Navigation des aktuellen Bereichs:
Inhalt:

Salome

Richard Strauss

Trotz ihres Egoismus, ihrer scheinbaren Brutalität und verwöhnten Verzogenheit, die letztlich den Tod anderer nach sich zieht, erregt die jugendliche und liebesbedürftige Prinzessin das Mitleid des Publikums. Ihre kindliche Unreife, ihre Einsamkeit macht sie eher zum Opfer als zur Täterin.

"Herodes hatte nämlich Johannes festnehmen, fesseln und in den Kerker werfen lassen wegen Herodias, der Frau seines Bruders Philippus, die er zur Frau genommen hatte. Denn Johannes hatte dem Herodes vorgehalten: ‚Es ist dir nicht erlaubt, deines Bruders Frau zu haben. Das trug ihm Herodias nach. Sie wollte ihn aus dem Weg schaffen, aber sie konnte es nicht: denn Herodes hatte Scheu vor Johannes. Er kannte ihn als einen gerechten und heiligen Mann und nahm ihn in Schutz. Wenn er ihn hörte, wurde er sehr verlegen, aber dennoch hörte er ihn gern. Da kam ein gelegener Tag. Herodes gab an seinem Geburtstag seinen Fürsten, den Hauptleuten und den Vornehmen Galiläas ein Festmahl..." (Markus, Kapitel VI, Vers 17-21)
Narraboth, ein syrischer Hauptmann, schwärmt von der Schönheit Salomes. Die Tochter der Herodias verlässt das Fest und tritt aus dem Palast. Sie hört die Stimme des in einer Zisterne gefangen gehaltenen Täufers Jochanaan. Dessen Worte erwecken ihre Neugier. Sie will den Propheten sehen. Narraboth, dessen Verliebtheit sie ausnützt, erfüllt ihren Wunsch und läßt Jochanaan heraus, obwohl dies von Herodes verboten worden war.
Jochanaan nimmt keine Notiz von der Prinzessin Salome und predigt wider Herodias und den Tetrarchen. Die abweisende Haltung des Propheten entzündet die Begierde Salomes, den Mund Jochanaans zu küssen.
"Ich bin verliebt in deinen Leib, Jochanaan! Dein Leib ist weiß wie die Lilien auf einem Felde, von der Sichel nie berührt... In dein Haar bin ich verliebt. . . lass es mich berühren ...Deinen Mund begehr ich, Jochanaan . . . lass mich ihn küssen, deinen Mund."
Ihr Tun treibt Narraboth in den Selbstmord. Voller Verachtung kehrt Jochanaan in die Zisterne zurück.
Herodes und Herodias kommen aus dem Palast. Böse Ahnungen peinigen den Tetrarchen. Herodias fordert den Kopf des Jochanaan, dessen mahnende Stimme wieder aus der Zisterne ertönt. Aber Herodes lehnt ab; er fürchtet den Propheten. Der Streit der Juden über die Auslegung von Schriftstellen mehrt seine Unsicherheit. Auch die Botschaft zweier Nazarener, die von der Ankunft des Messias berichten, ängstigt ihn.
Salome soll für Herodes tanzen. Sie lässt sich erst dazu bewegen, nachdem der Tetrarch geschworen hat, ihr als Belohnung einen Wunsch zu erfüllen.
Nach dem Schleiertanz nennt Salome ihren Wunsch: Den Kopf des Jochanaan. Herodes ist fassungslos. Er wehrt ab. Aber alle dargebotenen Reichtümer vermögen die Tochter der Herodias nicht umzustimmen. Der Tetrarch muß seinen Eid halten. Herodias nimmt ihm den Ring, das Siegel des Todesurteils, vom Finger und reicht ihn dem Henker. Der Kopf des Jochanaan wird Salome auf einer Silberschüssel gereicht.
"Du wolltest mich nicht deinen Mund küssen lassen, Jochanaan. Wohl, ich werde ihn jetzt küssen.
Ich dürste nach deiner Schönheit. Ich hungre nach deinem Leib."
Salome küsst den Mund des Propheten. ,,Denn das Geheimnis der Liebe ist größer als das Geheimnis des Todes." -Von Grauen erfasst befiehlt Herodes, Salome zu töten.

  • Peter Schneider | Dirigent
  • Boleslaw Barlog | Regie
  • Jürgen Rose | Ausstattung
  •  
  • Gerhard A. Siegel | Herodes
  • Michaela Schuster | Herodias
  • Camilla Nylund | Salome
  • James Rutherford | Jochanaan
  • Carlos Osuna | Narraboth
  • Juliette Mars | Page
  • Herwig Pecoraro | 1. Jude
  • Jinxu Xiahou | 2. Jude
  • Benedikt Kobel | 3. Jude
  • Wolfram Igor Derntl | 4. Jude
  • Walter Fink | 5. Jude
  • Janusz Monarcha | 1. Nazarener
  • Nikolay Borchev | 2. Nazarener
  • Alfred Šramek | 1. Soldat
  • Il Hong | 2. Soldat
  • Jens Musger | Ein Cappadocier
  • Roland Winkler | Ein Sklave

Termine

  • » Video
  • » Bildergalerie

bundestheater.at