Sergej Prokofjew

Der Spieler

Oper

Basierend auf Dostojewskis autobiografisch getöntem Roman "Der Spieler" schrieb Sergej Prokofjew – inmitten des Ersten Weltkriegs – wie im Rausch an seiner frühen, gleichnamigen Oper: An einem fiktiven Ort namens Roulettenburg tummeln sich ins Trudeln geratene Figuren, die allesamt nach Geld, Glücksspiel und Zuneigung gieren. Unter ihnen ein ehemaliger General, der auf eine beträchtliche Erbschaft wartet, um seine Schulden zu tilgen. Seine Stieftochter Polina wird von den Männern umschwärmt - unter anderem von Alexej, dem Hauslehrer. Doch alle Pläne und Hoffnungen zerplatzen, zurück bleibt eine verlorene, desillusionierte Gesellschaft...

Trailer
17 Oktober
Dienstag
19:30 - 22:00
1 Pause
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Besetzung | 17.10.2017

Dirigentin Simone Young
Regie Karoline Gruber
Bühnenbild Roy Spahn
Kostüme Mechthild Seipel
Licht Ulrich Schneider
Choreographie Stella Zannou
Dramaturgie Alexander Meier-Dörzenbach
 
General a.D. Dmitry Ulyanov
Polina Elena Guseva
Alexej Misha Didyk
Babulenka Linda Watson
Marquis Thomas Ebenstein
Blanche Elena Maximova
Mr. Astley Morten Frank Larsen
Fürst Nilsky Pavel Kolgatin
Baron Wurmerhelm Marcus Pelz
Potapitsch Clemens Unterreiner
Casino-Direktor Alexandru Moisiuc
erster Croupier Vladimir Potansky
zweiter Croupier Raoni Hübner de Barros
dicker Engländer Slavis Besedin
großer Engländer Christian Pursell
bunte Dame Regine Hangler
blasse Dame Ileana Tonca
Dame comme ci comme ça Alexandra Yangel
verehrungswürdige Dame Sabine Kogler
verdächtige Alte Viktoria Schwindsackl
hitziger Spieler Leonardo Navarro
krankhafter Spieler Santiago Sánchez
buckliger Spieler Wolfram Igor Derntl
erfolgloser Spieler Manuel Walser
alter Spieler Marcus Pelz
1. Spieler Alejandro Pizarro-Enriquez
2. Spieler Wataru Sano
3. Spieler Martin Müller
4. Spieler Konrad Huber
5. Spieler Dominik Rieger
6. Spieler Franz Gruber
 

Inhalt

1. Akt
Alexej – Hauslehrer des Generals – hat das Geld verspielt, das ihm Polina – sein Schwarm und Stieftochter des Generals – gegeben hatte. Der General hofft auf den Tod der Babulenka, da er mit der Erbschaft seine Schulden beim Marquis begleichen und Blanche heiraten könnte. Mr. Astley beobachtet das Geschehen. Alexej ist zwar irritiert von Polinas mysteriöser Vorgeschichte mit dem Marquis, doch gesteht er, ihr verfallen zu sein. Der Marquis leiht dem General abermals Geld zu wucherhaften Konditionen. Polina spielt mit Gefühlen, bezweifelt Alexejs Ergebenheit und befiehlt ihm, Baron und Baronin Wurmerhelm zu bleidigen; dieses tut Alexej umgehend.

2. Akt
Aufgrund der Beleidigung verliert Alexej seine Anstellung beim General, der sich bereits bei den Wurmerhelms entschuldigt hat. Diese Bevormundung empört Alexej und er will den Baron zum Duell herausfordern, doch weiß Mr. Astley ihn aufzuklären: Blanche hatte zwei Jahre zuvor bereits mit Baron Wurmerhelm angebandelt und einen Skandal verursacht und hofft nun, nicht wiedererkannt zu werden und will daher jegliches Aufsehen vermeiden. Der Marquis versucht zu intervenieren und überreicht Alexej einen kränkenden Brief von Polina, der ihn von seinem Vorhaben abbringt. Marquis und Blanche wiegen sich in Sicherheit. Gänzlich unerwartet erscheint die vermeintlich sterbenskranke Babulenka und verkündet resolut, ihr Vermögen lieber selbst verspielen zu wollen als es zu vererben. Alexej möge ihr dabei helfen. 

3. Akt
Im Beisein Alexejs verliert Babulenka beim Spiel ihr Barvermögen und vernichtet damit die Hoffnungen des Generals. Dieser und der Marquis wenden sich verzweifelnd an Alexej und bitten ihn, die Babulenka vom Spiel abzuhalten. Blanche hingegen lässt sich schon mit dem reichen Fürsten Nilsky ein. Alexej erfährt, dass der Marquis auch Polina in der Hand hat und bietet ihr seine Unterstützung an. Nach großen Verlusten will Babulenka abreisen und lädt Polina ein mitzukommen. Doch diese will erst ihre Angelegenheiten ordnen. Der General scheitert mit seinem letzten Versuch, an das Geld von der Babulenka zu gelangen. 

4. Akt
Polina flüchtet sich nach der Abreise der Babulenka zu Alexej. Der Marquis verfügt den Verkauf des vom General verpfändeten Besitzes und erlässt Polina demütigend die Schulden. Alexej will ihr helfen und beschließt, im Spiel das Geld zu gerieren. Tatsächlich gewinnt er ein Vermögen, in dem er immer wieder auf Rot setzt und schenkt Polina die Summe, die sie dem Marquis schuldet. Polina meint gekauft zu werden und wirft ihm das Geld ins Gesicht und verlässt ihn. Alexej bleibt zurück: „Zwanzigmal kam Rot, immer nur Rot!“

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Freitag
19:30 - 22:00
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