Spielzeit 2011/12
WIENER STAATSOPER | Premieren
LA SYLPHIDE
BALLETT IN ZWEI AKTEN NACH FILIPPO TAGLIONI
Bearbeitung und Choreographie: Piere Lacotte
Libretto: Adolphe Nourrit
Musik: Jean-Madeleine Schneitzhoeffer
Einstudierung: Manuel Legris, Elisabeth Platel
Bühne: Pierre Lacotte nach Pierre Ciceri
Kostüme: Pierre Lacotte nach Eugène Lami
Licht: Jacques Giovanangeli
Dirigent: Peter Ernst Lassen
Der Kosmos des Romantischen Balletts, als dessen Initialwerk die 1832 in Paris uraufgeführte La Sylphide anzusehen ist, bezieht seine fortdauernde Gültigkeit aus der Tatsache, für den aufgegriffenen Inhalt ein adäquates tänzerisches Mittel – den Spitzentanz – gefunden zu haben. Das Ballett erzählt von einem Wesen aus einer anderen Welt, dessen Versuch, mit einem Sterblichen eine Verbindung einzugehen, tödlich endet. La Sylphide und seine Schöpfer – Filippo Taglioni als Choreograph und seine Tochter Marie als Sylphide – vermochten mit ihrem Ballett die Grundstimmung der Romantik idealtypisch auf die Bühne zu stellen. Dem leidenschaftlichen Engagement Pierre Lacottes für das Romantische Ballett ist die Wiederbelebung des Pariser Originals dieses Werks zu danken.
Premiere: Mittwoch, 26. Oktober 2011
Reprisen: 29. Oktober, 5., 7., 12. November 2011,
15., 23., 29. (nachmittags und abends) Jänner 2012
MEISTERWERKE DES 20. JAHRHUNDERTS
LIFAR | PETIT | CHRISTE
SUITE EN BLANC
Choreographie: Serge Lifar
Musik: Edouard Lalo (Auszüge aus Namouna)
Einstudierung: Claude Bessy
BEFORE NIGHTFALL
Choreographie: Nils Christe
Musik: Bohuslav Martinů (Doppelkonzert für zwei Streichorchester, Klavier und Pauken)
Einstudierung und Kostüme: Annegien Sneep
Bühne: Thomas Rupert
Licht: N. N.
L’ARLÉSIENNE
Choreographie: Roland Petit
Libretto: Roland Petit nach Alphonse Daudet
Musik: Georges Bizet
Einstudierung: Luigi Bonino, Jean Philippe Halnaut
Bühne: René Allio
Kostüme: Christine Laurent
Licht: Jean-Michel Désiré
Dirigent: Markus Lehtinen
Meisterwerke des 20. Jahrhunderts "made in France": Serge Lifar, eine Ikone des französischen Balletts, ist durch seine 1943 für die Pariser Oper geschaffene "Suite en blanc" vertreten. Das als Hommage an das klassische Ballett konzipierte Werk zu Musik aus Edouard Lalos Namouna bietet einem großen Ensemble Gelegenheit, sich selbst und seine Kunst zu zelebrieren. – Das Doppelkonzert von Bohuslav Martinů inspirierte den aus der niederländischen Schule hervorgegangenen Choreographen Nils Christe zu seinem "Before Nightfall", das, 1985 für die Pariser Oper entstandenen, die unheilschwangere Atmosphäre der Musik in abstrakten Bildern veranschaulicht. – Eine literarische Vorlage von Alphonse Daudet und die mit ihr verbundene Musik von Georges Bizet bilden die Grundlage für Roland Petits dramatisches Meisterwerk "L’Arlésienne", das der Exponent französischer Ballettkunst 1974 für die Ballets de Marseille kreiert hat.
