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DAS WIENER STAATSBALLETT  

Seit 1. September 2010 steht das Wiener Staatsballett – so der neue Titel des sowohl in der Wiener Staatsoper als auch in der Volksoper Wien auftretenden Ensembles – unter der Leitung von Manuel Legris. Der ehemalige Danseur Étoile des Balletts der Pariser Oper ist ein Fixstern der Ballettwelt. Wiederholt ist er auch als Gastsolist an der Wiener Staatsoper zu sehen gewesen.

In der Saison 2015/16 beginnt unser Premierenreigen am 29. Oktober in der Wiener Staatsoper mit dem dreiteiligen Ballettabend "Thoss | Wheeldon | Robbins", das die drei Stücke "Blaubarts Geheimnis (Ausschnitt)", "Fool´s Paradise" und "The Four Seasons" bringen wird. Es folgen die weiteren Premieren "Die Schneekönigin" von Michael Corder (8. Dezember) in der Volksoper Wien und "Le Corsaire" in einer Choreographie von Manuel Legris (20. März) in der Staatsoper sowie die Wiederaufnahme von Patrick de Banas "Marie Antoinette" (6. Mai) in der Volksoper Wien. Den Abschluss bildet traditionellerweise wieder die "Nurejew Gala" am 26. Juni.

Außerdem im Repertoire in der Staatsoper: "Don Quixote", "La Fille mal gardée", "Verklungene Feste | Josephs Legende", "Onegin", "Mayerling" sowie "Van Manen | Ekman | Kylian". In der Volksoper zeigen wir außerdem "Mozart à 2 | Don Juan", "Carmina Burana | Nachmittag eines Fauns | Bolero" sowie "Junge Talente des Wiener Staatsballetts II".

NÄCHSTE VORSTELLUNG - WIENER STAATSOPER

MAYERLING

Termine: 2., 4., 15., 19. Mai 2016

Das 1978 in London uraufgeführte Werk des britischen Tanzdramatikers gilt als eine der gelungensten Ballettadaptionen eines historischen Stoffs. Umrahmt von der Darstellung der Beisetzung der siebzehnjährigen Baronesse Mary Vetsera, konzentriert sich die Handlung auf Kronprinz Rudolf und schildert die dramatischen Ereignisse jener acht Jahre, die zwischen seiner Heirat mit Prinzessin Stephanie von Belgien und dem gemeinsamen Tod von ihm und Mary Vetsera im Jagdschloss von Mayerling liegen. Die dem Ballett zugrundeliegende Partitur setzt sich aus Kompositionen von Franz Liszt zusammen. Die Ausstattung schuf Nicholas Georgiadis.

NÄCHSTE VORSTELLUNG - VOLKSOPER WIEN

MARIE ANTOINETTE

Termine: 6., 9., 17., 23. Mai, 16., 21., 27. Juni 2016

Das 2010 an der Volksoper Wien uraufgeführte Ballett stellt einen ergreifenden Moment der europäischen Geschichte in den Mittelpunkt. Die Geschehnisse um die französische Königin Marie Antoinette (Tochter der Kaiserin Maria Theresia), die in der Geschichte Frankreichs ebenso verwurzelt ist wie in der Österreichs, sind über Jahrhunderte hinweg Teil eines kollektiven Gedächtnisses geworden. In seiner Sicht geht es dem Choreographen Patrick de Bana aber nicht um eine Chronik der historischen Ereignisse. Vielmehr werden – eingeleitet vom personifizierten Schicksal, das auch die Zeit symbolisiert, sowie dem Schatten der Protagonistin – in Momentaufnahmen die seelischen Zustände von Marie Antoinette gezeichnet. Schicksal und Schatten begleiten voraussagend und kommentierend die Ereignisse. Marie Antoinette und Madame Elisabeth (die Schwägerin von Marie Antoinette) tanzen in der aktuellen Neufassung, die ab 6. Mai in der Volksoper Wien zu sehen sein wird, u.a. zur Musik von Antonio Vivaldi, Georg Philipp Telemann und Jean-Philippe Rameau diesmal auf Spitze – eine Entscheidung, die der Choreograph als Referenz an die leidenschaftliche Schuhsammlerin Marie Antoinette und den „Modewahn“ in Versailles versteht.

 
bundestheater.at