmen, sich zu überlappen. Caspars Verführungsversuche, sich endlich auch einmal auf die verborgenen und dunklen kreativen Kräfte seines Ichs einzulassen, und auf diese Weise die Schreibhemmung zu überwinden, fruchten schließlich. Max reißt sich zunächst von der Welt Agathes los, sucht die alptraumhafte Wolfsschlucht auf und öffnet sich, unter Anrufung Samiels, in einer Art schöpferischen Ekstase seinem dunklen Kreativpotenzial, aus dem er nun begierig schöpft. Agathe wird ihrerseits von Zweifeln hinsichtlich einer gemeinsamen Zukunft mit Max geplagt. Mit dem Ännchen durchlebt sie gemeinsam Hoffnungen, Sehnsüchte aber auch Angstvisionen. Doch als der von allen bedrängte Max, den letzten Schritt wagt und die siebente in der Wolfsschlucht gewonnene Inspiration ausspielt, bleibt sie wie durch ein Wunder unversehrt. Max gesteht schlussendlich, vor dem gesamten Publikum, sein Verweilen in der Wolfsschlucht, aber die daraufhin von Ottokar verhängte Strafe wird vom übermächtig scheinenden Eremiten in ein Probejahr abgemildert, in dem Max die Komposition seiner Oper fortzusetzen hat. Damit ist Max abermals aufgespannt zwischen den in ihm wirkenden hellen und dunklen Kräften…

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19:00 - 22:00
1 Pause
Preise A in den Kalender übernehmen Werkeinführung 30 Minuten vor der Vorstellung im Gustav Mahler-Saal