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Il ritorno d'Ulisse in patria

am 02. April 2023
Sie befinden sich auf der Detailseite der Vorstellung vom 02. April 2023.
Musik Claudio Monteverdi Text Giacomo Badoaro
→ Oper in einem Prolog und drei Akten

Premiere

Besetzung 02.04.2023

Musikalische Leitung Pablo Heras-Casado
Inszenierung Jossi Wieler Sergio Morabito
Bühne & Kostüme Anna Viebrock
Ko-Bühnenbildner Torsten Köpf
Licht Reinhard Traub
Video Tobias Dusche
Ulisse Georg Nigl
Penelope Kate Lindsey
Telemaco Josh Lovell
Minerva Isabel Signoret
Eurimaco / Anfinomo Hiroshi Amako
Nettuno / Antinoo / Il Tempo Andrea Mastroni
Eumete Robert Bartneck
Iro / L'umana fragilità 2 Jörg Schneider
Ericlea / L'umana fragilità 1 Helene Schneiderman
Melanto / L'umana fragilità 3 Daria Sushkova
Pisandro / L'umana fragilità 4 Katleho Mokhoabane
Giunone Anna Bondarenko
Giove Daniel Jenz
Amore Alma Neuhaus
Fortuna Miriam Kutrowatz

Inhalt

Kurzinhalt: Ausgehend von Homers Epos Die Odyssee setzt die Oper ab dem Moment ein, in dem Odysseus (ital. Ulisse) aus dem trojanischen Krieg nach Hause zurückkehrt. Er wird schlafend auf seiner Heimatinsel Ithaka abgesetzt und verkleidet sich als Bettler, um unerkannt zu bleiben. Der Sauhirte Eumete nimmt ihn auf und Odysseus gibt sich zunächst nur seinem Sohn Telemaco zu erkennen. Seine Frau Penelope ist seit 20 Jahren hin- und hergerissen zwischen der Hoffnung auf Odysseus Rückkehr und der Umwerbung von Freiern, die sie zu einer Heirat drängen. 



Digitales Programheft (2,50€)


HANLDUNG 

Prolog

Die menschliche Zerbrechlichkeit ist der Zeit, dem Zufall und der Liebe ausgesetzt.


1. Teil

In Ithaka wartet Penelope seit zwanzig Jahren auf die Rückkehr ihres Mannes Ulisse, der nach dem Trojanischen Krieg verschollen ist. Ericlea, Ulisses alte Amme, glaubt fest an seine Rückkehr.
Die Magd Melanto hat sich in Eurimaco, einen der Freier Penelopes, verliebt. Eurimaco verlangt von ihr, Penelopes »diamantenes Herz« wieder für die Liebe zu öffnen.
Gegen Neptuns Verbot haben die Phäaken seinen Todfeind Ulisse nach Ithaka gebracht. Neptun prangert die menschliche Freiheit an, die Götter- und Schicksals- glaube eine Absage erteilt. Jupiter gestattet Neptun, sich an den Phäaken zu rächen.
Ulisse erwacht in Ithaka, ohne seine Heimat wiederzuerkennen. Er flucht dem Schlaf, sich selbst und den vermeintlich treulosen Phäaken.
Die Göttin Minerva erscheint. Um nach dem Sturz Trojas ihr Rachewerk zu vollenden, will sie Ulisse wieder als Herrscher von Ithaka einsetzen. Sie weiht ihn in ihren Plan ein.
Melanto malt Penelope die Freuden der Liebe aus.
Eumete wirft Iro, der die Zeche nicht bezahlen kann, aus seiner Taverne. Der gealterte Ulisse kehrt in die Taverne ein. Er wird von Eumete nicht erkannt.
Minerva entführt Ulisses und Penelopes Sohn Telemaco von Sparta nach Ithaka und konfrontiert ihn mit seinem Vater, den er nie kennenlernen konnte.
Die drei Freier Antinoo, Eurimaco und Pisandro bedrängen Penelope.
Eumete berichtet von der Ankunft Telemacos und der möglicherweise bevorstehenden Rückkehr Ulisses. Die Freier beschließen, eine neue Eheschließung Penelopes mit großzügigen Geschenken voranzutreiben.
Minerva entwirft den Schlachtplan zur Abrechnung Ulisses mit den Freiern.

2. Teil

Telemaco peinigt seine Mutter mit einer Liebeserklärung an die schöne Helena, die am Trojanischen Krieg Mitschuld trägt.
In Eumetes Taverne kommt es zu einem Kräftemessen zwischen dem unerkannten Ulisse und Iro.
Die Freier präsentieren ihre Geschenke für Penelope. Penelope revanchiert sich mit der Aufforderung zu einer Bogenprobe: Wer Ulisses Bogen zu spannen vermag, soll sein Reich und seine Frau erhalten.
Die drei Freier scheitern. Ulisse spannt mit Hilfe der Götter den Bogen und ermordet mit ihm die drei Freier. Iro bringt sich selbst um.
Penelope weigert sich, in dem Mörder ihren Mann wiederzuerkennen.
Minerva, Juno und Jupiter bewegen Neptun, seiner Rache an Ulisse zu entsagen. Sie demonstrieren dadurch den Sterblichen, dass erzürnte Götter durch Gebete zu besänftigen sind.
Penelope spürt in dem ihr Fremden einen Funken jenes Ulisse glühen, der sie vor zwanzig Jahren verließ, um in den Krieg zu ziehen.

HINTERGRUNDINFORMATIONEN

Mit Il ritorno d’Ulisse in patria vollendet die Wiener Staatsoper ihren in den vergangenen beiden Spielzeiten mit L’incoronazione di Poppea und La favola di Orfeo eröffneten Monteverdi-Zyklus. Die Beziehung des Ritorno zu Wien ist eine besonders enge, da die einzige überlieferte handschriftliche Partitur von Kopistenhand erst in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts in den Beständen der ehemaligen Schlafkammerbibliothek Leopold I. identifiziert wurde; seit der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts gilt Monteverdis Autorschaft als zweifelsfrei anerkannt. Nicht eruieren ließ sich, ob die Partiturkopie von den Habsburgern ausdrücklich in Auftrag gegeben oder in Italien erworben wurde. Auch gibt es keinen Hinweis darauf, dass diese Partitur im Zusammenhang einer Aufführung benutzt worden ist.

Das zugrundeliegende Konzept des »recitar cantando«, also der »gesungenen Rezitation« implizierte den hohen literarischen Anspruch, der an die Libretto-Dichtungen gestellt wurde.