Die Zauberflöte für Kinder


Jedes Jahr in den Stunden nach dem Opernball durchlebt das Haus am Ring eine wundersame Verwandlung. Wo eben noch Tanzmusik zu hören war, erklingt plötzlich tausendfaches Kinderlachen, man sieht junge, neugierige Augen, verzauberte Gesichter. Der Ballsaal ist nun eine Theaterbühne, und hier wird Mozarts Zauberflöte in einer kindgerechten Fassung gespielt. Tamino und Pamina, die Königin der Nacht und Sarastro, Papageno als Erzähler, eine bunte Schar von Tieren und viele andere Figuren bevölkern eine Stunde lang die Bühne, man hört Ensemblemitglieder und die Wiener Philharmoniker.

Viele der insgesamt 7.000 Kinder, die die beiden Vorstellungen erleben, sind zum ersten Mal in der Wiener Staatsoper, vielleicht überhaupt zum ersten Mal in einem Theater. Doch wenn man die jungen Besucherinnen und Besucher, die überall im Zuschauerraum sitzen, beobachtet, sieht man, wie unmittelbar und schwellenfrei Oper wirkt – kraft der Musik, der Emotionen, der Darstellerinnen und Darsteller. Kein Wunder also, dass nicht wenige der mehr als 120.000 Kinder, die bisher diese Zauberflöte an der Staatsoper erlebten, sich so sehr von der einzigartigen Energie einer live gespielten Musiktheater-Aufführung inspirieren lie.en, dass sie uns noch Jahre später von diesem »Erlebnis Staatsoper« erzählten!