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L'Italiana in Algeri

Gioachino Rossini

Jean-Pierre Ponnelles meisterhafte Inszenierung dieser genialen Komödie Rossinis ist ein musikalisches und szenisches Erlebnis auf höchstem Niveau!

1. Akt
Elvira, die Frau Mustafàs, des Bey von Algier, beweint ihr Schicksal: Der Bey hat sie verstoßen. Der Chor der Eunuchen, ihre Lieblingssklavin Zulma und Haly, Hauptmann der Wachen, trösten sie: Frauen seien dazu geboren, unglücklich zu sein. Mustafà ist seiner Haremsdamen überdrüssig. Er beauftragt Haly, ihm eine Italienerin herbeizuschaffen. Gelinge ihm das nicht, lasse er ihn aufspießen. (Languir per una bella.) Lindoro beklagt sein Los als Sklave und sehnt sich nach einem Wiedersehen mit seiner Geliebten Isabella. Mustafà fordert seinen italienischen Lieblingssklaven Lindoro auf, mit dem nächsten Schiff in seine Heimat zurückzukehren, unter der Bedingung, die verstoßene Elvira zu heiraten und mitzunehmen. (Se inclinassi a prender moglie.) Mustafà versucht, Lindoro Elvira schmackhaft zu machen. In dieser heiklen Situation ist Lindoro ratlos. (Cruda sorte! amor tiranno!) Haly und seinen Wachen ist es gelungen, ein Schiff zu kapern. Unter der Beute ist auch die Italienerin Isabella. Sie beklagt ihr Schicksal, gefangen zu sein, hofft aber, das Beste aus dieser unangenehmen Situation zu machen. Isabella ist eigentlich auf der Suche nach ihrem Geliebten Lindoro. Ihr Begleiter Taddeo gibt sich als ihr Onkel aus.
(Ai capricci della sorte.) Taddeo, der in Isabella verliebt ist, macht ihr eine Eifersuchtsszene. Haly berichtet Mustafà von der Gefangennahme der schönen Italienerin. (Già d'insolito ardore ne! petto.) Mustafà ist außer sich vor Begierde, die Schöne zu sehen. Elvira und Lindoro fügen sich ihrem Schicksal, gemeinsam nach Italien zu reisen. Isabella versteht es, Mustafà vom ersten Augenblick an für sich zu gewinnen. Auf diese Weise rettet sie auch ihren "Onkel" Taddeo vor dem Tod durch Aufspießen. Lindoro, Elvira und Zulma wollen vom Bey Abschied nehmen. Isabella und Lindoro sehen einander unerwartet wieder. Allgemeine Verwirrung.

2. Akt
Alle lachen darüber, dass aus Mustafà ein verliebter Narr geworden ist. Mustafà möchte mit Isabella Kaffee trinken. Elvira soll ihr seinen Wunsch übermitteln. Lindoro gelingt es, Isabella von seiner Treue zu überzeugen. Beide beschließen, zu fliehen. (Ah, come il cor di giublio.) Lindoro gibt seiner Freude Ausdruck. Um sich bei Isabella beliebt zu machen, ernennt Mustafà Taddeo zum "Kaimakan".
Chor und Arie. (Ho un gran peso sulla testa.) Taddeo ist sich der Lächerlichkeit dieser Situation bewusst, der drohende Spieß zwingt ihn aber, diese "Ehrung" anzunehmen. (Per Iui che adoro.) Isabella schmückt sich für ihren Liebhaber. Mustafà, Lindoro und Taddeo beobachten sie. Jeder von ihnen glaubt, Isabellas Bemühungen gelten ihm allein. (Ti presento di mia man.) Vergeblich bemüht sich Mustafà, mit Isabella allein zu bleiben. Lindoro und Taddeo weichen nicht von der Stelle. Als Isabella nun auch noch Elvira zum Kaffee bittet und sie mit dem Bey zu versöhnen sucht, gerät dieser vollends aus der Fassung. (Le femmine d'Italia.) Haly philosophiert auf seine Weise über die italienischen Frauen. Lindoro vertraut Taddeo Isabellas Plan an, den Bey zu hintergehen. Taddeo gibt sich nun für Isabellas Liebhaber aus, was Lindoro nicht ernst nimmt. (Pappataci! che mai sento!) Lindoro beschwichtigt den aufgebrachten Bey: Als Zeichen ihrer Liebe wolle Isabella Mustafà den Pappataci-Orden verleihen. Mit dieser Ehrung ist ein Leben verbunden, das nur aus Essen, Trinken und Schlafen besteht. Gern ist Mustafà bereit, sich in diesen Bund aufnehmen zu lassen. Lindoro erklärt Taddeo, dass mit diesem Plan die Befreiung aller italienischen Sklaven verbunden ist. Die italienischen Sklaven sind bereit, Isabellas Plan durchzuführen.
(Pensa alla patria.) Isabella, Lindoro und die Sklaven sind ergriffen von dem Gedanken, Italien bald wiederzusehen. Taddeo hat immer noch nicht verstanden, worum es eigentlich geht. Mustafà wird zum Pappataci erhoben. Er schwört, die Regeln des Ordens zu befolgen: Er darf nichts sehen und nichts hören und muss nur essen und trinken. Ungestört können Isabella und Lindoro fliehen. Taddeo, der die Situation endlich begreift, folgt ihnen. Zu spät erkennt Mustafà, dass er zum Narren gehalten wurde, und bittet seine treue Elvira um Verzeihung. Ende gut, alles gut.

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