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DAS WIENER STAATSBALLETT  

Seit 1. September 2010 steht das Wiener Staatsballett – so der neue Titel des sowohl in der Wiener Staatsoper als auch in der Volksoper Wien auftretenden Ensembles – unter der Leitung von Manuel Legris. Der ehemalige Danseur Etoile des Balletts der Pariser Oper ist ein Fixstern der Ballettwelt. Wiederholt ist er auch als Gastsolist an der Wiener Staatsoper zu sehen gewesen.

Nach zwei sehr erfolgreichen Saisonen unter dem Ballettchef Manuel Legris mit insgesamt dreizehn Premieren, werden in der kommenden Spielzeit mit Rudolf Nurejews "Der Nussknacker" und dem mehrteiligen Ballettabend "Tanzperspektiven" zwei weitere neue Produktionen ins Repertoire im Haus am Ring aufgenommen. An der Volksoper Wien wiederum präsentiert das Wiener Staatsballett mit Stephan Thoss' "Blaubarts Geheimnis" und dem mehrteiligen Abend "Kreation und Tradition" ebenfalls zwei neue Produktionen. Dazu kommt noch die Übernahme von Jorma Elos "Ein Sommernachtstraum" von der Staatsoper in die Volksoper.

Was die Klassiker betrifft, so wird das Wiener Staatsballett dem Wiener Publikum die Wiederaufnahme von Kenneth MacMillans "Manon" sowie John Crankos "Romeo und Julia", Pierre Lacottes "La Sylphide" und Rudolf Nurejews "Don Quixote" zeigen. Die Ballettabende "Balanchine | Neumeier | Robbins" und "Meisterwerke des 20. Jahrhunderts" ergänzen das Repertoire im Haus am Ring. Enden wird auch diese Spielzeit wieder mit einer "Nurejew Gala".

In der Volksoper Wien stehen ebenfalls wieder das erfolgreiche Repertoirestück "Carmina Burana" und das beliebte Familienballett "Max und Moritz" auf dem Programm.


Wiener Staatsoper

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DON QUIXOTE

Der Jahrhunderte lang währende Dialog zwischen dem spanischen Volkstanz und dem Bühnentanz der Hochkultur fand in dem 1869 in Moskau uraufgeführten Ballett „Don Quixote“ seinen Höhepunkt. Der Franzose Marius Petipa hatte sich für sein Ballett durch Episoden aus dem legendären Roman von Cervantes anregen lassen. Die Musik komponierte der Österreicher Ludwig Minkus. Im Osten seit der Uraufführung ein Fixpunkt im Repertoire, fand „Don Quixote“ im Westen erst nach der 1966 an der Wiener Staatsoper erfolgten Einrichtung durch Rudolf Nurejew Eingang in die internationalen Spielpläne. Von Wien ging das Ballett in die Welt – 1981 auch an die Pariser Oper – und kehrte letzte Saison nach einer längeren Absenz nun wieder in das Haus am Ring zurück.

Termine: 25., 29., 31. Mai, 3., 15., 17., 19. Juni 2013


Volksoper Wien

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BLAUBARTS GEHEIMNIS

Choreographie: Stephan Thoss
Musik: Henryk Górecki, Philip Glass
Dirigent: Wolfgang Ott

Die berüchtigte Figur des frauenmordenden Ritters Blaubart steht im Mittelpunkt des 2011 in Wiesbaden uraufgeführten Balletts des vielfach ausgezeichneten deutschen Choreographen Stephan Thoss. Zu Musik von Henryk Górecki und Philip Glass spürt Thoss unterschiedlichen Motiven des Märchens nach und deckt verborgene Geheimnisse des Menschen Blaubart auf. Der Geschichte von Judith und Blaubart stellt der Choreograph im ersten Teil des Abends Szenen voran, die unterschiedliche Spielarten im grundsätzlichen Verhältnis zwischen Männern und Frauen schildern. Aus diesen Präludien kristallisieren sich am Ende die beiden Protagonisten heraus.
Anders als in der ursprünglichen Fassung des Märchens von Charles Perrault, ist Blaubart bei Stephan Thoss kein brutaler Frauenschlächter, der die Leichen der ermordeten Gattinnen sorgsam in einem Zimmer seiner Burg verbirgt. Vielmehr fragt Thoss nach der Dynamik der Beziehung zwischen dem erfahrenen Mann und seiner jungen Braut. Blaubart und Judith sind bei ihm ein Paar, das einen Weg zueinander sucht.

Termine: 10., 20., 24. Juni 2013

 
bundestheater.at