Navigation des aktuellen Bereichs:
Inhalt:

Vec Makropulos

Leos Janáček

Ein Rezept zu einem geheimen Elixier, das das Leben verlängert: das ist die Sache Makropoulos. Und diese wurde von Emilia Marty, inzwischen 337 Jahre alt und immer noch jung und schön, ausreichend genützt. Doch sie erkennt: Die Unsterblichkeit bringt keine menschliche Erfüllung. Erst die Endlichkeit des Lebens macht es wertvoll… Leoš Janáček, damals wenige Jahre vor seinem Tod, beschrieb in einem Brief an seine Geliebte diesen Grundgedanken: „Wir sind glücklich, weil wir wissen, dass unser Leben nicht lange dauert.“ Mit der Erstaufführung von der Sache Makropoulos setzt die Wiener Staatsoper ihren Janáček-Zyklus nun weiter fort.​

Vorgeschichte
Hieronymos Makropulos, Leibarzt Kaiser Rudolf II., erschafft für diesen ein das menschliche Leben extrem verlängerndes Zaubermittel. Er wird gezwungen, es an seiner 16jährigen Tochter – Elina Makropulos – auszuprobieren. Diese lebt seit nunmehr 337 Jahren.

1827 stirbt einer ihrer Liebhaber, Baron Ferdinand Josef (Pepi) Prus. Das Erbe geht an seinen Cousin. Aber Ferdinand Gregor, der uneheliche Sohn von Ferdinand Prus und einer Sängerin namens Ellian MacGregor (=Elina Makropulos) fordert aus dem Erbe das Gut Loukov, das angeblich ihm zusteht. Doch da ein Testament nicht zu finden und die Faktenlage verwirrend ist, kommt es zu einem endlosen Prozess über das Erbe des Baron Prus.

1. Akt
In einer Anwaltskanzlei
Der letzte Tag des langen Erbschaftsprozesses ist angebrochen. Die Sache scheint für Albert Gregor (dem Nachkommen Ferdinand Gregors) verloren. Sein Anwalt, Dr. Kolenaty trifft gemeinsam mit einer geheimnisvollen Sängerin, Emilia Marty, ein. Zum allgemeinen Erstaunen kennt diese Hintergründe des Erbschaftsstreits – und verweist auf ein bislang unbekanntes Testament des Barons, das daraufhin gefunden und von Dr. Kolenaty in Begleitung des Prozessgegners Jaroslav Prus herbeigeschafft wird. Emilia Marty interessiert sich jedoch in erster Linie für ein griechisches Dokument, das dem Testament beiliegt. Albert Gregor, der bislang von der angehenden Sängerin Krista angetan war, verliebt sich nun in Emilia Marty. 

2. Akt 
In einem Opernhaus, nach einer Vorstellung
Alle sind begeistert vom Gesang Emilia Martys, doch diese reagiert größtenteils unhöflich und abweisend. Sie wendet sich einem alten Mann namens Hauk-Sendorf zu, der in ihr eine verflossene Geliebte zu erkennen glaubt. Jaroslav Prus eröffnet ihr Ungenauigkeiten in ihren Testamentsaussagen und behält das griechische Dokument für sich. Emilia Marty versucht daraufhin seinen Sohn, Janek, der bislang in die junge Sängerin Krista verliebt war, dazu zu gewinnen, seinem Vater die Unterlagen zu entwenden. Doch Jaroslav Prus verhindert dies. Um das Schriftstück dennoch zu erhalten, verspricht Emilia Marty Jaroslav Prus eine gemeinsame Nacht.

3. Akt
In einem Hotelzimmer
Jaroslav Prus ist nach der besagten Nacht ob der Kälte Emilia Martys enttäuscht. Dennoch übergibt er ihr das gesuchte griechische Dokument. Wenig später trifft die Nachricht ein, dass sein Sohn Janek aus Liebe zu Emilia Marty Selbstmord begangen hat. Kolenaty, sein Assistent Vitek, Jaroslav Prus sowie Albert Gregor erfahren im Gespräch mit Emilia Marty die Geschichte ihres Lebens. Das besagte griechische Dokument, das sie gesucht hatte, ist das über 300 Jahre alte Rezept, mit dessen Hilfe Emilia Marty ihr Leben noch einmal verlängern möchte. Doch sie entscheidet sich letztendlich anders und beschließt zu sterben. Krista verbrennt das Dokument. 

  • Jakub Hrůša | Dirigent
  • Peter Stein | Regie
  • Ferdinand Wögerbauer | Bühnenbild
  • Annamaria Heinreich | Kostüme
  • Joachim Barth | Licht
  • Cecile Kretschmar | Maske
  •  
  • Laura Aikin | Emilia Marty
  • Ludovit Ludha | Albert Gregor
  • Margarita Gritskova | Krista
  • Markus Marquardt | Jaroslav Prus
  • Carlos Osuna | Janek Prus
  • Wolfgang Bankl | Dr. Kolenaty
  • Heinz Zednik | Hauk-Sendorf
  • Thomas Ebenstein | Vítek
  • Marcus Pelz | Maschinist
  • Aura Twarowska | Aufräumerin
  • Ilseyar Khayrullova | Kammermädchen
  • » Video: Trailer
  • » Bildergalerie

Diese Produktion wird ermöglicht mit der Unterstützung von

bundestheater.at