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    Die Wiener Staatsoper und die Wiener Philharmoniker trauern um zwei langjährige Orchestermitglieder: Am Mittwoch, 11. Jänner verstarb der Flötist Günter Voglmayr nach längerer Krankheit; am Donnerstag, 12. Jänner erlag der Primgeiger Prof. Herbert Linke seinem Krebsleiden.

    Günter Voglmayr wurde am 21. Februar 1968 in Ried im Innkreis geboren. Er absolvierte sein Studium an der Wiener Musikhochschule und erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen bei internationalen Wettbewerben. Er war u. a. Soloflötist des Gustav Mahler  Jugendorchesters, bevor er 1987 als Flötist des Bühnenorchesters der Wiener Staatsoper und schließlich 1993 ins Staatsopernorchester engagiert wurde. Seit 1996 war er Mitglied der Wiener Philharmoniker.

    Herbert Linke wurde am 31. März 1945 in Preßbaum geboren und studierte Geige an der Wiener Musikakademie. 1963 war er zunächst im Juniororchester der Wiener Staatsoper tätig, wechselte 1965 an die Volksoper und wurde 1966 in die Primgruppe des Staatsopernorchesters aufgenommen und 1973 Mitglied der Wiener Philharmoniker. 1995 erhielt er den Ehrenring der Wiener Philharmoniker, 2005 wurde ihm der Berufstitel Professor verliehen. Am 1. September 2011 trat Prof. Herbert Linke in den Ruhestand. 

    Die Sopranistin und Pädagogin Ruthilde Boesch verstarb am 20. Jänner 2011 im Alter von 94 Jahren. Die Sängerin studierte in Wien und debütierte im Jahr 1945 an der Wiener Staatsoper. Dort sang sie bis 1974 in hunderten Aufführungen, zu ihren Partien zählten unter anderem Susanna (Le nozze di Figaro), Rosina (Il barbiere di Siviglia), Lola (Cavalleria rusticana), Despina (Così fan tutte), Blonde (Die Entführung aus dem Serail), Papagena (Die Zauberflöte), Olympia (Les Contes d’Hoffmann). 1968 wurde ihr der Titel Österreichische Kammersängerin verliehen. Internationale Gastspiele führten Ruthilde Boesch rund um die Welt. Große Bedeutung erlangte sie auch als Pädagogin, so zählen zahlreiche heute prominente Sängerpersönlichkeiten, unter ihnen Edita Gruberova, zu ihren Schülern, ebenso ihr Sohn Christian Boesch und ihr Enkel Florian Boesch.

      

     

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