Premiere: Sonntag, 12. Februar 2012
Reprisen: 13., 19., 20., 23. Februar, 3. März 2012
NUREJEW GALA 2012
Künstlerische Leitung: Manuel Legris
Dirigent: Ermanno Florio
Fast 25 Jahre – von 1964 bis 1988 – war der „Jahrhunderttänzer“ Rudolf Nurejew dem Wiener Ballett nicht nur als herausragende Bühnenpersönlichkeit verbunden, sondern auch als Erneuerer von Standardwerken des klassischen Repertoires – für die Wiener Kompanie schuf er neue Versionen von Schwanensee und Don Quixote – und als Schöpfer einer eigenen Choreographie (zu Hans Werner Henzes Tancredi). Sechs Jahre lang – von 1983 bis 1989 – war er Direktor des Balletts der Pariser Oper, als der er das Ensemble an die Spitze der internationalen Ballettszene führte. Unter den Tänzern, die Nurejew besonders förderte, ragte Manuel Legris heraus, der nicht nur in Paris, sondern auch in Wien in den Balletten seines Mentors brillierte. Als Direktor des Wiener Staatsballetts brachte Legris bereits in seiner ersten Spielzeit eine Gala zu Ehren Nurejews auf die Bühne, darüber hinaus gab er Don Quixote dem Wiener Repertoire zurück und verschaffte „Jungen Talenten“ Gelegenheit, sich an Nurejews Fassung des Grand Pas aus Raymonda zu erproben.
Samstag, 23. Juni 2012
WIENER STAATSOPER |Wiederaufnahmen
DORNRÖSCHEN
BALLETT IN EINEM PROLOG UND DREI AKTEN
Choreographie: Marius Petipa und Peter Wright
Musik: Peter Iljitsch Tschaikowski
Regie: Peter Wright
Bühne und Kostüme: Philip Prowse
Dirigent: Paul Connelly
Der Choreograph Marius Petipa und der Komponist Peter Iljitsch Tschaikowski formten den berühmten Märchenstoff von Charles Perrault zu einem Ballett, das, 1890 in St. Petersburg uraufgeführt, zur Apotheose eines Stils und einer Schule des Balletts wurde, die sich über ein halbes Jahrhundert hinweg am Kaiserlichen Mariinski-Theater entwickelt hatten. Schöpfer dieser russischen Spielart der Danse d’école war der Franzose Petipa, der das Ballett seiner Heimat in Russland pflegte und ihm dort die „russische Seele“ einhauchte. Über der vom Wiener Staatsballett getanzten Fassung von Dornröschen liegt aber noch die englische Ebene der Einstudierung. Von Sir Peter Wright besorgt, widerspiegelt sie jenes noble Bild, das sich das königlich britische Ballett vom zaristischen Russland bildete.
Wiederaufnahme: Mittwoch, 21. Dezember 2011
Reprisen: 23., 25. (nachmittags und abends), 28. Dezember 2011,
3., 7. Jänner 2012
ANNA KARENINA
BALLETT IN ZWEI AKTEN VON BORIS EIFMAN NACH DEM ROMAN VON LEO TOLSTOI
Choreographie und Regie: Boris Eifman
Musik: Peter Iljitsch Tschaikowski
Bühne: Sinowi Margolin
Kostüme: Slawa Okunew
Licht: Boris Eifman, Gleb Filschtinski
Dirigent: Guillermo García Calvo
Auf der Grundlage einer Partitur, die aus Kompositionen Peter Iljitsch Tschaikowskis zusammengestellt ist, formte Boris Eifman 2005 in St. Petersburg Leo Tolstois tragischen Roman aus dem Jahr 1877 zu einem der packendsten Dramen der zeitgenössischen Tanzszene. Die von Leidenschaft und Verzweiflung erfüllte Liebestragödie wird aufgrund ihres dynamischen Bewegungskonzepts als Meisterwerk des führenden Choreographen Russlands angesehen. Seine umjubelte Wiener Erstaufführung erlebte das mit dem renommierten Prix Benois de la Danse ausgezeichnete Ballett 2006 in der Volksoper Wien, 2009 wurde die effektvolle Produktion an die Wiener Staatsoper transferiert.
