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Der Nussknacker

Rudolf Nurejew

"Der Nussknacker" ist das wohl meistgespielte Werk der Ballettliteratur. Für Generationen von Ballettbesuchern zum Schlüsselerlebnis geworden, kehrt es in einer hier noch nie getanzten Fassung zurück an die Wiener Staatsoper. 1967 von Rudolf Nurejew geschaffen, nimmt diese Version einen besonderen Rang in der Aufführungsgeschichte des Tschaikowski-Klassikers ein, greift sie doch psychologische Aspekte des zwischen Realität und Traum angesiedelten Stoffs von E. T. A. Hoffmann auf. 1985 von Nurejew für das zu dieser Zeit von ihm geleitete Ballett der Pariser Oper einstudiert, ist dieser "Nussknacker" auch eng mit der tänzerischen Karriere von Manuel Legris verknüpft. Seine mit der Wiederaufführung von "Don Quixote" begonnene Pflege des choreographischen Erbes von Nurejew findet nun mit der Einstudierung des "Nussknacker" Fortsetzung. Diese Produktion wurde ermöglicht mit freundlicher Unterstützung von » Agrana

I. AKT

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Auf der Straße
An einem 24. Dezember um 1900. Eine fröhliche Menschenmenge begeht das Weihnachtsfest.

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Im Haus
Im bürgerlichen Heim der Eltern Stahlbaum sind die Freunde der Familie und die Kinder versammelt.
Die Stahlbaums begrüßen ihre Gäste. Der Pate Drosselmeyer trifft ein, beladen mit Geschenken. Er unterhält die Kinder mit einem kleinen Marionettentheater und mit Zaubertricks. Clara, ihr Bruder Fritz und ihre Schwester Luisa verkleiden sich und spielen – mit Drosselmeyers kräftiger Unterstützung – Automaten.

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Der Weihnachtsbaum
Drosselmeyer schenkt Clara ein schönes Spielzeug: einen Nussknacker in Form eines schneidigen Husaren aus Holz. Der neidische Fritz zerbricht den Nussknacker. Clara weint. Drosselmeyer verjagt Fritz, repariert das Spielzeug und gibt es Clara wieder.
Die Großeltern kommen hinzu.

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Der Traum
Die erschöpfte Clara schlummert im Sessel ein. Es schlägt Mitternacht. Da dringen aus dem Kamin und aus den verschiedensten Winkeln Ratten in den Raum. Clara ist zu Tode erschrocken; sie wehrt sich mit aller Kraft und wirft ihnen Puppen entgegen, um ihren kleinen Nussknacker zu beschützen.
Als ihr König ankommt, greifen die Ratten mit doppelter Kraft an. Die Bleisoldaten kommen aus ihrem Schloss. Eine Schlacht bricht aus; die Ratten sind die Stärkeren. Da erscheint ein Kavallerieregiment – angeführt von dem Nussknacker, der zum Leben erwacht ist. Ein harter Kampf entbrennt. Der Rattenkönig wird geschlagen.

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Im Königreich des Schnees
Wie durch Zauber verwandelt sich das Bühnenbild: Der Salon öffnet sich auf eine schöne Winterlandschaft. Der Nussknacker verliert das Aussehen eines kleinen mechanischen Husaren und nimmt die Züge eines schönen jungen Mannes an, der Drosselmeyer merkwürdig ähnlich sieht.
Er bittet Clara zum Tanz inmitten der Schneeflocken.

II. AKT

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Im Haus
Clara ist noch in ihrem süßen Traum mit dem Prinzen versunken.
Die Schneelandschaft verwandelt sich wieder in den Stahlbaumschen Salon.

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Der Albtraum
Da wird jedoch Clara erneut vom Schrecken ergriffen: Fledermäuse greifen sie an und trachten nach ihrem Nussknacker.
Drosselmeyer / der Prinz versucht, Clara zu beruhigen: Alles sei nur Einbildung, man brauche doch keine Angst vor seinen Eltern und ihren Gästen zu haben!

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Die Reise
Clara hat sich noch nicht ganz von der Aufregung erholt, da sieht sie Familie und Gäste in ferne Länder versetzt: Fritz und Luisa in Spanien, die Großeltern in Arabien, ihren Vater und ihre Mutter in Russland, ihre Gäste in China oder im Frankreich der Schäfergedichte Marie-Antoinettes …

4. Bild
Auf dem Ball
Clara tanzt mit dem Prinzen auf dem Ball.

5. Bild
Claras Erwachen
Herr und Frau Stahlbaum wecken Clara, die während der Feier inmitten der Gäste eingeschlafen ist. Diese machen sich langsam auf den Weg.

6. Bild
Auf der Straße
Clara bleibt allein und ein bisschen verwirrt zurück.

Termine


Diese Produktion wird ermöglicht mit Unterstützung von

bundestheater.at