L'Incoronazione di Poppea

Musik Claudio Monteverdi Text Gian Francesco Busenello
→ Dramma musicale in einem Prolog & drei Akten

06. Oktober 2021
Mittwoch
19.00 - 22.15
1 Pause
09. Oktober 2021
Samstag
19.00 - 22.15
1 Pause
11. Oktober 2021
Montag
19.00 - 22.15
1 Pause
13. Oktober 2021
Mittwoch
19.00 - 22.15
1 Pause

Besetzung 08.06.2021

Musikalische Leitung Pablo Heras-Casado
Inszenierung & Bühne Jan Lauwers
Kostüme Lemm& Barkey
Licht Ken Hioco
Choreographie Jan Lauwers Paul Blackman
Dramaturgie Elke Janssens
Nerone Kate Lindsey
Poppea Slávka Zámečníková
Ottone, früherer Gatte Poppeas Xavier Sabata
Ottavia, Neros Gemahlin Szilvia Vörös
Seneca Willard White
Virtù / Drusilla Vera-Lotte Boecker
Solotänzerin Sarah Lutz
Solotänzer Camilo Mejía Cortés
Nutrice / Famigliare I Daniel Jenz
Arnalta Thomas Ebenstein
Amore / Valletto Isabel Signoret
Fortuna / Damigella / Amorino I Johanna Wallroth
Pallade / Venere Aurora Marthens
Lucano / Soldato I / Famigliare II Josh Lovell
Liberto / Soldato II / Console Hiroshi Amako
Littore / Tribuno / Famigliare III Erik Van Heyningen
Amorino II Katarina Porubanova
Orchester Concentus Musicus Wien
In Zusammenarbeit mit Needcompany

Inhalt

Prolog

Fortuna und Virtù, die Göttinnen des Glücks und der Tugend, zanken sich, wer von ihnen die mächtigere ist. Amor, der Gott der Liebe, tritt dazwischen und beansprucht für sich den obersten Rang.


1. Akt
Ottone treibt die Sehnsucht zu Poppea. Als er vor ihrem Haus zwei schlafende Soldaten antrifft, wird ihm klar, dass seine Geliebte schon Besuch hat: Kaiser Nerone ist bei ihr. Die Soldaten erwachen und beschweren sich über Nerones Affären und seinen fahrlässigen Umgang mit der Macht.Nerone verabschiedet sich von Poppea. Ehe er nicht Kaiserin Ottavia verstoßen hat, muss ihre Beziehung geheim bleiben. Poppea will von Arnaltas Warnungen, dass die Welt der Mächtigen gefährlich sei, nichts wissen. Kaiserin Ottavia weiß über Nerones Ehebruch Bescheid. Als ihre Amme ihr rät, sich auch einen Liebhaber zu nehmen, reagiert Ottavia gereizt: Sie durchschaut die Gesetze der von Männern beherrschten Welt und will Nerone auf keinen Fall einen Vorwand für ihre Verstoßung liefern. Auch der Staatsphilosoph Seneca weiß ihr keinen Rat, wofür ihn ein Page als verlogenen Intellektuellen und eitlen Selbstdarsteller anprangert. Pallas Athene, die Göttin der Weisheit, verkündet Seneca seinen baldigen Tod.

Nerone teilt Seneca mit, dass er Ottavia verstoßen möchte, um Poppea zur Kaiserin zu machen. Seneca appelliert an Nerones staatsmännische Vernunft. Poppea und Nerone lieben sich. Poppea, die weiß, dass Senecas Einfluss ihr den Weg zum Thron versperrt, berichtet Nerone, dieser brüste sich damit, der eigentliche Herrscher zu sein. Nerone stellt seine Potenz unter Beweis, indem er Seneca den Befehl zum Selbstmord überbringen lässt. Ottone macht Poppea Vorwürfe, doch sie gibt nicht nach: Sie gehört Nerone. Drusilla hält Ottone immer noch die Treue. Doch seine Liebesbezeugungen für die ehemalige Geliebte sind nur Lippenbekenntnisse: Sein Herz schlägt für Poppea.


2. Akt

Seneca nimmt das Todesurteil gelassen entgegen und teilt seinen Freuden mit, dass er durch seinen Selbstmord seine verlorene Würde zurückgewinnen werde. Der Page und eine Zofe turteln miteinander. Nerone feiert Senecas Tod und besingt mit dem Hofpoeten Lucano seine Liebe zu Poppea. Ottone erschrickt vor seinen eigenen Mordgedanken Poppea gegenüber. Ottavia erteilt Ottone den Befehl, Poppea umzubringen und rät ihm, sich als Frau zu verkleiden. Als Ottone zögert, droht sie, ihn bei Nerone wegen versuchter Vergewaltigung anzuzeigen. Drusilla, die Amme und der Page sinnieren über die Liebe, die Jugend und das Alter.

Ottone sucht Hilfe bei Drusilla, die für ihre Liebe alles tut: Sie gibt Ottone ihren Schleier, unter dessen Deckung er sich Poppea nähern soll. Poppea bittet Amor, sie zur Kaiserin zu machen. Von Arnaltas Warnungen will sie nichts hören, müde lässt sie sich in den Schlaf singen. Amor spottet über den Menschen, der nicht in der Lage ist, sein Ziel unbeirrt zu verfolgen. Er beschließt, Poppea zu beschützen, um seinen eigenen Sieg zu sichern. Ottone nähert sich Poppea, doch Amor vereitelt den Mordversuch: Poppea erwacht und glaubt, Drusilla wolle sie umbringen. Arnaltas Hilferufe lassen Ottone fliehen. Amor triumphiert: Er hat Poppea gerettet, nun will er sie zur Kaiserin machen.

3. Akt

Drusilla wartet auf Ottones Rückkehr. Doch statt seiner erscheint Arnalta mit dem Liktor, der sie wegen des Mordversuchs an Poppea festnimmt. Im Verhör beteuert Drusilla ihre Unschuld. Als ihr Nerone mit Folter droht, nimmt sie, um Ottone nicht zu gefährden, das Verbrechen auf sich und wird zum Tode verurteilt. Ottone stellt sich und er.ffnet, dass Ottavia ihn zu dem Mordanschlag gezwungen hat. Nerone verbannt Ottone ins Exil, während er Drusilla zum Muster weiblicher Treue erklärt. Der Verbannung Ottavias steht nun nichts mehr im Wege. Poppea und Nerone können ihre Hochzeit kaum erwarten. Arnalta sieht ihrem Aufstieg zur Vertrauten der neuen Kaiserin mit gemischten Gefühlen entgegen. Ottavia nimmt Abschied von ihrer Heimat. Poppea wird zur Kaiserin gekrönt. Amor erklärt sich zum Sieger. Nerone und Poppea besingen ihre Liebe.


Ein Besuch der Vorstellung wird ab 12 Jahren empfohlen.

Koproduktionspartner

Eine Koproduktion mit den Salzburger Festspielen.