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Adriana Lecouvreur

Francesco Cilea

Im Haus am Ring ist die 1902 in Mailand uraufgeführte Oper noch niemals erklungen, obgleich der veristische Stil des Komponisten Francesco Cilea und die komplexe Liebes- und Eifersuchtsgeschichte der Oper nichts an Wirkung fehlen lassen. Adriana Lecouvreur liebt und wird vom Grafen von Sachsen wiedergeliebt – und findet doch durch ein vergiftetes Blumenbukett ihrer Konkurrentin den Tod. Geschickt haben Cilea und sein Librettist Arturo Colautti die Handlung, die im Theatermilieu spielt, mit der geschichtlichen Realität verwoben. Die Titelfigur lebte wie ihr Liebhaber im 18. Jahrhundert und war eine führende Schauspielerin ihrer Zeit, Erdachtes und Historie bilden somit eine dichte, von Cilea klanglich raffiniert angereicherte Einheit.

I. Akt
Hinter der Bühne der Comédie francaise bereiten sich Schauspieler und der Inspizient Michonnet auf eine Aufführung vor. Unter ihnen die berühmten Darstellerin Adriana Lecouvreur, die von Michonnet geliebt wird. Sie wiederum liebt Moritz von Sachsen, der ihr gegenüber allerdings seine wahre Identität verborgen hat und sich nur als Fähnrich ausgibt. Adriana schenkt ihm als Liebespfand einen Strauß Veilchen. Moritz von Sachsen hatte allerdings auch ein Verhältnis mit der Fürstin von Bouillon; deren Ehemann wiederum unterhält eine Affäre mit der Schauspielerin Duclos.

Als nun der Fürst von Bouillon einen Brief von der Duclos an Moritz abfängt, indem sie ihn nächtens in ihre Villa einlädt, verdächtigt der Fürst die Schauspielerin als untreu. In Wahrheit hatte sie jedoch den Brief im Namen der Fürstin geschrieben, um diese zu schützen. Um sich zu rächen und sie bloßzustellen lädt der Fürst die Schauspieler der Comédie francaise zu einem Fest in die Villa der Duclos ein. 

II. Akt
In der Villa der Duclos erwartet die Fürstin von Bouillon Moritz, der sich von ihr politische Unterstützung erwartet hat. Sie begreift, dass er sie nicht liebt, doch um ihre Eifersucht zu beruhigen, schenkt er ihr den Strauß Veilchen. Die beiden werden durch die Ankunft des Fürsten unterbrochen, der Fürstin gelingt die Flucht in ein Hinterzimmer. Adriana kommt hinzu – und die wahre Identität von Moritz wird aufgedeckt. Im dunklen Hinterzimmer treffen die beiden Konkurrentinnen erstmals aufeinander, ohne die jeweils andere zu erkennen. Der Fürstin gelingt schließlich unerkannt die Flucht. 

III. Akt
Bei einem Fest errät die Fürstin, dass Adriana die Geliebte des Grafen Moritz von Sachsen ist. Es kommt zum verdeckten Konflikt zwischen den beiden Frauen – beide sind von Eifersucht gequält. Adriana rezitiert schließlich aus Racines Phädra und stellt mit einigen auf die Fürstin bezogenen Versen diese bloß: 
„Ich kann mich nicht verstellen, so wie jene
frechen Weiber, die Freude am Betrug haben,
deren eisige Stirn niemals mehr erröten kann.“

IV. Akt
Adriana, vor Liebe krank, will sich von der Bühne zurückziehen. Sie fühlt sich von Moritz verlassen; ein Gefühl, das sich auch noch verstärkt, als eine Schatulle abgegeben wird, in der sich der inzwischen verwelkte Strauß Veilchen befindet. Doch da trifft ihr Geliebter ein und bittet sie, seine Frau zu werden. Adriana bricht plötzlich zusammen – der Veilchenstrauß, in Wahrheit von der Fürstin geschickt, war vergiftet. Adriana stirbt.


Koproduktion mit dem Royal Opera House Covent Garden, London; Gran Teatre del Liceu, Barcelona; L' Opéra National de Paris; San Francisco Opera

  • Evelino Pidò | Dirigent
  • David McVicar | Regie
  • Justin Way | szenische Einstudierung
  • Charles Edwards | Bühne
  • Brigitte Reiffenstuel | Kostüme
  • Adam Silverman | Licht
  • Andrew George | Choreographie
  • Adam Pudney | choreographische Einstudierung
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  • Massimo Giordano | Maurizio, Conte di Sassonia
  • Roberto Frontali | Michonnet
  • Hyuna Ko | Adriana Lecouvreur
  • Elena Zhidkova | La Principessa di Bouillon

  • Alexandru Moisiuc | Il Principe di Bouillon
    Raúl Giménez | Abate
    Jongmin Park | Quinault
    Jinxu Xiahou | Poisson
    Bryony Dwyer | Jouvenot
    Juliette Mars | Dangeville
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