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DAS WIENER STAATSBALLETT  

Seit 1. September 2010 steht das Wiener Staatsballett – so der neue Titel des sowohl in der Wiener Staatsoper als auch in der Volksoper Wien auftretenden Ensembles – unter der Leitung von Manuel Legris. Der ehemalige Danseur Étoile des Balletts der Pariser Oper ist ein Fixstern der Ballettwelt. Wiederholt ist er auch als Gastsolist an der Wiener Staatsoper zu sehen gewesen.

In der Saison 2014/15 beginnt unser Premierenreigen am 16. November in der Volksoper Wien mit "Mozart à 2 | Don Juan" in einer Choreographie von Thierry Malandain. Es folgen die weiteren Premieren "Verklungene Feste | Josephs Legende" von John Neumeier (4. Februar) in der Wiener Staatsoper, "Giselle Rouge" von Boris Eifman (12. April) in der Volksoper, "Van Manen | Ekman | Kylián" (9. Mai) abermals in der Staatsoper sowie "Junge Talente des Wiener Staatsballetts II" (2. Juni) wiederum in der Volksoper. Den Abschluss bildet traditionellerweise wieder die "Nurejew Gala" am 28. Juni.

Außerdem im Repertoire in der Staatsoper: "Schwanensee", "Meistersignaturen", "Romeo und Julia", "Mayerling", "Ballett-Hommage", "Der Nussknacker", "Tanzperspektiven" sowie "La Sylphide". In der Volksoper sehen Sie außerdem "Märchenwelt Ballett", "Ein Reigen" sowie "Carmina Burana | Nachmittag eines Fauns | Bolero".


NÄCHSTE PREMIERE
WIENER STAATSOPER

VAN MANEN | EKMAN | KYLIÁN

ADAGIO HAMMERKLAVIER | CACTI | BELLA FIGURA

Gerahmt von Hans van Manens eindrucksvollem Meisterwerk „Adagio Hammerklavier“ und „Bella Figura“ von Jiři Kylian steht mit „Cacti“ zum ersten Mal ein Werk des 1984 in Schweden geborenen Choreographen Alexander Ekman auf dem Spielplan des Wiener Staatsballetts. „Cacti“ reflektiert mittels tänzerisch virtuoser Mittel über die Wahrnehmung und das „Verstehen“ von Kunst, um damit vor allem die Tanzkritik auf den Prüfstand zu stellen, wobei verblüffende Situationen und Bilder entstehen, bei denen auch der Humor nicht zu kurz kommt. Das Werk und seine Botschaft sind dem Choreographen ein persönliches Anliegen, so schreibt er über sein Stück: „Ich hoffe, dass Sie Cacti genießen werden und dass die Message von diesem Stück sich weiter über die ganze Welt verbreitet.“

Premiere: 9. Mai 2015
Reprisen: 13., 15. Mai, 10., 12. Juni 2015

NÄCHSTE PREMIERE
VOLKSOPER WIEN

GISELLE ROUGE

Mit „Der rote Mohn“ (uraufgeführt 1927 im Moskauer Bolschoi Theater) etablierte sich in der ehemaligen Sowjetunion der Typus des Revolutionsballetts, der in Eifmans Werk und Titelwahl nachhallt. In „Giselle Rouge“, das der Erinnerung an die bedeutende russische Tänzerin Olga Spessiwzewa (1895–1991) verpflichtet ist, ergreift die Idee der Revolution dabei alle Ebenen des Spielgeschehens: Geschichte, Ballettgeschichte und Biographisches vermischen sich, bilden das Rückgrat für eine Auseinandersetzung mit Grundfragen der Existenz. Ausgehend von der bekannten Wahnsinnsszene in Giselle entwickelt sich dabei ein dichtes Psychogramm, bei dem der Choreograph alle Handlungsstrange und -ebenen zu einem Furioso zusammenzwingt, aus dem es kein Entrinnen gibt. Die tänzerische Sprache ist temporeich und virtuos, wobei sich vor allem bei den Pas de deux’ fulminante Höhepunkte ergeben. Eifmans Werk konnte damit als idealer Vertreter eines neuen Typus gelten: jenem des „Blockbuster”-Balletts.

Premiere: 12. April 2015
Reprisen: 15., 27. April, 3., 11. Mai 2015

 
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