Claude Debussy

Pelléas et Mélisande

Oper

Der vereinsamte Golaud trifft auf eine fremde, geheimnisvolle Frau: Mélisande. Nach einigem Zögern begleitet sie ihn, später heiraten die beiden. Im heimatlichen, düsteren Schloss Allemonde angekommen, trifft Mélisande Golauds jüngeren Halbbruder Pelléas. Sie werden – trotz der Nachstellungen Golauds  – ein Liebespaar.  Voller Eifersucht tötet Golaud seinen Halbbruder und verletzt seine schwangere Frau …

15 Oktober
Sonntag
18:30 - 21:45
1 Pause
Preise A in den Kalender übernehmen

Besetzung | 15.10.2017

Dirigent Daniel Harding
Regie, Bühne und Licht Marco Arturo Marelli
Kostüme Dagmar Niefind
 
Arkel Peter Rose
Geneviève Janina Baechle
Pelléas Bernard Richter
Golaud Simon Keenlyside
Mélisande Christiane Karg
Der kleine Yniold Maria Nazarova
Arzt Marcus Pelz
 

Inhalt

1. Akt

1. Szene: Golaud hat sich verirrt. Am Wasser trifft er auf eine fremde Frau. Die zutiefst Verstörte verweigert zunächst jede Hilfe und gibt nur zögernd ihren Namen preis: Mélisande. Eine Krone im Wasser erinnert an ihre Vergangenheit. Golaud will sie herausholen, doch Mélisande droht, sich umzubringen. Als Golaud ihr dann gesteht, auch er fühle sich verloren, willigt sie ein, ihn zu begleiten.

2. Szene: Sechs Monate später in Allemonde. Pelléas hat von seinem Halbbruder Golaud einen Brief erhalten, in welchem er mitteilt, dass er Mélisande geheiratet hat. Falls die Familie dies nicht akzeptieren wolle, werde er nicht mehr nach Allemonde zurück kehren. Golaud befürchtet, dass sein Großvater, der greise Arkel dieser Ehe nicht zustimmt, da er für seinen Enkel andere Heiratspläne verfolgt. Geneviève, die Mutter von Pelléas und Golaud, liest nun diesen Brief dem halbblinden Patriarchen vor. Nur zögernd willigt dieser ein. Pelléas möchte Allemonde verlassen, um dem Hilferuf seines im Sterben liegenden Freundes zu folgen. Da auch der Vater von Pelléas erkrank ist, untersagt ihm Arkel diese Reise.

3. Szene: Mélisande ist mit Golaud in Allemonde angekommen. Sie beklagt die bedrückende Dunkelheit. Geneviève sagt ihr, dass auch sie sich damit hatte abfinden müssen. Zusammen suchen sie die Helligkeit des Meeres. Pelléas gesellt sich zu ihnen und mit ihm glaubt Mélisande jenes Schiff zu sehen, welches sie hergebracht hat. Es sticht trotz des aufkommenden Sturms wieder in See. Pelléas spricht von seiner möglichen Abreise.

2. Akt

1. Szene: Pelléas führt Mélisande zu einer Quelle, die einstmals Wunderkräfte besaß und fragt sie nach ihrer Beziehung zu Golaud aus. Mélisande weicht seinen Fragen mit einem Spiel aus. Dabei fällt ihr Ehering ins tiefe Wasser. Mélisande ist über den Verlust beunruhigt, doch Pelléas rät ihr, Golaud die Wahrheit zu sagen.

2. Szene: Zur selben Stunde hat Golaud einen Unfall erlitten. Mélisande pflegt ihn und offenbart ihm, wie unglücklich sie in Allemonde sei. Golaud hält ihr Unwohlsein für eine Begleiterscheinung ihrer Schwangerschaft. Als er tröstend ihre Hände nimmt, entdeckt er das Fehlen des Ringes. Mélisande lügt ihm vor, sie habe den Ring in einer Grotte, beim Muschelsuchen für den kleinen Yniold, Golauds Sohn aus erster Ehe, verloren. Golaud zwingt sie, den Ring noch in dieser Nacht zu suchen, Pelléas soll sie begleiten. 3. Szene: Pelléas führt Mélisande in eine Grotte, damit sie später Golaud die Suche nach dem Ring beschreiben könne. Als die Beiden dort auf alte Bedürftige, Opfer einer Hungersnot treffen, drängt Mélisande zur Umkehr.

3. Akt

1. Szene: Mélisande träumt mit einem Lied vor sich hin. Pelléas kommt, um von ihr Abschied zu nehmen. Mélisande bittet ihn, noch nicht abzureisen. Pelléas beginnt ein zunächst unschuldiges Spiel mit ihren Haaren, Mélisande lässt ihn gewähren. Als sich Pelléas leidenschaftlich in ihren Haaren verfängt, überrascht Golaud die beiden und tadelt sie wegen den "Kindereien".

2. Szene: Golaud führt Pelléas zu den Zisternen des Todes. Erschauernd flieht Pelléas die unheimliche Stätte.

3. und 4. Szene: Der Dunkelheit entronnen begegnet Pelléas erneut Mélisande. Golaud warnt ihn nochmals, er möge Mélisande künftig meiden. Von Eifersucht getrieben, versucht Golaud seinen kleinen Sohn Yniold über die Beziehung von Pelléas und Mélisande zu verhören. Er will den Knaben zwingen, Mélisande und Pelléas zu bespitzeln.

4. Akt

1. und 2. Szene: Pelléas berichtet Mélisande, dass sein Vater endlich wieder gesund sei. Dieser habe ihn beschworen, sofort abzureisen. Beide verabreden sich zu einem letzten Treffen. Arkel ist glücklich über die Genesung von Pelléas' Vater und hofft, dass nun für die hochschwangere Mélisande wie auch für die ganze Familie eine glücklichere Zeit anbrechen wird. Neidisch demütigt Golaud Mélisande und misshandelt sie, bis Arkel versucht, ihn zur Vernunft zu bringen.

3. und 4. Szene: Yniold sucht nachts nach seinem Spielzeug. Er wird gewahr, dass die Schafe gestorben sind. Pelléas und Mélisande gestehen sich ihre Liebe. Als die Tore geschlossen werden, sind sie bereit zur gemeinsamen Flucht. Golaud vereitelt dies, indem er Pelléas tötet und Mélisande verletzt.

5. Akt: Mélisande ist durch die vorzeitige Geburt ihres Kindes, einer Tochter, geschwächt. Golaud unternimmt einen letzten Versuch, von ihr die Wahrheit zu erfahren. Vergeblich.

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