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Dominique Meyer

Dominique Meyer wurde 1955 als Sohn eines Diplomaten im Elsass geboren und verbrachte seine Kindheit in Frankreich und Deutschland.

Seit 1. September 2010 ist er Direktor der Wiener Staatsoper. Dominique Meyer war von 1980 bis 1984 Beauftragter am französischen Industrieministerium und zuständig für die Bereiche Elektronik- und Computerindustrien sowie an der Vorbereitung und Gründung der ersten französischen CD-Fabrik (der zweiten weltweit), MPO in Averton, beteiligt. Von 1984 bis 1986 war er Berater im Kabinett des Kulturministers Jack Lang, wo er für die Bereiche Film- und Kulturindustrien zuständig war.

Von 1986 bis 1988 fungierte Dominique Meyer als Berater der Präsidenten der Pariser Oper, Pierre Viot und Raymond Soubie. 1988 folgte eine Beratertätigkeit im Kabinett des Ministeriums für Kultur und Kommunikation mit den Zuständigkeitsbereichen Film und Fernsehen, bevor er von 1989 bis 1990 Generaldirektor der Pariser Oper mit Palais Garnier und Opéra Bastille wurde. 1991 war Dominique Meyer Direktor im Kabinett des Ministeriums für Kultur und Kommunikation unter Kulturministerin Catherine Tasca. Von 1991 bis 1993 war er als Berater im Kabinett der Premierminister Edith Cresson und Pierre Bérégovoy für die Bereiche Kultur und Kommunikation, Jugend, Bildung und Sport zuständig. Von 1994 bis 1999 war er Generaldirektor der Oper Lausanne, von September 1999 bis Ende der Spielzeit 2009/2010 Generalintendant und künstlerischer Leiter des Théâtre des Champs-Elysées in Paris.

Im Bereich des Tanzes war Dominique Meyer von 1991 bis 2007 Präsident des Balletts Angelin Preljocaj, dessen Ehrenpräsident er seit 2007 ist. Von 1995 bis 1999 war er Mitglied im Vorstand des Balletts Maurice Béjart in Lausanne sowie des Tanzwettbewerbs Prix de Lausanne. Weiters ist er Kassenführer im Vorstand der Foundation Noureev.

Im Bereich der Musik war er von 2001 bis 2010 Präsident des französischen Jugendorchesters, seit 2010 ist er Ehrenpräsident. Von 1995 bis 1999 war er Mitglied im Vorstand des Kammerorchesters Lausanne und organisierte als Kassenführer des ProQuartets Kammermusikkonzerte und Streichquartett-Auftritte. Weiters war Dominique Meyer künstlerischer Berater von Riccardo Muti bei der Gründung des Cherubini Orchesters in Piacenza. Er ist Mitglied im Vorstand der europäischen Musiktheater-Akademie (EMA) der Universität Wien sowie des Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Paris (CNSMDP).

Im Bereich Film und Fernsehen war Dominique Meyer von 2000 bis 2003 Präsident der Kommission „Fernsehen, Schauspiel und Musik“ am Centre National de la Cinématographie und ist Autor und Regisseur des Dokumentarfilms Eclats de Voix – Schallende Stimmen über Wagners Ring-Tetralogie mit Pierre Boulez, Patrice Chéreau, Jeffrey Tate u. a.

Dominique Meyer war weiters von 1979 bis 1980 Forscher am Institut für Wissenschaft und Forschung der Universität Paris IX Dauphine, von 1979 bis 1982 Assistent im Fachgebiet Wirtschaftstheorie an der Universität Paris XIII, von 1980 bis 1988 Professor und Historiker für Wirtschaft und wirtschaftliches Denken an der Universität Paris III – INALCO, von 1986 bis 1988 Professor für Wirtschaft an der Universität von Lyon II sowie bis 2010 Lehrbeauftragter für den Studiengang Master Professionel Administration de la musique et du spectacle vivant an der Universität Evry/Paris.

Gegenwärtig ist Dominique Meyer Lehrbeauftragter am Institut für Theater-, Film und Medienwissenschaft an der Universität Wien.
bundestheater.at