 | Home > Die Wiener Staatsoper > Künstlerische Leitung |
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Ioan Holender
Direktor der Wiener Staatsoper |
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wurde am 18. Juli 1935 in Timisoara (Rumänien) geboren. Nach der Matura studierte er Maschinenbau mit der Fachrichtung Dampfmaschinen an der Technischen Hochschule in seiner Heimatstadt. Mit 22 Jahren wurde er im dritten Studienjahrgang nach der 1. Staatsprüfung wegen seiner Teilnahme an den Studentenbewegungen aus politischen Gründen von allen Hochschulen des Landes exmatrikuliert. Dann arbeitete er als Tennistrainer und begann mit einem Gesangsstudium.
Seit Anfang 1959 lebt er in Österreich, studierte Gesang am Konservatorium der Stadt Wien und schloss 1962 mit der Reifeprüfung ab. Von 1962-1966 war er als Opernbariton und Konzertsänger tätig, u. a. zwei Spielzeiten am Stadttheater in Klagenfurt.
1966 trat Holender als Mitarbeiter in die Theateragentur Starka ein, die er nach einigen Jahren übernahm und als Opernagentur Holender zu einer der bedeutendsten Sänger-Agenturen machte.
Im Jahr 1988 wurde er auf Wunsch Eberhard Waechters als Generalsekretär an die Wiener Staatsoper und Volksoper Wien berufen und ab 1. April 1992 nach dem unerwarteten Tod Eberhard Waechters zum Direktor beider Häuser bestellt. Bei der ersten Verlängerung seines Staatsopernvertrages bat er um Entbindung aus seiner Tätigkeit als Volksoperndirektor (1996) und wurde dann bis 31. August 2002 und im Zuge der Ausgliederung bis 31. August 2005 bestellt. Aufgrund der weltweit anerkannten erfolgreichen Entwicklung der Wiener Staatsoper verlängerte die Bundesregierung seinen Vertrag dann nochmals bis zum 31. August 2007. Im Oktober 2003 wurde zum vierten Mal seine Amtszeit als Direktor der Wiener Staatsoper verlängert (bis 31. August 2010). Er ist bereits jetzt der längst amtierende Direktor der Wiener Staatsoper (seit 1869). Im Februar 2007 teilte Ioan Holender schlussendlich öffentlich mit, dass er für eine Verlängerung ab September 2010 nicht mehr zur Verfügung steht.
Ioan Holender hat Lehraufträge an der Universität Wien und an der Donau-Universität Krems.
In den Jahren 2002 – 2004 war er Künstlerischer Berater der Deutschen Oper Berlin. Seit 2003 ist er Ehrenpräsident und künstlerischer Direktor des alle zwei Jahre stattfindenden und größten rumänischen Musikfestivals „George Enescu“ in Bukarest. Weiters ist er Künstlerischer Berater der Budapester Staatsoper.
Er ist fünffacher Ehrendoktor, Träger des Goldenen Verdienstzeichens des Landes Wien und des Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um das Land Wien sowie des Goldenen Ehrenzeichens der Republik Österreich und des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse. 1999 wurde er von der Französischen Republik für seine Verdienste um die französische Kultur zum „Officier de L‘Ordre des Arts et des Lettres“ ernannt.
Ioan Holender ist Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper und der Volksoper Wien, Träger der Clemens-Krauss-Medaille der Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor sowie der "Franz-Schalk-Medaille in Gold" der Wiener Philharmoniker. Er ist Ehrenbürger seiner Heimatstadt Timisoara und wurde im Zuge des 1. Gastspieles der Wiener Staatsoper beim George Enescu-Festival in Bukarest im September 2001 mit dem höchsten Orden Rumäniens, dem „Stern am Bande“ geehrt. Im Dezember 2002 wurde ihm das Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich überreicht. Für seine Verdienste zur Verbreitung der italienischen Kultur in Österreich wurde ihm im Juni 2004 das Große Goldene Ehrenzeichen (Commenda) der Italienischen Republik verliehen und er somit zum Commendatore ernannt. Im Mai 2005 bekam er den „Europäischen Kultur Initiativ Preis“ der europäischen Kulturstiftung Pro Europa überreicht.
Seine Autobiografie „Ioan Holender – Der Lebensweg des Wiener Staatsoperndirektors“ ist 2001 im Böhlau Verlag Wien erschienen.
Er ist verheiratet und hat zwei Söhne und eine 1998 geborene Tochter.
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