Franz Welser-Möst
Franz Welser-Möst ist seit 1. September 2010 Generalmusikdirektor der Wiener Staatsoper. Nach seinem Debüt im Haus am Ring 1987 als Dirigent von L’italiana in Algeri leitete er Vorstellungen von Le nozze di Figaro, Tristan und Isolde, die Premiere von Arabella, die Neuproduktion des Ring des Nibelungen und wirkte beim Festkonzert „50 Jahre Wiedereröffnung der Wiener Staatsoper" mit.
Im Juni 2010 dirigierte er die Premiere von Wagners Tannhäuser, mit dem er auch die Spielzeit 2010/2011 eröffnete. 2010/2011 leitete er weiters die Premieren von Cardillac, Le nozze di Figaro, Don Giovanni und Kátja Kabanová, die Wiederaufnahme von La Bohème sowie Vorstellungen von Tannhäuser, Der Ring des Nibelungen und Die Zauberflöte für Kinder.
In der Saison 2011/2012 dirigiert er die Premieren von Aus einem Totenhaus und Don Carlo (ital.), die Neueinstudierung von Die Fledermaus, die Wiederaufnahme von Die Frau ohne Schatten und Vorstellungen von Arabella, Kátja Kabanová, Tannhäuser, Tosca und Cardillac. In einer neuen Matineereihe – Positionslichter – leitet Franz Welser-Möst drei Gesprächsrunden mit ausgesuchten, international gefragten Persönlichkeiten, in denen handlungsbestimmende Themen zu Neuproduktionen sowie musikalische Fragen erörtert werden.
Franz Welser-Möst ist seit 2002 Music Director des Cleveland Orchestra. Nach nur neun Monaten wurde sein ursprünglich fünfjähriger Vertrag bis zur Saison 2011/2012 verlängert, und im Juni 2008 wurde eine weitere Verlängerung bis zum hundertjährigen Jubiläum des Orchesters 2018 bekanntgegeben. Franz Welser-Möst und das Orchester verbindet eine enge Zusammenarbeit mit der Carnegie Hall in New York, dem Musikverein in Wien und dem Lucerne Festival. 2008 gastierte das Orchester bei den Salzburger Festspielen, wo Franz Welser-Möst fünf Aufführungen von Rusalka und drei Konzerte dirigierte. 2007 begann eine zehnjährige Residenzzeit des Cleveland Orchestra am Adrienne Arsht Center for the Performing Arts in Miami-Dade County, Florida.
2011/2012 ist eine große Europatournee geplant, die Konzerte in Paris, Madrid und Wien beinhaltet.
1995 bis 2002 war Franz Welser-Möst Chefdirigent am Opernhaus Zürich, von 2002 bis 2005 Principal Conductor und von 2005 bis 2008 Generalmusikdirektor. Hier dirigierte er mehr als vierzig Premieren, von denen zahlreiche auf DVD erschienen sind. Mit dem Orchester des Opernhauses Zürich gastierte er in London, Paris und Tokio.
1985 debütierte er bei den Salzburger Festspielen und war von 1990 bis 1996 Musikdirektor des Londoner Philharmonic Orchestra.
Als Gastdirigent arbeitet er regelmäßig mit den Berliner Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Gustav Mahler Jugendorchester und hat die bedeutendsten Orchester der USA dirigiert.
Franz Welser-Möst ist eng mit den Wiener Philharmonikern verbunden, 2010 leitete er das Sommernachtskonzert, 2011 das Neujahrskonzert. 2009 dirigierte er das Orchester bei den Salzburger Festspielen, beim Lucerne Festival, bei den BBC Proms in London sowie beim Festkonzert zum 150-jährigen Bestehen des Wiener Singvereins. Auch 2011 dirigiert er die Wiener Philharmoniker bei den Salzburger Festspielen.
Zahlreiche seiner CD- und DVD-Aufnahmen erhielten Preise und Auszeichnungen, u. a. Gramophone Award, Diapason d’Or, Japanese Record Academy Award sowie zwei Nominierungen für den Grammy.
Franz Welser-Möst ist Ehrenmitglied des Wiener Singvereins und Träger des Goldenen Ehrenzeichens des Bundeslandes Oberösterreich. Er wurde 2003 von Musical America zum Dirigenten des Jahres gewählt.
Ein Buch mit Aufzeichnungen und Gesprächen ist unter dem Titel Kadenzen im Styria Verlag erschienen.






