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Romeo und Julia

John Cranko

John Crankos Fassung von Sergej Prokofjews in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts für die Ballettbühne vertonter Shakespeare-Tragödie entstand 1962 für das Stuttgarter Ballett. Trotz unzähliger anderer, vor und nach Crankos Auseinandersetzung mit dem Stoff entstandenen Fassungen, wird die bestechende Version des britischen Choreographen, die gekennzeichnet ist durch nahtloses Ineinanderübergehen von Lebensfreude und gewaltsamen Tod, von vielen als die gelungenste in der Aufführungsgeschichte dieses Balletts gefeiert. 1975, eineinhalb Jahre nach dem Tod des Choreographen, gelangte seine Modellinszenierung in einer Einstudierung von Anne Woolliams und Georgette Tsinguirides an die Wiener Staatsoper.

I. AKT 1. Szene: Der Marktplatz von Verona In der Morgendämmerung schwärmt Romeo, der Sohn des Grafen Montague, von seiner Liebe zu der schönen Rosaline. Bei Sonnenaufgang füllt sich der Platz. Unter dem Volk sind Angehörige der beiden rivalisierenden Familien Capulet und Montague. Da wie dort sind die Gemüter leicht erregbar. Ein Streit bricht aus. Der Herzog von Verona erscheint und warnt die beiden Parteien, dass er über jeden, der die Fehde weiterträgt, die Todesstrafe verhängen wird. Widerwillig schließen Romeo und seine Freunde Benvolio und Mercutio Frieden mit Tybalt, einem Cousin der Capulet. 2. Szene: Julias Garten Julia erhält von der Mutter, der Gräfin Capulet, das erste Ballkleid und erfährt, dass sie den edlen Paris kennenlernen wird, dem sie am folgenden Tag anverlobt werden soll. Nun muss sie von ihrer Kindheit Abschied nehmen. 3. Szene: Vor dem Hause der Capulet Unter den Gästen, die zu einem Ball der Capulet kommen, ist auch Rosaline. Romeo und seine Freunde haben Masken angelegt und folgen ihr. 4. Szene. Der Ballsaal Julia tanzt mit Paris. Plötzlich erblicken sie und Romeo einander: es ist Liebe auf den ersten Blick. Tybalt, der Romeo zu erkennen glaubt, versucht, einen Streit vom Zaun zu brechen, wird jedoch von Julias Vater, der die Gesetze der Gastfreundschaft hochhält, daran gehindert. 5. Szene: Vor dem Hause der Capulet 6. Szene: Julias Balkon Auf dem Balkon ihres Schlafzimmers träumt Julia von Romeo. Er betritt den Garten unter ihrem Fenster. Sie schwören einander ewige Liebe. II. AKT 1. Szene: Der Marktplatz Auf dem Hauptplatz findet ein Karnevalsumzug statt. Romeo, der das ausgelassene Treiben rundherum nicht zu bemerken scheint, wird von Julias Amme entdeckt, die ihm einen Brief der Geliebten bringt. Julia bestellt Romeo in den Garten des Pater Lorenzo. 2. Szene: Vor Pater Lorenzos Klause Pater Lorenzo vermählt die jungen Liebenden. 3. Szene: Der Marktplatz Am Höhepunkt des Karnevals kehrt Romeo zurück. Tybalt fordert ihn heraus, doch Romeo lehnt es ab, mit ihm zu kämpfen. Voll Zorn stürzt sich Mercutio in einen Zweikampf mit Tybalt und stirbt von dessen Hand. Außer sich, stellt Romeo nun Tybalt und tötet ihn. III. AKT 1. Szene: Julias Schlafgemach Die aufgehende Sonne weckt die Liebenden; Romeo, zum Exil verurteilt, muss Julia und Verona verlassen. Graf und Gräfin Capulet kommen mit Paris, doch Julia weigert sich, ihn zu heiraten. 2. Szene: Vor Pater Lorenzos Klause Julia fleht Pater Lorenzo um Hilfe an und erhält von ihm einen Trunk, der sie in einen totenähnlichen Schlaf versetzen wird. Er erklärt ihr, dass Romeo sie in der Familiengruft finden wird, und beide dann von dort gemeinsam fliehen können. 3. Szene: Das Schlafgemach Julia willigt in die Heirat mit Paris ein. Nachdem er und ihre Eltern sie allein gelassen haben, nimmt sie den Schlaftrunk. Von ihrer Familie und den Freundinnen, die sie finden, wird sie für tot gehalten. 4. Szene: Julias Leichenzug - Die Familiengruft der Capulet Romeo, der Pater Lorenzos aufklärende Botschaft nicht erhalten hat, ist von Julias Tod überzeugt und stürzt zur Gruft. Dort trifft er auf den trauernden Paris und tötet ihn. Dann umarmt er Julia ein letztes Mal und stößt sich den Dolch ins Herz. Julia erwacht und findet Romeo leblos. Von Verzweiflung übermannt, tötet sie sich.

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