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EISERNER VORHANG  

Seit 1998 verwandelt die Ausstellungsreihe „Eiserner Vorhang" die Brandschutzwand zwischen Bühne und Zuschauerraum in einen temporären Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst. Das von museum in progress konzipierte Projekt verbindet in einzigartiger Weise Tradition und Innovation. Eine international renommierte Jury (Daniel Birnbaum, Akiko Miyake, Hans-Ulrich Obrist) steht für die Auswahl der hochkarätigen KünstlerInnen, deren Arbeiten jeweils für eine Spielzeit präsent sind.

Der „Eiserne Vorhang 2011/2012“ stammt von dem britischen Konzeptkünstler, Bildhauer und Filmemacher Cerith Wyn Evans. „Cerith Wyn Evans ist der bedeutendste Vertreter der neueren Konzeptkunst. Seine Arbeiten bestehen oft aus sehr minimalen Handlungen, das Wenige, das an der Oberfläche sichtbar ist, müssen die Betrachter sich über die Überlegungen des Künstlers erst erschließen. […] Sein Eiserner Vorhang für die Wiener Staatsoper scheint nur mehr eine Handlungsanweisung zu sein, vielleicht sogar eine, um die Kunst von Cerith Wyn Evans zu dekodieren. Sie ist aber natürlich auch an den Ort gebunden, an die Oper, in der man ja auch durchaus ein Erlebnis der Entrückung haben soll.“ (Martin Prinzhorn)



Wortlaut von Cerith Wyn Evans' konzeptueller Textarbeit: „Lass es zu, von dem, was Du gerade jetzt liest, in eine andere Situation hinüberzugleiten, in ein anderes Handeln innerhalb der historischen und psychischen Orte, in denen Dein Lesen im Hier und Jetzt geschieht. Hier – und jetzt – den Platz einnehmend für andere leidenschaftliche und aufgeladene Verbindungen zwischen uns. Stell Dir eine Situation vor, in der Du Dich mit größter Wahrscheinlichkeit noch nie befunden hast.“

Die Ausstellungsreihe „Eiserner Vorhang“ ist ein Projekt des museum in progress in Kooperation mit der Wiener Staatsoper und der Bundestheater-Holding, seit 2008 ermöglicht durch Die Presse.

 

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