Interview mit Patrick de Bana über sein "Marie Antoinette" Ballett
Patrick de Bana wurde in Hamburg als Sohn einer deutschen Mutter und eines nigerianischen Vaters geboren. Er studierte an der von John Neumeier und Truman Finney geleiteten Ballettschule der Hamburgischen Staatsoper. 1987 wurde er an das Béjart Ballet Lausanne engagiert, dem er bis 1992 als Solotänzer angehörte. Danach war er zehn Jahre lang Solotänzer der von Nacho Duato geleiteten Compañia Nacional de Danza in Spanien. In dieser Kompanie tanzte er in Choreographien von Nacho Duato, Jiří Kylián, William Forsythe, Mats Ek und Ohad Naharin.
2003 gründete Patrick de Bana sein eigenes Ensemble, Nafas Dance Company, für das er zahlreiche Werke choreographierte. Darüber hinaus war er Tänzer und Choreograph in Carlos Sauras Filmen „Iberia“ (2004) und „Fados“ (2006). 2007 unternahm er eine Europatournee mit der Fadosängerin Mariza. Im selben Jahr kreierte er für das kolumbianische Incolballet „Obras Poéticas“ und für das niederländische Introdans „Creatures“. Seine erste Zusammenarbeit mit Manuel Legris erfolgte 2008 mit „The Portrait of …“, das in Tokio Premiere hatte. 2009 choreographierte er für Agnès Letestu und sich selbst das Duo „Marie Antoinette“, das als Nukleus für das am 20. November 2010 an der Volksoper Wien zur Uraufführung gelangende abendfüllende Ballett „Marie Antoinette“ angesehen werden kann. 2009 entstanden auch „Encounter“ für einen Tänzer und einen Schlagzeuger, sowie das von Manuel Legris und ihm selbst getanzte Duo „Nefes“. Seine jüngsten Arbeiten sind „White Shadows“ für das Tokyo Ballet und Einstudierungen von „Creatures“ für Istanbul State Opera and Ballet und das National Ballet of China sowie eine Choreographie für die Shaman Dance Group, die im November beim Festival „Istanbul. Cultural City 2010“ aufgeführt wird.
Mit der Nafas Dance Company und als Gastsolist tanzte Patrick de Bana weltweit, u. a. in der Türkei, den Niederlanden, in Kuba, Israel, Kolumbien, Japan, Nord- und Südamerika, Australien und Neuseeland. Er trat auch mit der Flamencotänzerin Eva La Yerbabuena und Farukh Ruzimatov auf. Zu den Tänzerinnen und Tänzern, mit denen er zusammenarbeitete, zählen auch Uliana Lopatkina, Aurélie Dupont, Friedemann Vogel und Mizuka Ueno.
Für seine Arbeit mit Nafas Dance Company erhielt er von der Stadt Valencia die Auszeichnungen „Bester Tänzer“ und „Beste Tanzvorstellung“.
In diesem Interview erzählt Patrick den Bana, was ihn dazu bewogen hat, der französischen Königin mit österreichischen Wurzeln - "Marie Antoinette" - einen Ballettabend zu widmen.
Volksoper Wien
Marie Antoinette
Vorstellungen: 21., 28. September, 12., 16., 21. Oktober 2011

