Zum Tod von KS Nicolai Gedda

Die Wiener Staatsoper trauert um den Jahrhundert-Tenor und österreichischen Kammersänger Nicolai Gedda, der – wie jetzt erst bekannt wurde – bereits am 8. Jänner 2017 im Alter von 91 Jahren verstorben ist.

Der aus Schweden stammende Nicolai Gedda gehörte zu den größten Sängerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Er trat an den wichtigsten Opernhäusern der Welt auf und war einer der gefragtesten Interpreten auf den internationalen Konzertpodien – sein musikalisches Wirken ist auf zahlreichen Tonträgern ausführlich dokumentiert.

Sein Debüt mit der Wiener Staatsoper gab er am 30. Mai 1962 als Tamino in der Zauberflöte anlässlich der Festvorstellung zur Eröffnung des Theaters an der Wien in ebendiesem Theater unter der Leitung von Herbert von Karajan. In weiterer Folge sang er an der Wiener Staatsoper den Sänger im Rosenkavalier, Don Ottavio (Don Giovanni), Herzog von Mantua (Rigoletto), Faust, Rodolfo (La Bohème), Cavaradossi (Tosca), Gustaf III. (Un ballo in maschera), Alfredo (u. a. in der Premiere von La traviata 1971).

Insgesamt gestaltete Nicolai Gedda 9 verschiedene Partien in 37 Vorstellungen.

Am 30. Jänner 1989 wurde ihm der österreichische Berufstitel „Kammersänger“ verliehen.

Am 2. Juli 2001 gab er einen Liederabend mit Werken berühmter Opernkomponisten – sein letzter Auftritt im Haus am Ring.