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Home > Die Wiener Staatsoper > Das Opernhaus > Architektur

Das Opernhaus
Architektur Geschichte Untertitel-Anlage 360° Panoramatour

Außenansicht
Treppenhaus
Teesalon / Mittelloge
Zuschauerraum
Gustav Mahler-Saal
Foyer / Loggia
Bühnenhaus
  Das Bühnenhaus

Das Bühnenhaus wurde im Zuge des Wiederaufbaus nach dem Kriege innerhalb der bestehenden Grundmauern neuerrichtet. Betriebsstätten (wie Malersaal, Dekorationswerkstätten, Schneidereien, Hut- und Schuhmachereien sowie das Kostümlager), die sich früher im Gebäude befunden hatten, wurden im neben der Oper gelegenen Österreichischen Bundestheaterverband (Hanuschgasse 1) untergebracht. Die Verbindung zur Oper ist durch einen unterirdischen Tunnel hergestellt, durch den die täglich benötigten Kostüme antransportiert werden, ohne mit dem Straßenverkehr in Berührung zu kommen. Im Bühnenhaus wurde ausreichend Platz für Probensäle geschaffen, an denen ein empfindlicher Mangel geherrscht hatte. Weiters brachte man hier nebst einer Theaterkantine auch die aus dem Zuschauerhaus ausgelagerten Direktionsräume mit allen administrativen Nebenräumen unter. Die meisten Räumlichkeiten, einschließlich der Künstlergarderoben, sind mit einer Lautsprecher- und einer Videomonitor-Anlage ausgestattet, die es erlauben, das Bühnengeschehen laufend zu verfolgen.

Umbau

In den Sommermonaten 1991 bis 1993 sowie in einer längeren Schließzeit von Juli bis Mitte Dezember 1994 wurde die Wiener Staatsoper umfangreichen Erneuerungsarbeiten unterzogen, die pünktlich und in Rekordzeit abgeschlossen werden konnten. In deren Zentrum stand die Generalsanierung der Bühnenmaschinerie.



Auf den neuesten technischen Stand gebracht, ermöglichen seither die hydraulisch betriebenen Hubpodien und neue elektromechanische Prospektaufzüge einen noch präziseren und störungsfreien Bühnenbetrieb. Die Elektroanspeisung der Staatsoper, die bis dahin über die Hofburg erfolgt war, ist seit dem Umbau zwei Umspannwerken anvertraut. Während diese Maßnahmen, ebenso wie neue Heizungs-, Lüftungs-, Brandschutz- und Brandmeldesysteme, für das Publikum unsichtbar blieben, fanden auch im Zuschauerraum Renovierungsarbeiten statt: etwa Malerarbeiten und die Montage einer neuen Logenbestuhlung.

Probebühne "Eberhard Waechter"

Ebenfalls im Rahmen der Schließzeit wurde ein bis dahin ungenützten Raum unter dem Walmdach der Staatsoper zu einem ein neuen Probensaal ausgebaut. Akustisch so adaptiert, daß er nicht nur für szenische, sondern auch für Orchesterproben nutzbar ist, wurde der knapp 400 m2 fassende Saal (mit Nebenräumen im Umfang von 700m2) am 1. September 1995 von Direktor Ioan Holender seiner Bestimmung übergeben. Sein Name, "Probebühne Eberhard Waechter", hält das Andenken an den verstorbenen Sänger und Staatsoperndirektor lebendig.


Carlos Kleiber-Probebühne

Am 2. November 2004 wurde die größte Probebühne der Wiener Staatsoper in Carlos Kleiber Probebühne umbenannt. Auf diese Weise wird das Andenken an den außergewöhnlichen Dirigenten Carlos Kleiber, der trotz seiner zahlenmäßig eher geringen Auftritte Interpretationsgeschichte geschrieben hat, hochgehalten.

Weitere Probenräumen

Neben diesen Probensälen besitzt die Staatsoper heute drei Säle für Ensembleproben mit Chor und Orchester sowie den Orgelsaal im 6. Stock. Dieser Raum dient nicht nur dem Probenbetrieb: seinen Namen erhielt er von der großen Orgel mit 2.500 Pfeifen (die Staatsoper ist weltweit das einzige Opernhaus mit einer so großen Pfeifenorgel), deren Klang bei Bedarf in den Zuschauerraum übertragen wird. Auch andere akustische Eindrücke werden "live" aus dem Orgelsaal zugespielt, so etwa das Hämmern der Ambosse in Wagners "Rheingold". Weiters verfügt die Staatsoper über zehn akustisch isolierte Soloübungsräume sowie einen großen und einen kleinen Ballettprobensaal.










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