Umberto Giordano

Andrea Chénier

Oper

Umberto Giordanos Oper Andrea Chénier spielt zur Zeit der französischen Revolution: Erzählt wird eine Dreiecksgeschichte, die sich zwischen dem Dichter Chénier, der Adeligen Maddalena und dem Revolutionsanhänger Carlo abspielt. Giordanos Oper – sie endet mit der Hinrichtung des Liebespaares Maddalena und Chénier – verweist zwar auf eine historische Person (André Chénier), ist aber zu großen Teilen erfunden. Das Werk kam 1896 an der Mailänder Scala zur Uraufführung – und wurde noch am Premierenabend zum Triumph. Unmittelbar darauf setzte ein Andrea Chénier-Fieber ein, das die halbe Welt befiel. Bis heute ist das Meisterwerk Giordanos ein unverzichtbarer Teil des internationalen Opernrepertoires.

23 April 2018
Montag
19:00 - 22:00
2 Pausen
Preise G in den Kalender übernehmen

Besetzung | 23.04.2018

Dirigent Marco Armiliato
Regie Otto Schenk
Bühne Rolf Glittenberg
Kostüme Milena Canonero
 
Andrea Chénier Jonas Kaufmann
Carlo Gérard Roberto Frontali
Maddalena di Coigny Anja Harteros
Bersi Ilseyar Khayrullova
Gräfin di Coigny Donna Ellen
Madelon Zoryana Kushpler
Roucher Boaz Daniel
Pietro Fléville Manuel Walser
Fouquier Tinville Alexandru Moisiuc
Mathieu Wolfgang Bankl
Abbé Benedikt Kobel
Incroyable Carlos Osuna
Haushofmeister Marcus Pelz
Dumas Dan Paul Dumitrescu
Schmidt Ayk Martirossian
 

Inhalt

Dem jungen Dichter Andrea Chénier gelingt es, durch seinen ehrlichen Einsatz für Freiheit und Humanität, sich in jedem politischen System verdächtig zu machen: Bei einem Fest am Vorabend der Revolution im Schloss der Gräfin von Coigny entsetzt er alle Anwesenden durch seinen Lobpreis auf die Ideale der Freiheit. Nur Madeleine, die Tochter der Gräfin und der in sie hoffnungslos verliebte Gérard teilen seine Einstellung. In der nachfolgenden Schreckensherrschaft Robespierres wird Chénier hingegen konterrevolutionärer Umtriebe verdächtigt. Er muss sich ebenso verbergen wie die adelige Madeleine. Über Bersi, der ehemaligen Kammerzofe der Gräfin, gelingt es ihm, Kontakt zu ihr aufzunehmen. Beide schwören einander ewige Liebe. Aber auch Gérard, der inzwischen Deputierter der Kammer geworden ist, lässt Madeleine, die er ebenfalls noch liebt, suchen. Gerade in dem Moment, als sich Chénier und Madeleine zu einer gemeinsamen Flucht entschließen, trifft er auf die beiden. Von seiner Liebe zu Madeleine und seinen früheren Sympathien für Chénier getrieben, verhilft er ihm aber zur Flucht. Trotzdem wird Chénier wenig später verhaftet. Als daraufhin Madeleine bei Gérard auftaucht und diesem als Preis für die Errettung Chéniers sogar ihren Körper anbietet, entschließt sich Gérard, der erkennt, dass die Revolution die propagierten Ideale verraten hat, bei Robespierre vorstellig zu werden, um Chénier zu retten. Leider misslingt dieser Versuch. Madeleine, die mit ihrem Geliebten gemeinsam sterben möchte, erreicht beim Schließer des Gefängnisses, gegen eine ebenfalls zum Tod verurteilte Gefangene ausgetauscht zu werden. So gehen Chénier und Madeleine ihren letzten Weg zur Guillotine gemeinsam - in der Hoffnung, im neuen Leben für immer vereint zu sein.