Wiederaufnahme: Samstag, 24. März 2012
Reprisen: 26., 28. März, 9. April 2012
WIENER STAATSOPER | Repertoire
BALANCHINE & ROBBINS
GLASS PIECES
Choreographie: Jerome Robbins
Musik: Philip Glass
Bühne: Jerome Robbins, Ronald Bates
Kostüme: Ben Benson
Licht: Ronald Bates
IN THE NIGHT
Choreographie: Jerome Robbins
Musik: Frédéric Chopin
Kostüme: Anthony Dowell
Licht: Jennifer Tipton
STRAVINSKY VIOLIN CONCERTO (Premiere)
Choreographie: George Balanchine
Musik: Igor Strawinski
THEMA UND VARIATIONEN
Choreographie: George Balanchine
Musik: Peter Iljitsch Tschaikowski
Kostüme: Christian Lacroix
Dirigent: Peter Ernst Lassen
23., 26., 30. September, 8. Oktober 2011, 7., 10., 16. März 2012
DON QUIXOTE
BALLETT IN EINEM PROLOG UND DREI AKTEN NACH MARIUS PETIPA
Choreographie und Regie: Rudolf Nurejew
Einstudierung: Manuel Legris
Musik: Ludwig Minkus, arrangiert von John Lanchbery
Bühne und Kostüme: Nicholas Georgiadis
Einstudierungs-Assistenz: Fabrice Bourgeois
Dirigent: Kevin Rhodes
23., 28. Mai, 2., 7. (nachmittags und abends) Juni 2012
JUWELEN DER NEUEN WELT II
BALANCHINE | NEUMEIER | THARP | FORSYTHE
THE VERTIGINOUS THRILL OF EXACTITUDE
Choreographie, Bühne und Licht: William Forsythe
Musik: Franz Schubert
Kostüme: Stephen Galloway
BACH SUITE III
Choreographie, Bühne und Kostüme: John Neumeier
Musik: Johann Sebastian Bach
VARIATIONEN ÜBER EIN THEMA VON HAYDN
Choreographie: Twyla Tharp
Musik: Johannes Brahms
Kostüme: Santo Loquasto | Licht: Jennifer Tipton
RUBIES
Choreographie: George Balanchine
Musik: Igor Strawinski
Kostüme: Karinska
Dirigent: Simon Hewett
11., 13., 16. April, 12., 15., 17. Juni 2012
SCHRITTE UND SPUREN
BUBENÍČEK | ELO | KYLIÁN | LIGHTFOOT, LEÓN
LE SOUFFLE DE L’ESPRIT
Choreographie: Jiří Bubeníček
Musik: Otto Bubeníček, Johann Sebastian Bach, Roman Hoffstetter, Johann Pachelbel
Bühne, Kostüme und Video: Otto Bubeníček | Licht: Martin Gebhardt
GLOW – STOP
Choreographie: Jorma Elo
Musik: Wolfgang Amadeus Mozart, Philip Glass
Kostüme: Zack Brown | Licht: Brad Fields
SKEW-WHIFF
Choreographie, Bühne und Kostüme: Paul Lightfoot, Sol León
Musik: Gioachino Rossini | Licht: Tom Bevoort
BELLA FIGURA
Choreographie, Bühne und Lichtkonzept: Jiří Kylián
Musik: Lukas Foss, Giovanni Battista Pergolesi, Alessandro Marcello, Antonio Vivaldi, Giuseppe Torelli | Licht: Tom Bevoort, Kees Tjebbes | Kostüme: Joke Visser
24., 26., 30. November, 2., 5. Dezember 2011
VOLKSOPER WIEN | Premiere
CARMINA BURANA
CARMINA BURANA
Choreographie: Vesna Orlic
Musik: Carl Orff
Bühne und Kostüme: Alexandra Burgstaller
Licht: Reinhard Traub
Dramaturgie: Monica Rusu
Choreinstudierung: Michael Tomaschek
NACHMITTAG EINES FAUNS
Choreographie: Boris Nebyla
Musik: Claude Debussy
Bühne und Kostüme: Alexandra Burgstaller
Licht: Reinhard Traub
BOLERO
Choreographie, Bühne und Licht: András Lukács
Musik: Maurice Ravel
Kostüme: Mónika Herwerth
Licht: Reinhard Traub
Dirigent: Guido Mancusi
Mit Carl Orffs Carmina Burana, Claude Debussys „Nachmittag eines Fauns“ und Maurice Ravels „Bolero“ gelangen musikalische Meisterwerke des internationalen Repertoires in eigenen, für das Haus geschaffenen Fassungen auf die Bühne. In Carmina Burana, das, 1937 uraufgeführt, noch heute durch seine außergewöhnliche Werkform besticht, ist neben dem Ballettensemble der Chor Protagonist des Abends. Vesna Orlic setzt in ihrer Choreographie 24 Tänzerinnen und Tänzer ein, deren Stärke, Energie und Emotion, so Orlic, der Musik von Orff entsprächen. Die Choreographin folgt dem Werkplan des Komponisten, schafft sich aber selbst einen Freiraum zu eigener Auslegung.
