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Manuel Legris

geboren in Paris, wurde an der Ballettschule der Pariser Oper ausgebildet und 1980 an das Ballett der Pariser Oper engagiert. 1986 wurde er vom damaligen Ballettdirektor der Pariser Oper, Rudolf Nurejew, zum Danseur Etoile ernannt. Er tanzte die großen Partien des klassischen und modernen Repertoires und trat in zahlreichen Uraufführungen hervor. Weltweit absolvierte er Gastspiele mit den renommiertesten Ballettkompanien sowie mit seinem eigenen Ensemble „Manuel Legris et ses Etoiles“. Im Mai 2009 gab er seine Abschiedsvorstellung als Danseur Etoile der Pariser Oper, seither ist er als Gastsolist an diesem Haus, an anderen Bühnen in Europa sowie in Asien und Amerika aufgetreten.

Seit 1. September 2010 ist Manuel Legris Direktor des Wiener Staatsballetts und künstlerischer Leiter der Ballettakademie der Wiener Staatsoper.

Manuel Legris’ Repertoire im Ballett der Pariser Oper umfasste neben Hauptrollen in Klassikereinstudierungen Hauptpartien in Werken von Frederick Ashton, George Balanchine, Maurice Bejart, Trisha Brown, John Cranko, Nacho Duato, Mats Ek, Michail Fokin, William Forsythe, Jiří Kylian, Pierre Lacotte, Harald Lander, Serge Lifar, Kenneth MacMillan, John Neumeier, Rudolf Nurejew, Roland Petit, Angelin Preljocaj, Jerome Robbins, Twyla Tharp, Antony Tudor, Rudi van Dantzig und anderen wichtigen Choreographen. Im Laufe seiner Tänzerkarriere trat Manuel Legris häufig in Wien auf. An der Wiener Staatsoper debütierte er am 27. Jänner 1985 als Beranger in Rudolf Nurejews Raymonda, 1989 war er als Jean de Brienne in Raymonda und als Prinz Florimund in Nurejews Dornröschen zu sehen. 1999 kehrte er an die Wiener Staatsoper zurück, um in der Saisonschluss-Gala des Wiener Staatsopernballetts zu tanzen. Weitere Auftritte hatte er 1999 als Des Grieux in Kenneth MacMillans Manon, 2001 in der Saisonschluss-Gala sowie 2003 in der Nurejew-Gala. Außerdem trat er 2000 im Rahmen eines Gastspiels des Wiener Staatsopernballetts in Madrid in Manon auf. Überdies gastierte Manuel Legris mit ausländischen Kompanien an der Wiener Staatsoper – 1989 mit dem Tokyo Ballet, 2000 im Rahmen von ImPulsTanz mit dem Ballett der Pariser Oper. Bei Gastspielen des Balletts der Pariser Oper auf anderen Wiener Bühnen tanzte er 1986 bei TANZ 86 im Theater an der Wien und 2005 im Rahmen von ImPulsTanz im Burgtheater.

2008 trat er in der Ballett-Gala von ImPulsTanz im Burgtheater auf, 2012 gestaltete er für dieses Festival im Burgtheater die Gala „Manuel Legris & Gäste“, in der er auch als Tänzer zu sehen war. Wichtige Auftritte der jüngsten Zeit beinhalten Die Fledermaus in Peking (National Ballet of China), Pas de deux aus Onegin in Tokio (Gala Tokyo Ballet, 50 years jubilee) sowie ein Aufritt am Shanghai Grand Theatre.

In seiner ersten Spielzeit als Direktor des Wiener Staatsballetts präsentierte Manuel Legris die ungewöhnlich hohe Anzahl von insgesamt acht Premieren in beiden Häusern – Wiener Staatsoper und Volksoper Wien. Für die überaus erfolgreiche Premiere von Rudolf Nurejews Fassung von Don Quixote zeichnete er selbst für die Einstudierung verantwortlich. In seiner zweiten Spielzeit studierte er gemeinsam mit Elisabeth Platel Pierre Lacottes La Sylphide ein, gefolgt von Einstudierungen von Der Nussknacker in der Saison 2012/2013 sowie Schwanensee in der Spielzeit 2013/2014. Beim mehrteiligen Abend Junge Talente des Wiener Staatsballetts in der Volksoper Wien wurde 2011 seine Choreographie Donizetti Pas de deux gezeigt.

Auch als Tänzer trat er mehrfach wieder in Erscheinung: in der Eröffnung des Wiener Opernballs 2011, im Rahmen des Japan-Gastspiels des Wiener Staatsballetts in der Uraufführung von Patrick de Banas Ludwig II – The Swan King und in Die Fledermaus sowie in der jährlichen Nurejew Gala 2011, 2012, 2013 und 2014.

Zu seinen Preisen und Auszeichnungen zählen: Goldmedaille beim Ballettwettbewerb in Osaka (1984), Prix Nijinsky (1988), Benois de la Danse (1998), Nijinsky-Award („Bester Tanzer der Welt, 2000“), Prix Leonide Massine (2001); Chevalier des Arts et Lettres (1993), Officier des Arts et Lettres (1998), Chevalier de l’Ordre National du Merite (2002), Chevalier de la Legion d’honneur (2006), Commandeur des Arts et Lettres (2009).

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