Boris Nebyla spürt in seiner Version des Faun weniger dem Fabelwesen nach als vielmehr natürlichen Bedürfnissen jedes Menschen – Verlangen nach Aufmerksamkeit, Zuwendung, seelischer sowie körperlicher Liebe. András Lukács, der für die Realisierung des Bolero verantwortlich ist, sieht seine Version des 1928 uraufgeführten Balletts als Ensemblewerk, das er in einem Ballgeschehen ansiedelt.
Premiere: Freitag, 2. März 2012
Reprisen: 5., 11. (nachmittags), 27. März, 17., 23. April, 3. Mai 2012
VOLKSOPER WIEN | Repertoire
MARIE ANTOINETTE
BALLETT INZWEI AKTEN VON PATRICKE DE BANA
Choreographie und Regie: Patrick de Bana
Musik: Georg Philipp Telemann, Antonio Vivaldi, Chevalier de Saint-Georges, Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Christian Bach, Jean-Philippe Rameau, Jean-Féry Rebel, Luis Miguel Cobo
Dramaturgische Vorlage: Jaime Millás
Bühne: Marcelo Pacheco, Alberto Esteban / Area Espacios Efímeros
Kostüme: Agnès Letestu Kostüme mit Unterstützung von
Licht: Janes Angot
Choreographische Assistenz: Dimo Kirilov Milev
21., 18. September, 12., 16., 21. Oktober 2011
MAX UND MORITZ
BALLETTKOMÖDIE NACH WILHELM BUSCH VON EDMUND GLEEDE
Choreographie: Ferenc Barbay, Michael Kropf
Musik: Gioachino Rossini
Libretto, Musikzusammenstellung und Regie: Edmund Gleede
Orchestrierung: Béla Fischer
Bühne Manfred Waba
Kostüme: Friederike Singer
Dirigent: Alexander Drcar
23. (nachmittags), 28. Oktober, 13. (nachmittags), 19. (nachmittags) November,
8. (nachmittags), 20. Dezember 2011
LE CONCOURS
DER WETTBEWERB
Libretto, Choreographie und Bühne: Maurice Béjart
Musik: Hugues Le Bars, Peter Iljitsch Tschaikowski, Cesare Pugni, Ludwig Minkus, Adolphe Adam, Riccardo Drigo, Alfons Czibulka, Léo Delibes, Johann Strauß, Gioachino Rossini, Paul Lincke, Karol Kurpiński, Hector Berlioz
Bühne und Licht: Claude Tissier
Kostüme: Catherine Verneuil
Dirigent: Guido Mancusi
10., 19., 27. Jänner, 2., 5. (nachmittags), 8. Februar, 31. Mai, 4. Juni 2012
JUNGE TALENTE DES WIENER STAATSBALLETTS
EIN ABEND FÜR DIE ZUKUNFT
Künstlerische Leitung: Manuel Legris
Dirigentin: Elisabeth Attl
14., 18. März, 11., 13. Juni 2012
GASTSPIELE
MONTE CARLO
HOMMAGE AN JEROME ROBBINS
Jerome Robbins – Philip Glass, Frédéric Chopin
Monaco Dance Forum, Monte Carlo, 10., 11. Dezember 2011
TOKIO
DIE FLEDERMAUS
Roland Petit – Johann Strauß, Douglas Gamley
BALLETT GALA
Bunka Kaikan, Tokio, 24. bis 30. April 2012
BALLETTSCHULE DER WIENER STAATSOPER
MATINEE DER BALLETTSCHULE DER WIENER STAATSOPER
In der traditionellen, von den Studierenden der Ballettschule der Wiener Staatsoper zur Weihnachtszeit präsentierten Matinee wird auch diesmal wieder Einblick geboten in das breitgefächerte Unterrichtsangebot dieses Instituts.
Sonntag, 18. Dezember 2011
TANZDEMONSTRATIONEN DER BALLETTSCHULE DER WIENER STAATSOPER
Auch in diesem Schuljahr veranstaltet die Ballettschule der Wiener Staatsoper Tanzdemonstrationen, in denen alle Studierenden in verschiedenen Fächern des Unterrichtsprogramms zu sehen sind.
17., 18., 19., 20., 21. Juni 2012
BALLETTCLUB WIENER STAATSOPER & VOLKSOPER
präsentiert
JUNGE CHOREOGRAPHEN DES WIENER STAATSBALLETTS
Odeon
1020 Wien, Taborstraße 10
26., 27. Februar 2012

